|
Datum des Eintrags:
19.08.2011 01.58 |
 |  |  | | | Preussen in "Kicker-Online"
http://www.kicker.de
| |  | *** 3. Liga, 2011/12, 5. Spieltag ***
Preußen Münster SV Babelsberg 03 1:1 (0:1) ***
N'Diaye verletzt - Vunguidica und Makarenko fliegen vom Platz ***
Stroh-Engels Tor zu wenig ***
Im Duell zwischen dem SC Preußen Münster und dem SV Babelsberg trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden. Die Gastgeber bleiben somit in dieser Spielzeit weiter ungeschlagen. Die Demuth-Elf hingegen wartet nun seit drei Spielen auf einen Sieg. ***
Münsters Coach Marc Fascher sah nach dem 3:1-Auswärtssieg in Jena keinen Grund, seine zuletzt siegreiche Elf zu verändern. Auf der anderen Seite musste Babelsbergs Trainer Dietmar Demuth im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen Saarbrücken auf Hebisch verzichten (Bänderüberdehnung). Für ihn rückte Markus Müller in die Startformation. Außerdem begann Surma für Civa.
Der Drittligaaufsteiger Preußen Münster, der einen guten Saisonstart hinlegte, musste acht Minuten vor der Halbzeit das 0:1 hinnehmen: Babelsbergs Stroh-Engel brachte die Gäste nach einer Flanke von Kauffmann in Front (37.).
Die Fascher-Elf konnte sich von diesem Schock vor dem Wechsel nicht mehr erholen - es blieb beim 0:1.
Nach der Pause stand Babelsbergs Defensive zunächst gut und ließ über weite Strecken des zweiten Durchgangs wenig zu. Auf der anderen Seite verletzte sich der erst zur Pause eingewechselte N'Diaye. Kluft ersetzte den Senegalesen.
Die Schlussphase hatte es dann aber in sich: Zunächst flog Vunguidica nach einer Rudelbildung vom Platz (85.). Zwei Minuten später kamen die Gastgeber dann in Unterzahl doch noch zum Ausgleich: Kirsch besorgte das 1:1 (88.). Münsters Coach Fascher betrat daraufhin beim Torjubel das Feld und wurde von Schiedsrichter Benjamin Brand auf die Tribüne verwiesen.
Auf der anderen Seite zeigte der Unparteiische Makarenko nach einem groben Foulspiel auch die Rote Karte (90.).
Münster tritt am kommenden Sonntag (14 Uhr) bei der zweiten Mannschaft von Werder Bremen an. Babelsberg empfängt tags zuvor Heidenheim. ***
17.08.11 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
31.07.2011 23.44 |
 |  |  | | | Preussen in "Kicker-Online"
http://www.kicker.de
| |  | *** 3. Liga, 2011/12, 1. Spieltag ***
Preußen Münster - SpVgg Unterhaching 1:1 ***
Unterhaching rettet das Remis ***
Güvenisik sorgt für Punkt zum Preußen-Einstand ***
Aufsteiger Preußen Münster hat sich im ersten Spiel gut in die Dritte Liga eingefunden und gegen Unterhaching ein 1:1 erspielt. Dabei hatte Preußen durchaus die Möglichkeit, drei Punkte im Münsterland zu behalten, ging aber letztlich zu fahrlässig mit den Chancen um.
Für Preußen Münster standen beim ersten Drittligaauftritt gleich vier Neuzugänge auf dem Feld. Münsters Trainer Marc Fascher begann mit dem vom SC Paderborn nach Münster gekommenen Masuch im Tor. Zusätzlich starteten im Mittelfeld Truckenbod (Carl Zeiss Jena), Siegert (VfL Osnabrück) und Vunguidica (1. FC Köln).
Heiko Herrlich brachte bei seinem Debüt als Cheftrainer der SpVgg Unterhaching drei Neuzugänge: Im Mittelfeld liefen Sternisko (1860 München II) und Bigalke, der von Hertha BSC gekommen war, auf. Außerdem bildete Niederlechner (FC Ismaning) den Sturmpartner von Tunjic.
Das Spiel zwischen dem Liganeuling und der SpVgg begann unterhaltsam. Nach neun Minuten musste Münsters Keeper Masuch erstmals eingreifen und einen Bigalke-Freistoß aus der Gefahrenzone fausten. Und auch Tunjic brachte den Ball sieben Minuten später nicht über die Linie: Nach einem Zuspiel von Bigalke blieb sein Abschluss zu ungenau und ging über das Tor.
Im Gegenzug gingen die Münsteraner in Führung: Nach schönem Zuspiel von Huckle schob Güvenisik den Ball über die Linie (19.). Der erste Treffer in der Dritten Liga gab den Münsteranern Rückenwind, doch Vunguidica konnte nach einem Solo-Lauf gestoppt werden und vergab damit die beste Möglichkeit (24.). Auf Seiten von Unterhaching prüfte Niederlechner per Kopfball Masuch (25.) und ein Ornatelli-Freistoß konnte von der Münsteraner Abwehr nur in Not geklärt werden (35.).
Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte den Unterhachingern, die nach 51 Minuten den Ausgleich erzielten: Tunjic scheiterte an Masuch, doch Thiel nutzte den Abpraller und netzte zum 1:1 ein. Münster ließ sich von dem Gegentreffer nicht beeindrucken und hatte zunächst durch einen Pfostenschuss von Güvenisik die Chance auf die erneute Führung (61.), anschließend scheiterte der 31-Jährige freistehend an Riederer (63.).
Die Schlussminuten dominierten noch einmal die Gäste aus Bayern, doch Thiel agierte zu eigensinnig (87.). Auf der Gegenseite hatten die Münchner Vorstädter Glück, dass Schiedsrichter Tobias Stieler N'Diayes Treffer auf Grund einer Abseitsstellung zu Recht die Anerkennung verwehrte(88.). Somit blieb es letztlich bei der Punkteteilung der beiden Klubs.
Am 2. Spieltag muss Münster in Chemnitz ran, Unterhaching empfängt zuhause Heidenheim. Für die Hachinger steht zuvor jedoch in der nächsten Woche noch der DFB-Pokal auf dem Programm. In der 1. Runde geht es am Sonntag gegen den SC Freiburg. ***
23.07.2011, 15:50 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
07.11.2010 16.38 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** SCP gewinnt durch Chitsulos Treffer mit 1:0 - Curva-Block bleibt leer ***
Münster - Durch einen Treffer von Daniel Chitsulo gewann der SC Preußen Münster mit dem knappsten aller Ergebnisse gegen den SV Elversberg und ist nun wieder Tabellenführer. Der SCP blieb vor 3682 Zuschauern auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen und holten zum vierten Mal hintereinander den Dreier. ***
Trotz des fiesen November-Wetters war das Stadion an der Hammer Straße gut gefüllt. Der Fanblock der berüchtigten Curva Monasteria war aber zum Anpfiff leergeblieben. Die Problemfans der Fangruppen Curva Monasteria und Punzengarde boykottierten offenbar die Kontrollen am Einlass und machten sich dann von draußen vor dem Volleydrom lautstark bemerkbar. ***
|
|
Datum des Eintrags:
31.10.2010 17.20 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Kirsch und N`Diaye sorgen für 2:0-Sieg in Homburg - SCP bleibt oben dran ***
Homburg - Preußen Münster krallt sich fest. Der Fußball-Regionalligist gewann beim FC 08 Homburg mit 2:0 (0:0), es war der dritte Sieg in Serie für das Team von Trainer Marc Fascher, zum dritten Mal blieb das Team ohne Gegentor, zum dritten Mal gewannen die Adlerträger mit 2:0, seit sieben Partien hat Münster nicht mehr verloren - das klingt nach einer richtig guten Erfolgsserie für den momentanen Tabellenzweiten. Patrick Kirsch (72.) und Babacar N´Diaye (83.) trafen für Münster beim Ex-Bundesligisten zum hochverdienten Sieg, Hüzeyfe Dogan leistete bei beiden Toren die Vorarbeit. ***
Auch einige andere Spitzenteams waren bereits am Samstag im Einsatz. Der einstige Spitzenreiter Schalkes Reserve unterlag dabei mit 0:2 gegen FSV Mainz 05 II und rutscht in der Tabelle weiter ins Mittelfeld ab. Dagegen verteidigte Eintracht Trier mit einem 1:0-Auswärtserfolg gegen Bayer Leverkusen II die Tabellenspitze, Münster folgt auf Rang zwei. Auch die Sportfreunde Lotte gewannen das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf II mit 2:1. Trier hat jetzt 25 Punkte, Münster 24, Lotte folgt mit 21, Dortmund II (21 Punkte) kann mit einem Erfolg am Sonntag bei Bochum II dank der besseren Tordifferenz an Münster vorbeiziehen.
Der SCP, der erstmals mit Neuzugang Domenique Ndjeng in der Innenverteidigung spielte und bei dem zudem Jonathan Bourgault nach Ablauf der Gelbsperre ins Team zurückgekehrt war, bestimmte die Anfangsphase und hatte durch Sercan Güvenisik nach 20 Minuten eine gute Chance. Dann aber, als die erste Drangphase der Preußen vorbei war, kam der Aufsteiger mutiger ins Spiel. Für die Zuschauer war es dennoch keine aufregende Begegnung in der ersten halben Stunde gewesen. Zum Ende der ersten Hälfte war es mehrfach Sercan Güvenisik, der dem 1:0 nahe war, aber nicht vollenden konnte. Keine Tore in den ersten 45 Minuten.
Nach dem Wechsel dominierten die Preußen das Geschehen, doch es dauerte bis zur 72. Minute, ehe Abwehrchef Patrick Kirsch seine Mannschaft mit dem Führungstor erlöste. Einen Freistoß von Hüzeyfe Dogan köpfte Kirsch zum 1:0 vor 1276 Zuschauern in die Maschen. In der Folgezeit nutzten die Gäste ihre guten Konterchancen nicht. Dann war es der eingewechselte Babacar N´Diaye (83.), der den glücklosen Sercan Güvenisik ersetzte, der zum 2:0 per Kopf traf. Erneut hatte Dogan die Vorarbeit geleistet. Die Preußen erwarten nun am kommenden Freitag um 19 Uhr den SV Elversberg im eigenen Stadion an der Hammer Straße. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
11.10.2010 02.50 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen verschenkt Heimsieg ***
Münster - Preußen Münster hat erneut zwei Punkte auf der Strecke liegen lassen. Im Heimspiel gegen VfL Bochum II erreicht die Mannschaft von Trainer Marc Fascher nur ein 2:2 (0:0). Vor 3114 Zuschauern gingen die Gäste durch einen Doppelschlag von Mimoun Azaouagh (47. und 56.) in Führung, ein Bochumer Eigentor nach 61 Minuten sowie ein Fernschuss durch Daniel Chitsulo (64.) sorgten für den Endstand. Doch das Ergebnis täuschte darüber hinweg, dass Münster trotz des 0:2-Rückstandes eine Vielzahl von Chancen nicht nutzte. ***
Wie schon eine Woche zuvor beim 1:1 auf Schalke vertrödelten die Preußen auch im Heimspiel gegen Bochum einen wertvollen Dreier - und damit auch die Tabellenführung in der Regionalliga. Die Preußen hatten Chancen in Hülle und Fülle über die gesamte Spielzeit und hätten gerade durch Mehmet Kara und Wojciecz Pollok in der Schlussminute glasklare Einschussmöglichkeiten.
Nein, sagte Marc Fascher auf die Frage, ob er sich die vielen verpassten Torchancen in irgendeiner Art und Weise erklären könnte. Zwar blieb der Trainer der Preußen mit seiner Elf in den letzten vier Spielen ungeschlagen und holte dabei acht Punkte, doch der so heiß ersehnte Sprung auf Rang 1 bleibt dem Team verwehrt. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
26.09.2010 00.54 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Gipfelsturm unterbrochen - Preußen spielen 1:1 gegen Schalke ***
Herne - Der SC Preußen Münster 2010/11 ist erfrischend selbstkritisch. Immerhin erreichten die Adlerträger mit dem heutigen 1:1 (1:1) ein Remis beim Tabellenführer. Und doch verließ kaum ein Akteur im grünen Dress die Mondpalast-Arena freudestrahlend. Verständlich, denn nach einer überlegenen und überzeugenden ersten Halbzeit reichte es nur zu einer Punkteteilung. Weil die Preußen vor allen Dingen vor der Pause reihenweise Chancen ausließen. Aber auch, weil die ansonsten recht sicher wirkende Abwehr einmal nicht aufpasste. ***
Was auch den Trainer wurmte. Vor dem Spiel wäre ich eventuell mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Nach dem Spielverlauf nicht mehr. Wir haben zwei Punkte liegen lassen. Man darf sich eben nicht wundern, wenn bei so einer Großzügigkeit die kleinste Kleinigkeit bestraft wird, befand der Preußen-Trainer. Ein billiges Gegentor, stufte auch Mehmet Kara den Ausgleichstreffer ein.
Über die eigentliche Dominanz der Preußen gab es keine zwei Meinungen. Auch nicht bei den Gastgebern, die kurzfristig auf Christian Pander (Magen- und Darmgrippe) verzichten mussten. Münster war die klare bessere Mannschaft. Darum habe ich mich nach der Pause auch für die Ein-Punkte-Variante entschieden, analysierte Schalkes Trainer Michael Boris Spielverlauf und Preußen-Stärke.
Allerdings benötigten die Gäste zu Beginn des zweiten Durchgangs einen längeren Anlauf. Der späte und überraschende Ausgleich hatte Wirkung gezeigt. Ohnehin hielten sich die Möglichkeiten in Grenzen. Quotschalla rettet nach einem Querschläger auf der Torlinie, ehe Huckle (65.) einen indirekten Freistoß aus 14 Metern in die Mauer drosch. Nach 69 Minuten trudelte ein Pass von Güvensik quer durch den Schalker-Torraum. Doch es war niemand zur Stelle, um einzuschieben. Ein Lattenschuss von Quotschalla (59.) hatte die Preußen wohl noch einmal aufgeschreckt.
Etwas Anlauf benötigten die Preußen auch zu Spielbeginn. Gut eine Viertelstunde dauerte es, um das Geschehen an sich zu reißen, die Partie zu dominieren. Angetrieben von einem lautstarken Trainer Marc Fascher, der zum frühen Attackieren aufforderte, nahm die Preußen-Gefährlichkeit zu. Zunächst aber lief sich Mehmet Kara - nicht zum letzten Mal - bei einem Dribbling an der Strafraumgrenze fest. Kirsch traf den Ball nach der zweiten Ecke der Gäste nicht optimal mit der Stirn.
Nach 15 Minuten hatte der Preußen-Anhang den Torschrei auf den Lippen. Nach dem Güvenisik von einem Missverständniss zwischen Fahrenhorst und Hermsen profitiert und Dogan angespielt hatte, traf dieser aus elf Metern den Ball nicht voll. Dennoch nahm die Dominanz der Preußen zu. Nach 25 Minuten mit einem Dogan als Passgeber. Doch sein Zuspiel auf die freien Güvenisik und Ornatelli blieb in der Schalker-Abwehr hängen.
Zwei Minuten später stellte sich auch der längst verdiente Lohn ein. Und zwar mit Lehrbuch-Fußball. Güvenisk steckte den Ball an die Strafraumgrenze durch, wo Dogan querlegte, ehe Ornatelli einschob. Zehn Minuten später tauschtne Güvenisik und Dogan die Rollen, doch bevor der Neuzugang das vermeintliche 2:0 erzielen konnte, entschied das Schiedsrichtergespann auf Abseits. Doch das 2:0 schien nur eine Frage der Zeit. Auch als Dogan (40.) aus kürzester Distanz Torhüter Unnerstall anschoss. Wie eine kalte Dusche aber dann die Ernüchterung. Als die bis dahin sicher wirkenden Kirsch und Halet nicht aufpassten, nutzte Pourie die erste Schalker-Chance zum völlig überraschenden Ausgleich.
Daran hatten die Gäste bis weit in die zweite Häfte zu knabbern. ***
Preußen: Buchholz - Duah, Kirsch, Halet, Huckle (68. Lorenz) - Kühne, Bourgault (90. Westermann) - Ornaetlli, Dogan (64. Chitsulo), Kara - Güvenisik. ***
Tore: 0:1 Ornatelli (27.), 1:1 Pourie (42.) ***
Zuschauer: 1050. ***
Schiedsrichter: Stegemann (Bonn) ***
VON UWE NIEMEYER ***
25 09 10 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
14.06.2010 21.11 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Die Wölfe kommen ***
Münster - Edin Dzeko, Grafite und Zvjezdan Misimovic sind Fußballkünstler, die mit ihren Traumtoren und Zuckerpässen eigentlich einen Fußball-Oscar verdient haben. Doch als Verantwortliche und Fans von Preußen Münster bei Popcorn-Atmosphäre im Cineplex die Auslosung für erste Hauptrunde des DFB-Pokals verfolgten und Fußball-Europameisterin Kim Kulig in knisternder Stimmung den VfL Wolfsburg als Gegner zog, da wurde es für einige Sekunden ganz leise im Kinosaal. Wo ansonsten der Krimi Vergebung von Stieg Larsson für Nervenkitzel sorgt, da bot das ZDF-Sportstudio für die enttäuschten Preußen-Hoffnungen um 22.51 Uhr keinerlei Unterhaltungswert mehr. Ihr erwünschter Blockbuster für den Pokal wäre ein Duell mit Arminia Bielefeld gewesen, die Wolfsburger Starbesetzung konnte sie da nicht unmittelbar fesseln. Zwar kommt nun zwischen dem 13. und 16. August zum dritten Mal in Folge ein Bundesligist an die Hammer Straße, aber auch ein echtes Schwergewicht, das zugleich nicht die traditionsreiche Faszination von Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 versprüht. ***
Trainer Marc Fascher hatte sich für das erste DFB-Pokalspiel seiner Trainerkarriere den Hamburger SV gewünscht. Dennoch glänzten seine Augen, immerhin gehört der VfL Wolfsburg momentan zu den stärksten Kalibern im deutschen Fußball. Die Wölfe wurden 2009 unter Felix Magath deutscher Meister, beschäftigen internationale Spitzenkicker en masse, vor allem in der Offensive. Fascher erwartet eine Mission Impossible, wie sie auch im Kino gerne gesehen wird, oft mit einem Happy-End. Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen.
Mit Torhüter Diego Benaglio (Schweiz), Andrea Barzagli (Italien), Marcel Schäfer (Deutschland), Josué (Brasilien), Thomas Kahlenberg (Dänemark), Makoto Hasebe (Japan), Karim Ziani (Algerien) und Obafemi Martins (Nigeria) steckt in dem VfL-Kader jede Menge Länderspielerfahrung. Nach einer durchwachsenen Saison, in der die Qualifikation für den Europapokal verpasst und Trainer Armin Veh entlassen wurde, vertrauen die von Volkswagen subventionierten Wölfe nun im Engländer Steve McClaren einem neuen Übungsleiter. Der 49-Jährige wurde mit Twente Enschede holländischer Meister, er trainierte von 2006 bis 2007 die englische Nationalmannschaft und gibt in Münster sein Pflichtspieldebüt für die Niedersachsen.
Gute Voraussetzungen für ein volles Preußen-Stadion . Das platzte in den Vorjahren gegen den VfL Bochum und Hertha BSC Berlin aus allen Nähten, auch in der Aufstiegsrunde 1988, als Preußen und Wolfsburg zuletzt aufeinander trafen. 12 000 Fans sahen ein 1:1 in Münster, im Rückspiel unterlagen die Preußen mit 1:3. Für die Neuauflage startet der freie Vorverkauf am 5. Juli. Dauerkartenbesitzer und Sponsoren können sich ihre Karten bereits jetzt sichern. ***
VON FLORIAN SCHLECHT ***
06 06 10 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
05.04.2010 17.30 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen Münster: Das Grauen ist zurück ***
Münster - Vermutlich werden die meisten Preußen-Fans angesichts der vielen schwachen Leistungen in dieser Saison gedacht haben, den Tiefpunkt bereits hinter sich zu haben. Doch es geht tatsächlich noch tiefer, im Heimspiel gegen die Spielvereinigung Elversberg kehrte das Grauen zurück. 0:1 verlor der Regionalligist das Heimspiel vor 2676 Besuchern. Nichts, gar nichts ging beim SCP - und es war nicht nur spielerisch ein Offenbarungseid. Auch läuferisch war Münster den soliden Gästen unterlegen. Am Ende nahm Elversberg völlig verdient die Punkte mit. ***
Was ist nur in diese Preußen gefahren? Im Sommer 2010 zogen sie aus, um die Meisterschaft einzufahren. Nun sind sie nur noch eine graue Maus in der Vierten Liga. Ja, wer fürchtet sich noch vor Münster? Es gibt nur eine Antwort: niemand. Gegen Elversberg traten die Probleme des Teams so offen wie selten zuvor zutage. Der SCP ist nicht in der Lage, ein Spiel zu gestalten, geschweige denn es zu dominieren.
Das Übel im Spiel nach vorn beginnt zumeist schon in der eigenen Hälfte. Viele erste Pässe gehen auf dem kurzen Weg zum Abnehmer im Mittelfeld verloren, eine wirklich geradlinige Eröffnung findet nicht statt. Rumpelfußball nannte Franz Beckenbauer dies einmal, gegen Elversberg wurde er von den Preußen in Reinkultur zelebriert. Es war zum Wegschauen.
Preußen-Trainer Marc Fascher machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Heute ging so gut wie nichts. Es war ein rabenschwarzer Tag, sagte er und kündigte alsbald eine interne Analyse der Dinge an.
In den ersten drei Spielen unter Faschers Regie war der SCP ohne Gegentor geblieben. Gegen Elversberg war dieses Vorhaben schon nach acht Minuten erledigt. Nach einem Eckball griff Torhüter David Buchholz daneben, am langen Pfosten bedankte sich Emre Güral und schob zum 0:1 ein. 82 Minuten und die Nachspielzeit blieben den Hausherren, um eine Antwort zu geben. Sie brachten keine auf den Weg. Den großen Rest der ersten Hälfte verbrachten sie in einer Art Schockzustand, in der zweiten kam zwar ein wenig Leben in die Reihen der Adlerträger zurück, zwingende Chancen erspielten sie sich jedoch selten. Erwähnenswert blieb der Kopfball von Massimo Ornatelli in der 82. Minute, der aber Beute des kaum geprüften Gäste-Keepers Matthias Kuhn wurde. Exakt elf Minuten später pfiff Schiedsrichter Andre Wenzel die Partie ab. Das Grauen ist zurück in Münster. Ob es gut oder schlecht ist, dass die Preußen schon am Dienstag wieder auf den Platz müssen (gegen Düsseldorf II) - diese Frage mochte niemand schlüssig zu beantworten. ***
VON WILFRIED SPRENGER, MÜNSTER ***
03 04 10 *** |
 |
|
Datum des Eintrags:
19.12.2009 01.32 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Frostige Punkteteilung: SCP spielt 2:2 gegen Waldhof Mannheim ***
Münster - Das war wenig, das war zu wenig. Noch weiter gerät der SC Preußen Münster ins Hintertreffen in der Fußball-Regionalliga, wenn man sich nun mal am Titelrennen orientiert. Ein Punkt geholt, ein Geschenk des Himmels in der vorletzten Minute war das 2:2 von Nassim Banouas. ***
Der Mannheimer köpfte über seine verdutzten Schlussmann Kevin Knödler ins eigene Tor, der grenzenlose Jubelsturm des Preußen-Anhangs blieb aus. Ein Punkt geholt - nein, nein, zwei Zähler liegengelassen. Das 2:2 (0:2) im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim vor 3108 Zuschauern war ein Schlag ins Kontor.
Die nächste Enttäuschung nach dem 0:2 in Mainz. Nach dem Rückstand zur Halbzeit hat sich die Mannschaft gesteigert. Auch wenn der Ausgleich glücklich fällt, haben wir uns diesen mindestens verdient, meinte SCP-Coach Roger Schmidt wenige Minuten nach Abpfiff.
Der SCP begann passabel, hatte diesen und jenen Angriff. Doch in der Schlitterpartie auf dem spiegelglatten Rasen des Preußenstadions lief Waldhof bald wie auf Kufen - und bei den Gastgebern nix mehr zusammen. Stürmer Wojciech Pollok war allein auf weiter Flur und der ärmste Akteur im Preußen-Dress, weil ihn kaum mal ein Ball überhaupt erreichte.
Der Rest spielte so vor sich hin. Torwart David Buchholz durfte zumindest drei Mal Qualität zeigen, als er große Chancen von Reith (10.), Reule (11.) und Padong (17.) reaktionsschnell entschärfte. Dann schlug das 0:1 ein wie ein Schneeball aus dem Nichts. Nach einem Ballverlust wagte Niklas Ginter aus 35 bis 40 Metern eine Bogenlampe. Die Führung. Buchholz, zuvor bester Preuße, sah dabei schlecht aus, wäre aber ohne den Flüchtigkeitsfehler von Marc-Andre Nimptsch nie in diese Bredouille geraten.
Drei Minuten später dann das 0:2, weil wieder der SCP den Ball im Mittelfeld vertändelte und Daniel Reule (28.) Waldhofs gescheite Spielauffassung zum 2:0 verwertete. Die Antwort der Preußen: keine richtige, zu viel Angst, kaum noch Aktionen, die Elf agierte versteinert. Viele Zuschauer waren auch erstarrt, man fror in der Pause, nicht nur wegen der Temperatur am Nullpunkt.
Widrige Umstände hin oder her, schließlich mussten beide mit den ruppigen Gegebenheiten Einklang finden, aber nach Wiederanpfiff war es nur noch der SCP, der die Musik spielte. Mannheim mischte Beton in der Abwehr an, was bei dieser Kälte durchaus mit Problemen verbunden sein kann. Tatsächlich hatten die Schützlinge von Roger Schmidt nun genügend Torchancen. Auch zum Sieg.
David Lauretta (46.), Mehmet Kara mit einem Pfostentreffer (53.) und im direkten Anschluss Pollok mit der mangelhaften Zweitverwertung vor dem leeren Tor läuteten die Aufholjagd ein. Hätte ich da getroffen, vielleicht hätten wir gewonnen, war Pollok frustriert. Julian Loose (57.) mit einem Aufsetzer traf zum 1:2. Hoffnung.
Bitter, das fühlt sich wie eine Niederlage an, sinnierte Innenverteidiger Orhan Özkara. Und: Jetzt müssen wir am Freitag Kaiserslautern bezwingen und hoffen, dass Saarbrücken und Lotte nicht weiter so durch die Liga marschieren. Ziemlich viele Eventualitäten für einen Schnupperkurs an Platz eins sind das, die Özkara da auf dem Wunschzettel auflistete. Nur so nebenbei: Lotte gewann gestern mit 2:0 beim VfL Bochum 2.
So blieb Münster nur ein kleines Wärmepflaster in bitterkalter Nacht, als in der 89. Minute das Anrennen auf das mit einem Treffer zum 2:2 belohnt wurde. Warm ums Herz wurde von Mannheim bis Münster niemandem damit... ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
15 12 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
15.11.2009 21.15 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen-Signal: 2:0-Erfolg über Spitzenreiter Lotte ***
Münster - Der SC Preußen Münster hat ein Signal mit großem Klang ausgesendet. Durch den 2:0 (1:0)-Heimsieg über Spitzenreiter SF Lotte zeigte die Elf von Trainer Roger Schmidt eine wichtige Reaktion. Im Falle einer Niederlage wäre der Rückstand auf gewaltige zwölf Zähler angewachsen, doch Münster zeigte punktgenau die vielleicht beste Saisonleistung. ***
In einem wichtigen Spiel haben wir die entscheidenden Tugenden auf den Platz gebracht. Das müssen wir Sonntag für Sonntag bringen, dann können wir um die Meisterschaft mitspielen. Sechs Zähler beträgt die Differenz immer noch, aber vor 5038 Zuschauern unterstrich der SCP durch die Treffer von Mehmet Kara und Massimo Ornatelli seine durchaus vorhandenen Qualitäten. Lotte verlor am 14. Spieltag erstmals, die Superserie ist beendet.
Der Sieg von Münster geht in Ordnung. Am Ende hat es der SCP souverän gemacht. Aber ich muss das noch einmal betonen, was für eine fantastische und großartige Leistung das in dieser Saison bislang von Lotte war, erklärte SF-Coach Maik Walpurgis nach der Begegnung. Zum vierten Mal in diesem Jahr allerdings gewann Münster das Westfalenderby, zwei Siege im Westfalenpokal, zwei Erfolge in der Meisterschaft, die Preußen sind wohl der Angstgegner des Tabellenführers. Der letzte Triumph dürfte dann der schönste für Münster sein, weil sich der ambitionierte Regionalligist wieder halbwegs vernünftig in Position gebracht hat. Der Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga ist für Münster noch nicht beendet. Durchatmen.
In einer intensiven Partie kam nach einer Viertelstunde Schwung ins Spiel. Lottes Vorteile glich der SCP durch Zweikampfverhalten und Willen aus. Ein Kopfball von Marc Lorenz (22.) nach Flanke von Massimo Ornatelli eröffnete den aggressiven Schlagabtausch. Vier Minuten später tanzte Mehmet Kara die gesamte Lotter Abwehr aus und traf zum 1:0, ein fußballerischer Geistesblitz des wieder spielfreudigen Türken. Ein mißglückter Heber von Marcus Fischer (31.) sowie ein Lattentreffer von Benjamin Wingerter (40.) waren die Antworten der Gäste. Doch auch der SCP hatte noch Chancen auf einen weiteren Treffer durch Ornatelli (35.) und Marc Lorenz (37.).
Nach dem Wechsel dominierten praktisch nur noch die Hausherren. Es war vielleicht der einzige Vorwurf, den man der Schmidt-Elf machen konnte, dass die zahlreichen Offensivaktionen nicht frühzeitig zu einem guten Ende, sprich Tor Nummer zwei, geführt wurden. Und so musste noch einmal gebangt werden, als Marcus Fischer einen der wenigen Lotter Angriffe (70.) gefährlich aufs Preußen-Tor köpfte, doch SCP-Schlussmann David Buchholz lenkte mit den Fingerspitzen den Ball an die Latte. Fast im Gegenzug traf Massimo Ornatelli (71.) zum 2:0. Längst hatte sich der SC Preußen diesen Vorsprung verdient. Der Rest war Schaulaufen, Münster ist wieder zurück im Rennen um Platz eins.
Einzig negativer Aspekt der Begegnung war der Ausfall von Michael Erzen, der nach 18 Minuten mit dem Verdacht auf eine Innenbandverletzung ausgetauscht werden musste. Ihm droht eine mehrwöchige Pause. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
07 11 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
01.11.2009 20.47 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Leichtfertig den Sieg verschenkt ***
Münster - Wie, um Himmels willen, konnte der SC Preußen Münster dieses Spiel nicht gewinnen. ... So einfach wie in der Bay-Arena wird es einer Mannschaft selten gemacht, einen Sieg abzugreifen. Wie also nur, welchen Grund gab es, dass der SCP mit 0:1 bei der zaghaften, zahmen und zahnlosen Bayer-Reserve verlor? ***
Auf den ersten Blick war es ein wirklich grandioser Freistoß von Björn Kluft, der nach 52 Minuten im Tor der Gäste einschlug wie ein Blitz, der das Spiel in ein Resultat goss. Nur so was wirft in der Regel eine Spitzenmannschaft nicht aus der Bahn, außer sie trägt ein Virus namens Schlendrian in sich. Und der fußballerische Impfschutz wirkt in Westfalen nicht Tag und Nacht, Woche für Woche bei Schmidts Schützlingen, Symptome dieser Krankheit traten in Leverkusen mal wieder hervor.
Trainer Roger Schmidt wanderte nach dieser Begegnung allein und an einem Keks knabbernd in den weitläufigen Katakomben des Fußball-Tempels unruhig hin und her. Dann sprach er vermutlich nicht alles aus, was ihn bewegte. Aber zumindest das: Das Spiel darf man nicht verlieren, sondern wir müssen es klar gewinnen. Schlimmer geht es nicht. Glücklicherweise sprach er nicht über Glück und Pech, sondern über Entschlossenheit und Willen, um die Pleite zu erklären. Teammanager Carsten Gockel erinnerte sich an die ersten beiden Saisonniederlagen gegen Kaiserslautern und Mainz, als der SCP ordentlich spielte, dann aber doch den Sieg mangels Zielstrebigkeit verschluderte. Leverkusen sah eine Kopie davon.
Dabei schien Bruder Leichtfuß ausgetrieben aus den Köpfen der Preußen. Sieben Partien (17 Punkte) war der Fußball-Regionalligist ungeschlagen und rückte ins obere Tabellendrittel vor. Auch weil die Schmidt-Elf einen Mix aus Kampfkraft, Spiel-Organisation und Effizienz im Abschluss gefunden hatte. Aber vor allem, weil jeder für den anderen da, Hingabe zu spüren war. Zuletzt beim Gastspiel bei RW Essen, als Münster in Nachspielzeit das 1:1 markierte, bröckelte davon schon etwas, als die Anlaufzeit zu einem wirklich engagierten Auftritt über eine Halbzeit auf sich warten ließ.
In Leverkusen entwickelte sich ein eigenartiges Spiel. Von den Hausherren gab es nichts zu berichten., außer das die Verteidigung einigermaßen stand. In der Vorwärtsbewegung dagegen keine Chancen, kaum Offensivaktion: Harmlos, harmloser, Leverkusen. Das muss man wohl sagen, dass unser Sieg glücklich war, erklärte Ex-Nationalspieler und Trainer Ulf Kirsten grinsend, ihm wars einerlei. Münster hatte die Partie im Griff. Franz Beckenbauer pflegt in solchen Fällen von gefühlten 94 Prozent Ballbesitz zu sprechen.
Münsters Überlegenheit war zumindest groß, unter dem Strich kam nichts dabei heraus, nur der Schock bleibt. Vor dem Wechsel war es Wojciech Pollok (25.), der an einem Pass von Marc Lorenz vorbeirutschte. Ein traumhaftes Anspiel von Mehmet Kara (38.) konnte Massimo Ornatelli nicht verwerten. Dazu gab es einige vielversprechende Angriffe ohne Abschluss.
Nach dem Rückstand aus der 52. Minute - im Übrigen resultierend aus einem unberechtigten Freistoß, als Marc Lorenz regelgerecht Sevdail Selmani am Strafraum getackelt hatte - agierte der SCP dann endlich mit Biss. Erst als wir mit dem Rücken zur Wand standen, war richtig Zug drin. Das Potpourri der Chancen hätte für einen Erfolg immer noch reichen können, hier ein Auszug: Lorenz, Pfostentreffer Bakalorz, Erzen, Pollok, El-Nounou, Kara, Wissing - alles bestes Material zu Torerfolgen. Es sollte nicht sein. Die Passion, die Leidenschaft der letzten 30 Minuten hätten sich die Preußen-affinen Anhänger von der ersten Minute an gewünscht. Vielleicht war das die strenge Strafe für eine Stunde Dienst nach Vorschrift. Eine Spitzenelf darf sich so viel Larifari halt nicht erlauben. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
01 11 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
26.10.2009 22.22 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Last-Minute-Pollok - SCP zum 1:1 in Essen ***
Essen - Glückliche Preußen, Essen trägt Trauer, dabei wurden die Punkte geteilt. Am Ende hieß es 1:1 im Westderby der Fußball-Regionalliga zwischen den Gästen aus Münster und den Hausherren, die vor 10022 Zuschauern an der Hafenstraße über weite Strecken wie der sichere und verdiente Sieger aussahen. ***
Sascha Mölders (48.) mit seinem achten Saisontor traf zum 1:0, der eingewechselte Wojciech Pollok egalisierte erst in der Nachspielzeit zum 1:1. Allerdings wuchs der Rückstand des SC Preußen auf Spitzenreiter SF Lotte wieder auf sechs Zähler an, weil Ex-Preuße Marcus Fischer zum 1:0-Auswärtserfolg bei Eintracht Trier traf. Wir müssen im Moment nur auf uns schauen, so ein Rückstand wie wir ihn schon hatten, ist nicht in vier Wochen aufgeholt. Jetzt wollen wir in Leverkusen bestehen und anschließend Lotte im Heimspiel drei Punkte abnehmen, sagte Trainer Roger Schmidt. Und, so der 42 Jahre alte Preußen-Trainer weiter: Wir haben nicht optimal gespielt in Essen, fußballerisch können wir mehr, aber am Ende war das Remis aus meiner Sicht verdient.
Essen gegen Münster war ein packendes Derby vor stimmungsvoller Kulisse, aber vor allem diktierte RWE zunächst das Geschehen. Auch, weil die Gastgeber mehr Zweikämpfe gewannen und stets präsent waren, wenn irgendetwas passierte. Ein Tor von Sascha Mölders (3.) wurde aberkannt, weil er SCP-Schlussmann David Buchholz unfair gerempelt hatte. Sebastian Zinke (11.), Markus Neumayr (16.) und erneut Mölders (35.) hatten beste Chancen zum 1:0. Der SCP erwachte erst spät vor der Pause und hatte durch Jens Wissing (36.) und im direkten Anschluss durch einen Kopfball von Julian Loose, der erst auf der Torlinie von Zinke geklärt wurde, aussichtsreiche Möglichkeiten. Es war schmeichelhaft für Münster, als es torlos in die Pause ging.
Nach dem Wechsel war Mölders zur Stelle nach 48 Minuten, auch in dieser Szene wirkten die Preußen in ihrer Gesamtheit zu lax. Dies war ein Rückstand auf Ankündigung. Essen hatte wesentlich mehr investiert dafür, wirkte engagierter, weil es die Preußen ihrerseits mit der taktischen Disziplin nicht ganz genau nahmen. Eins kam zum anderen, Stück für Stück hatte sich RWE die Führung verdient.
Doch es spricht für die Moral des SCP, der zuvor in sechs Spielen (16 Punkte) nicht verloren hatte, dass sich die Dinge noch zum Guten wendeten. Selbst einen Lattentreffer von Mölders (71.) verdauten die Schmidt-Schützlinge. Jens Wissing (61.) und Mehmet Kara (75.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß, steigerten sich, übernahmen die Regie, doch es dauerte bis zur Nachspielzeit, bis zur letzten und siebten Ecke, ehe das 1:1 wie der Gewinn der Meisterschaft vom Preußen-Anhang bejubelt werden konnte. Wissing schoss die Ecke, Jens Grembowietz verlängerte per Kopf, der aufgerückte Torwart David Buchholz wagte sich an einen Fallrückzieher, Mehmet Kara passte quer, Marvin Bakalorz schoss und Wojciech Pollok gab dem Ball die entscheidende Richtung - Essens überragende Zweikampfbilanz hatte in dieser Kettenreaktion keinen Bestand mehr, RWE kam nicht mehr an den Ball. Das Beste hatten sich die Preußen für den letzten Moment aufgespart. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
23 10 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
09.08.2009 14.54 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Mainz
http://www.mainz05.de
| |  | *** 08.08.09 : 2. Mannschaft ***
Gelungener Start für die Zweite: Sieg beim Titelfavoriten ***
Sensationeller Saisonstart für die zweite Mannschaft der 05er: Am Freitagabend setzte sich das Team von Peter Neustädter überraschend 2:1 (0:1) beim Titelfavoriten Preußen Münster durch. Der Sieg vor 3.500 Zuschauern war ohne Frage glücklich und eine Last-Minute-Punktlandung. Berücksichtig man jedoch die Umstände der Vorbereitung, so bleibt am Ende nur ein großes Kompliment für die Mainzer U23.
Durch die Verletzungsmisere bei den Profis konnte sich das Team in der Vorbereitung nur sehr eingeschränkt einspielen. Benjamin Kessel, Viktor Riske, Christian Telch und Hasan Kaldirim absolvierten beinahe die komplette Vorbereitung bei den Profis, der eine oder andere Spieler mehr half bei den Testspielen der Profis aus. Die Anfangsphase der Partie in Münster schien daher so manche Befürchtung zu bestätigen. Preußen Münster drückte mächtig aufs Tempo und hätte zur Pause durchaus mehr Treffer erzielten können als jenen durch Wojciech Pollok in der zehnten Minute.
Die Pause kam den 05ern gerade rechtzeitig zum Verschnaufen. Und sie setzten direkt den ersten Nadelstich. Als Preußen-Keeper David Buchholz eine Flanke prallen ließ, war Hasan Kaldirim zur Stelle und erzielte das 1:1. Die Partie war nun ausgeglichen und die Mainzer hätten schon mit dem einen Zähler gut leben können. Doch warum nicht drei schnappen, wenn möglich? Christian Grimm nahm in der Schlussminute einen abgewehrten Ball an der Strafraumgrenze direkt und sorgte für ausgelassene Partystimmung bei den kleinen 05ern. ... ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
09.08.2009 14.46 |
 |  |  | | | DFB-Pokal Preussen - Hertha in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** DFB-Pokal: Hertha schrammt knapp an Blamage vorbei - 3:1 gegen Preußen ***
Münster - Hertha BSC hat seine Pflichtaufgabe zum Saisonauftakt erfüllt, schrammte auf dem Weg in die zweite Runde des DFB-Pokals aber nur knapp an einer Blamage vorbei. Am Samstag setzte sich der Fußball-Bundesligist erst in der Verlängerung mit 3:1 (1:0, 1:1) beim West-Regionalligisten Preußen Münster durch. Im mit 18 200 Zuschauern ausverkauften Preußenstadion waren der Brasilianer Raffael (23./119.) und Waleri Domowtschiski (118.) für die Gäste erfolgreich. Marc Lorenz (53.) traf für Münster. ***
In einer hektischen Partie ließ der Favorit aus Berlin, bei denen Trainer Lucien Favre mit Stürmer Artur Wichniarek nur einem Neuzugang in die Startaufstellung berufen hatte, zunächst jeden Offensivdrang vermissen und leistete sich viele Fehler im Spielaufbau. Stattdessen gaben die viertklassigen Amateure den Takt an. Die Münsteraner, die zuletzt 1990 in die zweite DFB-Pokal- Hauptrunde eingezogen waren, überzeugten nicht nur durch kämpferischen Einsatz, sondern präsentierten sich auch spielstark und erarbeiteten sich Torchancen. Marc-Andre Nimptsch (5.) und Julian Loose (13.) verfehlten schon in der Anfangsphase nur knapp.
Effektiver trumpften die Berliner auf. Den ersten präzisen Angriff nutzte Raffael mit einem Schuss aus 15 Metern, bei dem Preußen-Keeper David Buchholz keine gute Figur machte, zum 1:0. Sicherheit gab die Führung der Favre-Elf aber nicht. Auch in der Folgezeit stellte Münster das engagiertere Team. Doch vor dem Tor von Hertha- Schlussmann Jaroslav Drobny agierten die Münsteraner nicht konsequent genug.
Auch im zweiten Durchgang scheute der Bundesligist weiter das Risiko und wurde prompt bestraft: Lorenz gelang mit einem Freistoß aus 25 Metern der verdiente Ausgleich. Erst nach diesem Rückschlag intensivierte Hertha BSC seine Angriffsbemühungen und hatte Glück, als der Preußen-Stürmer Wojciech Pollock nach einem Konter an Drobny scheiterte (61.). Allerdings hatte auf der Gegenseite Domowtschiski (87./90.) die Entscheidung schon auf dem Fuß, scheiterte aber Bucholz. Treffsicherer war der Bulgare erst in der Verlängerung, als er zwei Minuten vor Spielende das vorentscheidende 2:1 erzielte. ***
01 08 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
20.06.2009 23.06 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Der letzte Vorhang ***
Lotte - Sie haben das Beste daraus gemacht an diesem 34. und letzten Spieltag der neuen Regionalliga West. Mehr war nicht möglich als dieser 2:1-Auswärtserfolg des SC Preußen Münster im Westfalen-Derby bei den Sportfreunden Lotte. Und mehr als Rang vier konnte am Ende auch nicht mehr herausspringen für die Elf von Trainer Roger Schmidt. Doch wesentlich war, dass sich der ambitionierte Traditionsclub aus Münster beim Abgesang der Spielzeit 2008/09 teuer und redlich verkauft hat. ***
Kein Larifari-Kick war das, sondern eine resolute und engagierte Vorstellung. Der letzte Eindruck, der oft hängen bleibt, ist ein positiver. So kann die dreiwöchige Inaktivität der Adlerträger und die nun zweimonatige Spielpause vor dem Großangriff auf die Meisterschaft emotional gefestigt angegangen werden. Wir können mit der Saison zufrieden sein, wir haben alle unsere Ziele erreicht. Wir sind Vierter und damit im oberen Tabellendrittel angekommen, haben den Westfalenpokal gewonnen und stehen in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals, sagte Trainer Schmidt nach dem Showdown.
Soweit so gut, aber in und um Münster will man sich damit nicht begnügen. Schmidt hat die Schwachstellen längst verifiziert: Uns fehlt die Konstanz, auch zum Abschluss gegen Lotte hätten wir es uns einfacher machen und früher die Entscheidung herbeiführen können.
Noch einmal ordentlicher Fußball, keine der beiden Parteien schenkte der anderen etwas leichtfertig. Münster war dabei die offensivere und besser organisierte Elf. Lotte agierte tatsächlich so, als ob die Akkus bereits im roten Bereich liefen, bemüht ja, aber der letzte Impuls fehlte. Und so war es ein verdienter Erfolg der Adlerträger, die vor der Pause durch Marius Sowislo (21.) in Führung gingen. Michael Erzen hatte sich förmlich durch vier, fünf Zweikämpfe gewühlt, um dann den 1a-Pass auf Sowislo zu spielen, der mit einem Lupfer den Ex-Preußen Andre Poggenborg überwand. Zehn Sekunden nach der Pause vergab Mehmet Kara aus wenigen Metern das 2:0, Lottes postwendende Antwort war der Ausgleich durch Ugur Birdir - es war die erste und einzige Chance der Hausherren vor 1819 Zuschauern.
Doch dann kam Jens Wissing. Der Linksverteidiger drosch mit dem rechten Fuß den Ball nach Rückpass von Kara ins Tor. Da gab es fast kein Halten mehr. Der 21-Jährige drehte ab und fast durch ob der Freude, erst an der Mittellinie stellte ihn die Meute der Preußenspieler zum Jubel. Da hatte sich einiges angestaut in den letzten zwei Jahren. Jetzt ist es nur Freude pur, strahlte der 21-Jährige über sein erstes Tor in der SCP-Erstvertretung. Vor fast genau zwei Jahren hatte er als A-Junior ausgerechnet in Lotte debütiert, er spielte zur Probe vor, Münster verlor mit 0:1, aber Wissing wurde flugs zur unverzichtbaren Stammkraft. Nun endlich hat es mit dem ersten Tor geklappt.
Aber der Jubelsturm trug Wissing nicht ganz - wie abgesprochen - zu Michael Joswig. Wieso Joswig? Tatsächlich gewährte Preußen-Coach Schmidt dem 32-Jährigen ein Abschiedsspiel im Tor. Der Rauch hatte sich gelegt, nachdem die Beendigung der dreijährigen Zusammenarbeit vor einigen Wochen für reichlich Wirbel gesorgt hatte. Samstag morgen verkündete Schmidt seine Entscheidung: Joswig war ein letztes Mal die Nummer eins beim SCP. Insgeheim hatte ich gegen Dortmund darauf gehofft. Im Spiel war ich konzentriert und habe nicht an die Trennung gedacht, nach dem Spiel habe ich gekämpft. Gekämpft mit den Tränen, Joswig geht mit schwerem Herzen, aber die Entscheidung der sportlichen Leitung ist unwiderrufbar. Also ein letzter Gruss in Lotte, ein letzter Sieg, die Preußen und allen voran Michael Joswig haben die Saison ordentlich zu den Akten gelegt. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
07 06 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
01.06.2009 18.14 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Nur 2:2 - Preußens Mut wird nicht belohnt ***
Münster - Im letzten Saison-Heimspiel kam der SC Preußen Münster vor 6035 Zuschauern zu einem 2:2 (0:0)-Unentschieden gegen die U 23 von Borussia Dortmund. Aus Sicht der Preußen standen Aufwand und Ertrag in einem Missverhältnis, denn die Schützlinge von Trainer Roger Schmidt investierten viel, besaßen größere Spielanteile und hatten nach Treffern von Michael Erzen (50.) und Mehmet Kara (60.) den Sieg bereits vor Augen. Doch nach zwei Standardsituationen kamen die Dortmunder durch Treffer von Daniel Gordon (74.) und Uwe Hünemeier (89.) noch zu einem 2:2-Remis. Das reichte den Gästen, um die Meisterschaft in der Regionalliga West unter Dach und Fach zu bringen. ***
Während die Elf von Trainer Theo Schneider nach dem Schlusspfiff die Meisterfeier einläutete, stand den Preußen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, denn ihre engagierte, mutige Leistung blieb letztlich unbelohnt. Wir hätten den Sieg verdient gehabt, denn wir waren die deutlich bessere Mannschaft, befand Preußens Trainer Roger Schmidt hinterher.
Während die Dortmunder den Aufstieg in die dritte Liga bejubelten, herrschte in Cloppenburg (1:2 gegen Schalke 04 II) und Kleve (1:4 gegen Bayer Leverkusen II) Trauer. Beide Vereine stehen nach ihren Heimniederlagen als Absteiger in die fünfte Liga fest. Wormatia Worms hat trotz eines 3:2-Heimsieges gegen SF Lotte nur noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt. ***
SC Preußen: Buchholz - Ornatelli, Capretti, Ivicevic, Wissing - Matlik, Lauretta, Kara, Loose (83. Seggewiß) - Sowislo, Erzen (90. Pereira Wilson). - Borussia Dortmund II: Focher - Koch, Hünemeier, Gordon, Hillenbrand (58. Hille) - Piossek (67. Oscislawski), Vrancic, Öztekin, Tyrala - Ginczek, Kullmann (72. Boztepe). - Schiedsrichter: Dankert (Rostock). - Zuschauer: 6035. - Tore: 1:0 Erzen (50.), 2:0 Kara (60.), 2:1 Gordon (74.), 2:2 Hünemeier (89.). - Gelbe Karten: Matlik, Wissing - Öztekin, Gordon. - Beste Spieler: Loose, Ivicevic, Lauretta - Öztekin, Vrancic, Hünemeier. ***
30 05 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
10.05.2009 18.26 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Mönchengladbach
http://www.borussia.de
| |  | ***
08.05.2009 ***
Auswärtssieg in Münster ***
Am heutigen Freitagabend gewann Borussias U23 das vorgezogene Regionalligaspiel Nummer 29 bei Preußen Münster verdient 1:0.
Wenn ein Trainer nach der Partie sagt, dass er rundum zufrieden war, hat nicht nur das Ergebnis gestimmt. Im Falle von Horst Wohlers und seiner U23 trifft dies auf den heutigen Tage definitiv zu. Der Coach des VfL war dabei nicht nur mit dem Resultat zufrieden: Wir hätten sogar noch höher gewinnen können. Hier und heute war auch ein 3:0 oder 4:0 möglich. Dass es am Ende nur ein 1:0-Sieg wurde, störte hinterher keinen, immerhin ging es gegen einen der Aufstiegsfavoriten vor der Saison Preußen Münster. Ein super Erlebnis für meine Jungs, so eine Kulisse, ein Flutlichtspiel und dann gegen eine so eine starke Mannschaft wie Preußen Münster zu gewinnen einfach klasse.
Die Borussen waren über die gesamte Spielzeit das aktivere und auch spielbestimmende Team und gingen in der 26. Minute nacheiner schönen Ecke von Christian Schlösser durch Mittelfeldmann Mirhudin Kacar per Kopf in Führung. In der Folge ergaben sich für die Fohlen immer wieder Kontermöglichkeiten, Moses Lamidi hatte bei einem Lattenschuss großes Pech. Dennoch war der Sieg auch in der Schlussphase nicht mehr ernsthaft in Gefahtr, zu sicher stand die Borussen-Verteidigung. Dank des Sieges klettert Borussias U23 zumindest kurzfristig auf den neunten Rang und hat nun 41 Zähler auf der Habenseite. ***
Tore: 0:1 Kacar (26.). ***
Zuschauer: 3554. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
10.05.2009 18.15 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** SC Preußen gewinnt 2:1 in Kleve ***
Kleve - Die Preußen haben das Ruder noch ein mal herumreißen können und gewannen gestern Nachmittag beim FC Kleve mit 2:1. Nach dem 0:1-Rückstand durch Podszus (19.) erzielte Massimo Ornatelli in der 68. Spielminute das 1:1. Ausgerechnet, denn Ornatelli hatte den Rückstand maßgeblich begünstigt. Nach einer Leistungssteigerung traf Weller zum 2:1 in der 76. Minute. ***
Der Preußen-Angreifer war nach einem zu kurz abgewehrten Schuss von Marvin Bakalorz zur Stelle. Die Gastgeber aus Kleve waren nun stehend k.o. Das galt nicht für einige unbelehrbare Preußen-Fans, die sich Mitte der zweiten Halbzeit untereinander einige Handgreiflichkeiten lieferten. Ordnungshüter sorgen jedoch schnell wieder für Ruhe. ***
01 05 09 ***
|
|
Datum des Eintrags:
28.04.2009 17.43 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Mainz
http://www.mainz05.de
| |  | *** 27.04.09 : 2. Mannschaft ***
05 II mit souveränem 4:0 gegen Münster ***
Die Amateure des 1. FSV Mainz 05 fuhren am vergangenen Wochenende den siebten Sieg im zehnten Rückrundenspiel ein und sind damit weiterhin noch vor dem Tabellenführer der Regionalliga West, Borussia Dortmund II, das beste Team der Rückserie. Gegen Preußen-Münster überzeugte man mit einem 4:0-Auswärtssieg, der insbesondere auf das Konto des für den verletzten Aleksandar Petreski in die Startelf gerückten Khaibar Amani geht der Stürmer erzielte drei Tore, eher er in der 55. Minute wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit den roten Karton sah. Der Platzverweis war übertrieben, kommentierte Trainer Peter Neustädter die frühe Dezimierung seiner Elf in der Mainzer Allgemeinen Zeitung, freute sich aber über die drei Tore seines Schützlings. Khaibar hat sich das verdient. Er hat hart an sich gearbeitet und seine Chance genutzt.
Die kleinen 05er sind bereits nach Minute sieben per Foulelfmeter in Front gegangen, Mario Vrancic verwandelte den nach einem Foul von Münster-Keeper David Buchholz an Nejmeddin Daghfous fälligen Strafstoß souverän. Beflügelt von dem frühen Tor spielten die Mainzer auf und legten drei Minuten später mit dem ersten Amani-Treffer nach. In Minute 20 fiel das 3:0, welches den Traumstart der Neustädter-Elf abrundete. Das letzte Tor der Partie viel fünf Minuten nach Beginn des zweiten Durchgangs erneut durch Amani. Da war das Spiel endgültig entschieden und wir wussten, dass da nichts mehr anbrennt, so Neustädter gegenüber der Mainzer Allgemeinen, die Jungs haben von Anfang an Vollgas gegeben und die taktischen Vorgaben perfekt umgesetzt. Es hat richtig Spaß gemacht, zuzuschauen. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
23.04.2009 17.51 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Essen
http://www.rot-weiss-essen.de
| |  | *** Aktuell: 19.04.2009 ***
RWE kassiert gegen Preußen Münster 0:4-Heimpleite ***
Das tat weh. Ausgerechnet im Traditions-Derby gegen Preußen Münster musste Rot-Weiss Essen am 26. Spieltag in der Regionalliga West beim 0:4 (0:1) die höchste Saison-Niederlage hinnehmen. Vor 8.351 Zuschauern legte RWE eine vielversprechende Anfangsphase hin, verlor jedoch nach dem überraschenden 0:1-Rückstand durch einen Treffer Julian Loose (26.) total den Faden und wurde in der zweiten Halbzeit klassisch ausgekontert. Michael Erzen (60.) sowie die beiden eingewechselten Marius Sowislo (79.) und Massih Wassey (90.) machten die höchste Essener Saison-Niederlage perfekt.
Auch Thomas Strunz, Geschäftsführer Sport bei den Rot-Weissen, zeigte sich enttäuscht: Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass wir nicht in der Lage sind, über 90 Minuten eine konstant gute Leistung abzurufen. Es reicht immer nur für gute Phasen. Aber das ist insgesamt zu wenig. Gegen Münster ist nach 25 Minuten alles über Bord gegangen, was uns vorher ausgezeichnet hatte.
Preußen-Trainer Roger Schmidt, der mit seiner Mannschaft den vierten Tabellenplatz gefestigt hat, strahlte nach dem deutlichen Auswärtssieg über das ganze Gesicht: Es war ein verdienter Sieg, der für unsere Fans eine große Bedeutung besitzt. Wir haben die Tore immer genau zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Kein Wunder, dass die mehr als 2.000 mitgereisten Preußen-Fans begeistert waren.
Die Rot-Weissen erwischten einen ausgezeichneten Start in die Begegnung, schnürten die Preußen in der Anfangsphase regelrecht in der eigenen Hälfte ein. So zwang Markus Neumayr den Münsteraner Schlussmann David Buchholz mit einem 18-Meter-Freistoß zu einer Glanzparade. Nach einer Kopfballvorlage von Markus Kurth zog Sascha Mölders sofort aus der Drehung ab und verfehlte den Preußen-Kasten aus 16 Metern ganz knapp. Da wäre Buchholz sicher machtlos gewesen. Wenig später war es erneut Neumayr, der nach einem Solo zum Abschluss kam. Der Ball wurde jedoch zur Ecke abgefälscht.
Die Gäste dagegen nutzten eiskalt ihre erste echte Chance. Einen blitzschnellen Konter über Michael Erzen schloss Julian Loose mit einem platzierten Flachschuss ab 0:1 (26.). Nur wenig später Glück für RWE: Nach Vorarbeit des eingewechselten Marius Sowislo, der für den verletzten Jerome Assauer ins Spiel gekommen war, konnte Arthur Matlik aus etwa acht Metern freistehend abziehen. Der Ball ging jedoch drüber. RWE hatte in dieser Phase total den Faden verloren, wirkte nach dem Rückstand geschockt. Bis zur Pause blieb es jedoch beim 0:1.
Insgesamt war RWE gegen die gut gestaffelten Preußen aber viel zu harmlos.
Dafür nutzten die Gäste ihren Spielraum brutal aus und nutzten ihre Chancen eiskalt. Beim 0:2 (60.) traf Joker Marius Sowislo zwar erst den Pfosten, doch Michael Erzen staubte ab. Damit war die Partie endgültig gelaufen. Doch es kam für RWE noch schlimmer. Beim 0:3 (79.) konnte Dennis Bührer den starken Marius Sowislo nicht stoppen. Der Preußen-Stürmer spielte dann auch noch André Maczkowiak aus - und schob ein. Der ebenfalls eingewechselte Nachwuchsspieler Massih Wassey setzte mit dem 4:0 (90.) den Schlusspunkt. Viele RWE-Fans sahen diesen Treffer nicht mehr, weil sie das Stadion schon verlassen hatten.
RWE-Neuzugang Mike Wunderlich sparte später nicht mit Selbstkritik: Nach einem solchen Auftritt sind wir alle absolut ratlos. Wir nehmen uns so viel vor und kriegen es nicht hin. Die nächste Gelegenheit, ein anderes Gesicht zu zeigen, besteht am kommenden Samstag (25. April, 14.00 Uhr) im Auswärtsspiel beim SC Verl. ***
Preußen Münster: Buchholz - Ornatelli, Capretti, Özkara, Wissing - Loose (62. Bakalorz), Matlik, Lauretta, Kara (78. Wassey) - Erzen, Assauer (31. Sowislo) ***
Tore: 0:1 Loose (26.), 0:2 Erzen (60.), 0:3 Sowislo (79.), 0:4 Wassey (90.). - Schiedsrichter: Schempershauwe (Hildesheim). - Zuschauer: 8.351. - Gelbe Karten: Kotula, Matlik. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
23.04.2009 17.40 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Essen null - Münster vier ***
Essen - Es war kaum auszuhalten. Vielleicht geht dieser 19. April 2009 als eine Art Feiertag in die Preußen-Historie ein. Tatort Georg-Melches-Stadion, es war um 16.48 Uhr, als nach dem Abpfiuff von Referee Stefan Schempershauwe für den Moment alles geklärt war. Während die Anhänger des Gastgebers bereits während der Schlussphase in Scharen die Stätte der Schmach verließen, übernahm die grün- weiß-schwarze Fraktion die Hafenstraße. Essen null, Münster vier. Was war da denn los? Wie konnte das geschehen? Und wann wird der SC Preußen wieder einen solchen Erfolg beim Erzrivalen landen können? ***
Möglicherweise bleibt das über Jahrzehnte ein Unikat. Seit den glorreichen Oberliga-Zeiten in den 50er Jahren war es dem SCP nicht mehr gelungen, Hin- und Rückspiel einer Saison gegen RWE zu gewinnen. Nie zuvor konnte der SCP so deutlich dabei den Auswärtsauftritt gestalten, acht Jahre lag der letzte Erfolg in Essen zudem zurück. Nach dem schon begeisternden 3:1 im ersten Aufeinandertreffen folgte gestern das euphorisierende 4:0. Es gab nichts zu mäkeln oder zu kritisieren, das wäre auch kleinkariert nach diesem Triumph. Es passte alles zusammen. Das ist sehr schön, gleich zwei Mal in einer Saison gegen Essen zu gewinnen. Wir haben uns aufs Spiel konzentriert, alles drumherum ausgeblendet und gezeigt, dass wir in der Lage sind, fußballerisch eine gute Leistung zu bringen, resümierte Trainer Roger Schmidt. Der Mythos RW Essen, und dass sich der SCP gegen den Ruhrgebietsclub stets unsagbar schwertut, wurde in dieser Saison vom Tisch gewischt. Essen ist Spitzenreiter in der Fußball-Regionalliga - aber einzig in Sachen Zuschauerresonanz, weil nach dem 14. Heimauftritt nun 105654 Zuschauer gezählt wurden. Ansonsten hinkt die Elf von Trainer Ernst Middendorp der Spitze weit hinterher und taucht in der Mittelmäßigkeit ein.
Das ist mehr als nur ein positives Signal für unsere Anhänger. Sie dürfen sich auf den Rest der Saison und auf das wichtige Pokalspiel gegen den SC Paderborn mit der neuen Tribüne freuen. Die Mannschaft ist wieder richtig gut in Fahrt gekommen ist, analysierte SCP-Präsident Dr. Marco de Angelis zunächst noch unterkühlt, obwohl der Kantersieg gerade erst drei Minuten alt war. Um dann den besonderen Augenblick dieses Erfolges doch noch zu erhöhen: Das ist ein wirklich gutes Signal, zumal es in den letzten Wochen doch einige Kritik an der Mannschaft gab. Sie kann stolz auf diese Leistung sein. Fraglos wird dieses 4:0 einen Platz in der Vereinschronik erhalten.
Acht Spieltage vor Saisonschluss nistet sich der SCP fest in der Spitzengruppe ein. Aber neun Punkte beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund II, der im Übrigen am vorletzten Spieltag nach Münster kommt. Doch nach dem zweiten Auswärtssieg in Serie wagten sich ein, zwei preußen-affine Desperados aus der Deckung und deuteten auf die Tabelle und Rang eins. Geht da noch was?
Theoretisch ja, zumal der Übermut nach der Gala von Essen irgendwie ansteckend ist. Trainer Roger Schmidt grinste gestern nur breit bei der Frage nach der Meisterschaft. Er hat die saisonalen Höhen und Tiefen noch vor Augen, letztlich wurden in Essen auch nur drei Punkte geholt. Nur, vielleicht mit einem gewagten Seitenblick zum Bundesliga-Spitzenreiter nach Wolfsburg und dessen zehnteiliger Siegesserie, ließ sich Schmidt zu einer eulenspiegelhaften Voraussage hinreißen: Wenn wir uns noch um einen Platz verbessern, ist das ein Ziel. Zwei Plätze nach vorne zu rücken wäre toll. Würden es drei werden, wäre das kaum auszuhalten. Münster ist - noch - Vierter. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
19 04 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
17.04.2009 20.56 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Riesenaufwand für drei Punkte -
Preußen Münster siegt 1:0 beim SC Verl ***
Verl - Also doch, der SC Preußen Münster kann in der Fremde noch gewinnen. Endlich, das 1:0 beim SC Verl beendete eine lange Durstrecke der Elf von Trainer Roger Schmidt. Der zweite Auswärtserfolg der Saison war nach dem Treffer von David Lauretta in der 60. Minute perfekt. Ich bin sehr zufrieden. Wir haben ein sehr schönes Auswärtsspiel gewonnen. Allerdings mussten wir einen Riesenaufwand fahren, um die drei Punkte zu holen. Der Sieg hätte deutlicher ausfallen müssen, fasste Trainer Roger Schmidt nach dem Triumph im Stadion an der Poststraße in Verl die Angelegenheit zusammen. ***
Während auf dem Rasen hier und da einige Gänseblümchen blühten, ging es nicht nur während des Westfalen-Derbys, sondern auch im Anschluss wenig floral zur Sache. Roger Schmidt knallte seinem Widerpart Mario Ermisch deutliche Worte an den Kopf: Er teilt unglaublich aus, das ist unterste Schublade, umso schöner ist der Sieg. Verls Übungsleiter hatte im Ballyhoo vor der Partie über Münsters hohen Etat doziert, und wie klein der SC Verl im Vergleich daher käme. Schmidt nächste Verbal-Grätsche: In Verl haben die Spieler auch keine 400-Euro-Verträge. Und dass ein größere Etat nicht auch gleich den Sieg bedeutet, hat Verl im Pokal gegen einen Landesligisten zu spüren bekommen. Das wollte Mario Ermisch nicht so stehen lassen und setzte zum Tackling an: Der Kollege hat wohl mächtig Druck, was er während des Spiel gemacht hat, war nicht stubenrein. Ich habe im Übrigen die Preußen nicht so klar überlegen gesehen, es war ein offenes Spiel. Und am Ende spielt der Etat wohl doch eine Rolle.
Gut 20 Minuten hielt Verl gegen den SCP mit, erspielte sich diese und jene Möglichkeit. Der Rest der Partie stand aber im Zeichen der Preußen. Deutlich mehr Ballbesitz, die besseren Torchancen und vor allem die robustere Verteidigung hatte Münster. Im Abwehrzentrum machten Guerion Capretti und Orhan Özkara ganze Arbeit. Eine Reihe davor regierten als sogenannte Doppel-Sechs David Lauretta und der dieses Mal fast jeden Zweikampf gewinnende Arthur Matlik eindeutig. Da ging nichts für Verl.
Doch wie schon so häufig in dieser Serie, vergab der SCP beste Chancen. Die beste vor der Pause durch Jerome Assauer, der den nicht im Abseits stehenden Michael Erzen den Ball wegnahm und ins Tor schoss. Nach dem Wechsel drängelten die Gäste, die zuletzt in Worms Anfang Oktober mit 3:0 gewonnen hatten, auf die Führung. Und nach eine Ecke von Massih Wassey verwertete Lauretta aus dem Rücken der Verler Abwehr zum 1:0. Dass in der 72. Minute Julian Loose, nachdem er Verls Torwart Milos Mandic ausgetanzt hatte, nicht ins leere Tor traf, lag zum einen an einem Krampf im Schussbein, und zum anderen trieb des den Puls des SCP-Anhangs in die Höhe. Doch alles ging gut, so mancher hatte nicht mehr an einen Preußen-Auswärtssieg in dieser Saison geglaubt und Wetten darauf aufgeboten. Die Dinge haben sich gedreht, am Sonntag geht es zu RW Essen. Roger Schmidt: Das gibt Selbtvertrauen für den Auftritt an der Hafenstraße. ***
13 04 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
04.04.2009 00.13 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen Münster völlig ungefährlich -
1. FC Köln weist in die Schranken ***
Köln - Die Minimalisten vom Rhein schnappten sich die drei Punkte. Ein wirklich gelungener Angriff genügte, um das Verfolgerduell in der Fußball-Regionalliga West zu entscheiden. Ein Angriff nur. Da passte es zum Spiel, dass der Innenverteidiger und eigentlich als Tore-Verhinderer eingesetzte Stefan Schwellenbach der Begegnung seinen persönlichen Stempel aufdrückte und die Entscheidung herbeiführte. ***
Nach 50 Minuten köpfte der Spieler des 1. FC Köln 2 den Ball ins Tor, gestern Abend genügte das, um den SC Preußen in die Schranken zu weisen. Die zweite Niederlage im neuen Jahr war perfekt. Ein schwieriges Spiel. Es war klar bei diesen Bodenverhältnissen, dass ein Tor genügen würde, resümierte SCP-Coach Roger Schmidt. Und: Die Mannschaft wollte. Aber wenn zwei so gut organisierte Mannschaften aufeinandertreffen, dann sind Chancen Mangelware.
45 Minuten und drei Sekunden lang - genau dann beendete Schiedsrichter Christian Dingert aus Lehbecksmühle die erste Halbzeit - passierte eigentlich nichts. Der Tabellenvierte aus Köln und der Rangdritte aus Münster neutralisierten sich gegenseitig, und der zertretene Acker namens Spielfeld tat da seine unterstützende Wirkung. Zerstören und beharken war einfacher als spielerisch Akzente zu setzen. So geschah wenig. Ganze zwei Aufreger ereigneten sich. Da waren schon 39 Minuten vorüber, als Münsters Verteidiger Jens Wissing Kopf und Kragen riskieren musste, um den Ball vor dem einschussbereiten Moritz Hartmann zu klären. Und in der Tat kamen die Gäste auch noch gefährlich vor das Kölner Tor. Doch der Kopfball von Guerino Capretti nach Ecke von Mehmet Kara verfehlte das eigentliche Ziel.
Kein Flachs und keine Lüge und auch kein Aprilscherz, Nennenswertes darüber hinaus fand nicht statt im idyllisch gelegenen Franz-Kremer-Stadion. Jeder lauerte auf den ersten Fehler des anderen, sorgsam darauf bedacht, selbst keinen Unfug anzustellen. Unterhaltsam war das jedenfalls nicht.
Nach der Pause änderte sich daran wenig. Wäre da nicht der Kölner Verteidiger Stefan Schwellenbach, der hinten schon ganze Arbeit verrichtet hatte, auf die Idee gekommen, mal nach vorne durchzustarten. Keiner in der SCP-Verteidigung kümmerte sich um ihn, und unbedrängt köpfte Schwellenbach eine Flanke von Tim Bauer zum 1:0 ein. So etwas nennt man wohl Effektivität. Viel gerissener gehts nimmer. Verdient oder unverdient? Diese Frage stellt sich beim Fußball nicht. Dabei hatten die Preußen die Situation schon geklärt gehabt und Ballbesitz. Diese Nachlässigkeit auf der rechten Seite bedeutete bereits die Niederlage.
Den Preußen fiel einfach keine Problemlösung ein. Der Kandidat bemühte sich, mehr aber auch nicht. Kaum Flanken, keine Dribblings, nur eine Hand voll Aktion gen Kölner Tor. Uns fehlte ein Endabnehmer in der Sturmzentrale, aber auch die Präzision bei Schussversuchen. Beim Gegentor fehlte zudem die Zuordnung, fasste Schmidt treffend zusammen.
In keinem der bisherigen 23 Saisonspiele blieben die Preußen so ungefährlich. An eine vergleichbare Partie mit so wenig Aktion vor dem Tor kann ich mich in dieser Serie nicht erinnern, sagte dann auch Mehmet Kara. Das hatte man sich anders vorgestellt. Aber die Kölner machten alles richtig, agierten in der Defensive fehlerfrei und schossen ein Tor. Das war das Qualitätsmerkmal des Abends. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
01 04 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
04.04.2009 00.06 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen feiern 2:0-Arbeitssieg über Worms ***
Münster - Das war eine schwere Geburt für den SC Preußen Münster. Lange wurde die Geduld der 2945 Zuschauer beim 2:0 (0:0) über Wormatia Worms strapaziert, ehe Tore fielen. Der eingewechselte Jerome Assauer (83.) und Michael Erzen (85.) stellten spät die Weichen auf Sieg. Das war hochverdient, trotz aller Fehlpässe. Dieser Sieg wird uns guttun, sagte Trainer Roger Schmidt nach der Partie. ***
Münster startete wie Feuerwehr, doch nach einer Viertelstunde war der Brand gelöscht. Die Hausherren hätten frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können, aber Julian Loose, Guerino Capretti, Mehmet Kara oder auch Michael Erzen vergaben besten Chancen.
Dann verflachte die Partie, weil Worms defensiv kompakt stand und Münster offensichtlich mit sich selbst beschäftigt war. Wieder einmal waren die Chancen nicht konsequent genutzt worden. Und es dauerte, ehe die Hausherren wieder deutlich Oberhand gewannen. Das war eine mühsame Veranstaltung im Mittelteil bei Aprilwetter und schwer zu bespielendem Untergrund.
Interessanter wurde es erst zum Ende der Partie. Da waren aber schon 70 MInuten gespielt, der eigene Anhang bedachte die Adlerträger zwischenzeitlich nach missglückten Aktionen sogar mit Pfiffen. Doch als Worms seinen Abwehrriegel etwas lockerte, weil der Tabellenvorletzte tatsächlich fast schon wagemutig auf das Siegtor spekulierte, fuhr der SCP den vorentscheidenden Konter. Michael Erzen flankte auf Jerome Assauer, der 20-Jährige köpfte ein, das 1:0. Die Gäste aus Rheinland-Pfalz erholten sich von diesem Schock nicht mehr, und zwei Minuten später staubte Michael Erzen zum 2:0 ab.
Der Arbeitssieg war perfekt, Münster rückte auf den dritten Rang vor. Trainer Schmidt wischte alle Bedenken vom Tisch: Nach 23 Spieltagen lügt die Tabelle nicht. Am kommenden Mittwoch steht das wichtige Nachholspiel beim 1. FC Köln 2, dem Rangvierten der Regionalliga West, auf dem Programm. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
28 03 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
04.04.2009 00.00 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Bitteres Remis für Preußen beim BVC - Ausgleich in der Nachspielzeit ***
Der SC Preußen Münster hat einen weiteren Rückschlag in der Fußball-Regionalliga erlebt. Beim abstiegsbedrohten BV Cloppenburg reichte es nur zu einem 1:1. Der glückliche Ausgleich für die Gastgeber fiel allerdings erst in der Nachspielzeit. ***
Bis zur 90. Minute sah alles nach einer lockeren Angelegenheit für das Team von SCP-Trainer Roger Schmidt aus. Die Preußen hatten zwar zunächst Mühe ins Spiel zu finden, gingen aber nach 14. Minuten mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff in Führung. Torjäger Michael Erzen nutzte eine feine Vorarbeit von Mehmet Kara zum 1:0. Die Münsteraner waren in der Folge klar tonangebend und hatten durch den Vorbereiter weitere gute Möglichkeiten ihre Überlegenheit auch in Tore umzumünzen, aber Kara scheitere zweimal am guten BVC-Keeper (23./37.). Kurz vor der Pause hatten auch Capretti und Loose bei ihren Versuchen kein Glück.
Mit der knappen, aber auch verdienten Führung ging es in die zweite Halbzeit. Allerdings hatten die Preußen den Schwung aus der 45 Minuten in der Kabine gelassen und so entwickelte sich ein langweiliger Kick. Das Niveau der Partie verflachte immer mehr, weil Cloppenburg keine Mittel fand um eigene Torgefahr zu kreieren und Preußen ohne Elan auf Ergebnissicherung spielte.
Lediglich ein Konter über Erzen und Lauretta hätte die endgültige Entscheidung bringen können (87.). So aber blieb Cloppenburg weiter im Spiel, mühte sich aber über weite Strecken vergeblich. Aus dem Spiel heraus war vieles Stückwerk und so war es auch keine Überraschung, dass der Ausgleich durch einen direktverwandelten Freistoß von Kai Koitka fiel (93.). Ein schmeichelhaftes Remis für den BVC, dass sie vor allem der mauen Vorstellung der Preußen in Durchgang zwei zu verdanken hatten. ***
21 03 09 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
03.04.2009 23.52 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Trier
http://www.eintracht-trier.com
| |  | *** Preussen Münster - SVE 3:2 (1:0) 14.03.2009 ***
Unglückliche Auswärtsniederlage in Münster ***
Am Freitagabend hat Eintracht Trier das Auswärtsspiel bei Preussen Münster mit 2:3 verloren. Vor 3.700 Zuschauern schossen Risser und Müller die Trierer Tore in einem Spiel, das die Mannschaft von Mario Basler aufgrund einer Vielzahl klarster Möglichkeiten klar hätte für sich entscheiden müssen.
Es war ein klasse Regionalligaspiel in Münster: Laufbereitschaft, Kampf und spielerische Klasse waren die Zutaten zu einer Partie auf hohem Niveau, bei der schlussendlich nicht die bessere sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen hat. Münster legte im eigenen Stadion sofort los wie die Feuerwehr und setzte den SVE unter Druck. Doch bis auf einen Lattentreffer von Sowislo sprangen kaum nennenswerte Aktionen heraus. So brauchten die Preussen eine Standardsituation um das 1:0 zu erzielen: Der junge SVE-Keeper Dahm, der eine insgesamt ordentliche Partie spielte, konnte einen Eckball nicht konsequent abwehren und Capretti staubte ab (20.). Danach befreite sich Trier mehr und mehr vom Druck der Gastgeber, zählbares sprang aber nicht für den SVE heraus. Lediglich Cinar und Lacroix hätten per Kopf treffen können, doch beide Bälle gingen scharf am Toreck vorbei. So blieb es zur Halbzeit beim nicht unverdienten 1:0 für Münster, die die insgesamt aktivere Mannschaft bis dato gewesen waren.
In der zweiten Halbzeit spielte dann nur noch ein Team: Eintracht Trier. Die Mannschaft von Mario Basler wirbelte die Preussen ein ums andere Mal durcheinander, versiebten aber ein gutes Dutzend hundertprozentiger Torchancen. So schaffte Risser zwar den Ausgleich per Kopf (53.), doch Pfosten und der überragende Torwart der Preussen, Michal Joswig, hielten Münster im Spiel. Der SCP verlegte sich aufs Kontern und als es längst ein Spiel Joswig-SVE geworden war, nutzten die Westfalen bei einem Eckball eine Unachtsamkeit in der Trierer Deckung und erzielten das zu diesem Zeitpunkt völlig unverdiente 2:1 durch Assauer (73.). Danach machte Trier weiter hinten auf, aber Schulz, Risser und Senesie scheiterten mehrfach an Joswig. Und es kam wie es kommen musste: Münster war eiskalt und nutzte einen Konter zum 3:1 durch Ornatelli (83.). Wer aber jetzt dachte, die Partie sei entschieden, der irrte sich. Der SVE bewies glänzende Moral und kämpfte unverdrossen weiter. Wieder Schulz und Senesie mit einem weiteren Pfostentreffer nach einem Freistoß hatten den Anschluß auf dem Fuß. Der Einsatz wurde schließlich mit dem 2:3 durch Müller in der 90. Minute belohnt. Preussen Münster schwamm in der Schlussphase und Müller taucht in der 93. Minute nach einer wunderbaren Kombination noch einmal frei vor Joswig auf - aber er vergibt den mehr als verdienten Ausgleich.
Es blieb schließlich beim glücklichen 3:2 für Preussen Münster. Der SVE hat jedoch ein tolles Spiel gezeigt und wurde für das fahrlässige Auslassen von zu vielen hochkarätigen Torchancen durch eiskalt konternde Preussen bitter bestraft. Wieder einmal hat das Team von Mario Basler gezeigt, was in ihm steckt und nachdrücklich unterstrichen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Bei einer besseren Chancenverwertung in den kommenden Spielen, dürfte ein einstelliger Tabellenplatz als Saisonziel durchaus zu erreichen sein. ***
Eintracht Trier: Dahm - Schäfer (83. Traore), Cinar, Lacroix, Rakic (46. Barton) - Schulz, Ay, Anfang, Hartung (46. Müller) - Risser, Senesie ***
Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus. ***
Zuschauer: 3761. ***
Tore: 1:0 Capretti (20.), 1:1 Risser (53.), 2:1 Assauer (73.), 3:1 Ornatelli (84.), 3:2 Müller (90.). ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
06.03.2009 19.16 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Bochum
http://www.vfl-bochum.de
| |  | *** Bericht *** U23 startet mit 2:1- Sieg in Münster ***
Unsere U23 startet mit einem furiosen Auftaktsieg in die Rückrunde. Bereits nach elf Minuten brachte uns Sami El-Nounou in Führung, die die Hausherren aber kurz nach Wiederanpfiff im zweiten Durchgang egalisierten (53.). Erst in den letzten Minuten konnten wir durch Roman Prokoph den entscheidenden Siegtreffer landen und den verdienten Sieg einfahren. ***
Wie erwartet musste Nico Michaty seine Mannschaft auf einigen Positionen umstellen. Zajas rückte eine Position nach hinten und Kevin Vogt stellte mit Jonas Acquistapace die Innenverteidigung. Mit im Kader war zudem Slawo Freier, der im linken Mittelfeld auflief. Und auch im Angriff setzte Michaty auf ein neues Duo: Sami El-Nounous Sturmpartner hieß heute Gianluca Zavarise.
Beide Teams verzichteten auf ein Abtasten und suchten von Beginn an den Weg nach vorne. Auf unserer Seite erwies sich der Einsatz Freiers als durchaus erfrischend, er brachte viel Schwung über die rechte Seite, auch wenn zwingende Aktionen vorerst ausbleiben sollten für die sorgten andere. In der elften Minute kam ein langer Ball aus dem Mittelfeld vor das Tor von Preußen Keeper David Buchholz, der sich kräftig verschätzte und Sami El-Nounou freie Bahn zum 1:0-Führungstreffer ließ. Welch ein Auftakt.
Preußen musste nun mehr riskieren, scheiterte jedoch Mal um Mal an unserer robusten Spielweise, die Kapitän David Zajas in der 23. Minute die erste gelbe Karte des Spiels bescherte. Kurz darauf die Riesenchance für Münster zum Ausgleich, doch Seggewiß verfehlt unser Gehäuse, nach Flanke von Ornatelli, knapp. Dann der Schock unser Topscorer musste nach 30 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn war nun Prokoph im Spiel. Letzter Höhepunkt der ersten Halbzeit war ein gelungener Torabschluss von Slawo Freier, leider entschieden die Unparteiischen auf Abseits.
Unverändert gingen beide Teams in die zweite Halbzeit, in der mit einem Sturmlauf der Münsteraner zu rechnen war. Auch wenn dem nicht so war, erzielte Mehmet Kara mit einem abgefälschten Distanzschuss kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich. Preußen präsentierte sich nun engagierter, dennoch fehlte ihnen die letzte Konsequenz. Wir hingegen beschränkten auf uns Defensivarbeit. In der 81. Minute hatten wir das Glück des Tüchtigen, als Assauer das Leder aus spitzem Winkel nur an den Pfosten hämmerte.
Dann, kurz vor dem Abpfiff, als Münster die Mittel zum Siegtreffer fehlten und wir uns mit dem Punkt bereits angefreundet hatten, erlaubten sich die Gastgeber eine Unkonzentriertheit, die der hellwache Roman Prokoph zum 2:1-Siegtreffer nutzte. Buchholz wollte auf Özkara zurück spielen, Prokoph war schneller und schob mühelos zum 2:1 ein. Jetzt hatten wir das Ding im Sack! Zwar musste Lukas Schmitz noch einmal retten, wofür er mit der roten Karte bestraft wurde, der Sieg war uns aber nicht mehr zu nehmen. Wir gewinnen unseren Rückrundenauftakt dank einer kämpferisch starken Leistung verdient mit 2:1! *** |
 |
|
Datum des Eintrags:
26.02.2009 20.12 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Lauretta rettet SCP in Kaiserslautern ***
Kaiserslautern - Ein spätes Tor von David Lauretta verhinderte den kapitalen Fehlstart des SC Preußen Münster nach der Winterpause. Doch das 1:1 (0:0) beim Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga, dem 1. FC Kaiserslautern 2, war letztlich eine Enttäuschung. ***
Nicht nur, weil das Resultat den SCP nicht wirklich voranbrachte und der Abstand zum Ligaprimus aus der Pfalz bei zwölf Zählern bleibt. Sondern auch, weil die Adlerträger beim Gastspiel in vor lediglich 820 Zuschauern der Großteil im Übrigen aus Münster - spielerisch nicht überzeugen konnten. Und das lag nicht allein daran, dass das Spielfeld im Fritz-Walter-Stadion sich mit Spielbeginn bereits in einem arg ramponierten Zustand befand.
Beide Teams suchten nach Spielfluss und guten Kombinationen. Das gelang hüben wie drüben nur bedingt. Zwar regelten die Abwehrreihen die meisten Dinge souverän, doch im Mittelfeld blieb vieles nur Stückwerk. Vor der Pause hatten die Hausherren mehr vom Spiel. Münster konnte seinerseits nur durch einen Konterangriff, den der Brasilianer Weller mit einem unnötigen Querpass im Sande verlaufen ließ, sowie durch einen gefährlichen Aufsetzer von Mehmet Kara (42.) für Gefahr sorgen. Ansehnlich war das nicht.
Nach dem Wechsel übernahm der SCP die Regie. Doch die beste Möglichkeit, ein Doppelpack durch Julian Loose und Marius Sowislo, wurde nach 65 Minuten jeweils auf der Linie geklärt. Und fast im Gegenzug fiel das 1:0 durch Alper Akcam, als der SCP sich seinen x-sten Ballverlust in der Mittelfeldzentrale leistete. Es sollte die einzige Chance der Hausherren nach der Pause bleiben.
Die Preußen zeigten dann doch Moral und erzwangen fast den Ausgleich. Nach einem Schussversuch von Loose war David Lauretta am Elfmeterpunkt in Abstauber-Manier zur Stelle. Letztlich muss man froh sein, einen Punkt geholt zu haben, bilanzierte Trainer Roger Schmidt. Fußballerisch war das nicht auf hohem Niveau, sagte Preußen-Trainer Roger Schmidt nach dem Spiel. Und Lauterns Trainer Alois Schwartz wollte trotz des späten Ausgleichs nicht Trübsal blasen: Das erste Spiel nach der Winterpause ist immer auch eine Standortbestimmung, wir haben den Abstand zu den Preußen gewahrt. Zwölf Zähler liegen zwischen den beiden Clubs, Borussia Dortmund 2 ist nach dem 5:2-Erfolg über Kleve erster Verfolger. Kaiserslautern muss nun zu RW Essen, die Preußen erwarten am Samstag den VfL Bochum 2. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
21 02 09 *** |
 |
|
Datum des Eintrags:
21.12.2008 20.14 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Gelsenkirchen
http://www.schalke04.de
| |  | *** Schalke 04 II verliert in Münster mit 0:3 ***
Mit 0:3 unterlag Schalke 04 II am Freitagabend bei Preußen Münster. Der Sieg war zwar ein Tor zu hoch, aber unterm Strich verdient, erkannteTrainer Markus Högner nach dem Abpfiff die Leistung der Gastgeber an.
Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen, kritisierte der 41-Jährige. Im Gegensatz dazu zogen die Preußen ein gutes Offensivspiel auf und setzten den Gast aus Gelsenkirchen unter Druck. Högner: Wir waren immer einen Tick zu spät. Nach einer ausgeglichenen ersten Viertelstunde, in der Christian Erwig per Kopf an Torwart Buchholz scheiterte (4.), prüfte Massih Wassey Mohamed Amsif zweimal (17.,21.), doch der S04-Keeper war auf dem Posten.
Das Nachsehen hatte der Schlussmann jedoch bei der folgenden Szene. Bei einem schönen Angriff über die linke Seite wurde Michael Erzen steil geschickt. Dieser flankte den Ball auf den am langen Pfosten lauernden Ex-Schalker Julian Loose, der per Dropkick zum 1:0 verwandelte (22.). Auf der Gegenseite wurde ein Schuss von Björn Traufetter abgeblockt, nachdem die Preußen-Verteidigung den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum bugsieren konnte (25.).
Einen Eckstoß für die Gastgeber führte Torschütze Loose aus und spielte kurz auf Wassey. Dieser brachte den Ball hoch in den Sechzehner, wo die Verteidigung der Knappen noch klären konnte. Aber Lars Rennert konnte das Leder wieder in den Strafraum köpfen. Mehmet Kara verlängerte flach in die Mitte, wo Uwe Seggewiß lauerte und zum 2:0 abstaubte (34.).
Im zweiten Durchgang haben wir besser ins Spiel gefunden, so Högner. Doch prompt gerieten die Königsblauen in Unterzahl. Danny Latza, der bereits in den ersten 45 Minuten gelb wegen Meckerns gesehen hatte, kassierte nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (56.). Wie das so oft im Fußball ist, haben wir nach dem Platzverweis besser agiert, analysierte der Chef-Coach. Den Anschlusstreffer hatte Björn Traufetter nur zwei Minuten später auf dem Fuß. Vorausgegangen war ein Missverständnis in der Abwehr der Münsteraner, aber im Eins-zu-Eins behielt Keeper Buchholz die Nerven (58.). Wenn Björn diesen Treffer macht, wird das Spiel noch einmal spannend, so Högner.
Insgesamt zeigte er sich mit der Leistung der zehn Mann im zweiten Durchgang zufrieden. Wir haben Moral bewiesen und uns nicht abschlachten lassen, unterstrich er. Der dritte und letzte Treffer des Abends fiel durch eine Kontersituation, bei welcher die Abwehr der Gelsenkirchener weit aufgerückt war. So war Dede frei durch und erzielte das 3:0 (89.). ***
Preußen Münster - FC Schalke 04 II 3:0 (2:0) ***
Schalke: Amsif - Kraska, Thamm, Wendel, Kilian - Kühn (77. Sarisoy), Latza, Matsunaga (46. Trisic), Lorenz - Traufetter, Erwig (81. Barton) ***
Tore: 1:0 Loose (22.), 2:0 Seggewiß (34.), 3:0 Dede (89.) ***
Gelb-Rote Karte: Latza (56.) ***
Zuschauer: 3.106 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
18.12.2008 19.57 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen auch von Lotte kalt erwischt ***
Münster. Die Preußen stolpern der Winterpause entgegen. Sie betteln förmlich um die saisonale Unterbrechung des Regionalliga-Spielbetriebs. Es geht nicht mehr viel, eigentlich gar nichts ist geblieben vom Schwung, vom Esprit der ersten Wochen. Es war ernüchternd, was der SCP bei der 0:1 (0:1)-Heimpleite der SF Lotte den 2489 Zuschauern - Minuskulisse im Übrigen - anbot. ***
Vier Partien ohne Sieg, ein kümmerlicher Punkt in dieser Phase. Ach ja, Meisterschaft und Aufstieg sind augenblicklich so weit entfernt wie es der Vollmond über dem Preußenstadion gestern Abend auch war. Am Endc war es einfach nur noch peinlich. Die Frage nach der Krise ist ohne wenn und aber beantwortet.
Dabei war es vor der Pause gar nicht mal so schlecht. Es dauerte zwar, ehe etwas passierte. Doch ein Freistoß von Massih Wassey eröffnete eine muntere Partie. Münster wirkte energischer als zuletzt in Dortmund, Lotte andererseits nicht so, als wolle man freundlich und nett die Punkte abliefern. Dann überschlugen sich förmlich die Ereignisse. Mehmet Kara hatte gleich das doppelte Angebot zur Führung. Erst scheiterte er am Ex-Preußen Andre Poggenborg im Lotter Tor, im Nachschuss wollte er den Ball künstlerisch wertvoll ins Tor lupfen und scheiterte kolossal. Schlimmer noch, das war grob fahrlässig .
27 Minuten waren gespielt, und weil es die Preußen nicht ernst meinten mit dem Toreschießen, zeigten die Gäste, wie man es richtig macht. Foulspiel hin oder her, jedenfalls verwertete Florian Dondorf einen Steilpass von Philipp Böwing-Schmalenbrock zum 1:0. Hatten die Hausherren nicht gerade die Regie übernommen auf dem glatten Parkett im Preußenstadion?
Nun gut, die erste Pirouette drehte Lotte, kunstvoll von Dondorf vollendet. Das reichte, um den SCP durcheinander zu rütteln. Das zarte Frostpflänzchen im Eispalast Preußenstadion war schon wieder verwelkt. Die Gäste hatten bis zur Pause die besseren Möglichkeiten, als der für Christian Bienemann eingewechselte Dennis Rommel (40.) mit einem mächtigen Schuss SCP-Schlussmann David Buchholz prüfte. Wenig später war es Phillip Böwing-Schmalenbrock mit einem gekonnten Freistoss, den Buchholz irgendwie noch klärte. Nein, nein, da war die Preußen schockgefroren worden. Alle guten Ansätze verpufft von einem Moment auf den anderen. Und wäre nicht Lottes Trainer Maik Walpurgis von Referee Christian Dingert (Burg Lichtenberg) komischerweise auf den Erdwall anstelle der abgerissenen Tribüne verbannt worden, kaum einer hätte etwas zu kichern gehabt.
Dann, nach der Pause, verarbeiteten die Schmidt-Schützlinge Stück für Stück den Rückstand. Sie versuchten es zumindest, und ein nun aufgeweckter Julian Loose rührte auf der rechten Seite herum. Sein Zuspiel auf Mehmet Kara hätte eigentlich nach 59 Minuten zum Ausgleich führen müssen, doch aus zehn Metern agierte der Türke einfach zu zögerlich.
Lotte wartete derweil ab, wartete auf die Konterchancen und harrte der Dinge. Mehr nicht. Das Aufbegehren der Adlerträger war nicht von so langer Dauer, die Verunsicherung nahm wieder zu. Auch Mehmet Karas dritter Anlauf zum Torerfolg spiegelte das wieder. Vor ein paar Wochen, als der SCP-Motor noch nicht stotterte und abwürgte, hätte er diesen Ball wohl verwandelt, in dieser 72. Minute verunglückte der Schuss gänzlich. Mehr passierte nicht. Wiederum, wie schon Dortmunds Reserve vor Wochenfrist, musste Lotte nur noch verwalten. So leicht war es lange nicht mehr, gegen Preußen Münster zu gewinnen. Schöner Advent... ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
12 12 08 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
12.12.2008 00.09 |
 |  |  | | | Preussen in "Ruhr Nachrichten online"
http://www.ruhrnachrichten.de
| |  | *** BVB II feierten einen 3:1-Sieg im
westfälischen Derby gegen Münster ***
(7.12.) Ein feines Gespür bewies Borussia Dortmunds Trainer Theo Schneider am Samstag im westfälischen Derby der Regionalliga West gegen Preußen Münster, das der BVB 3:1(2:0) gewann. In großer Personalnot setzte Schneider auf die richtigen Trümpfe. Gleich drei Stammspieler hatte Dortmunds Coach zu ersetzen: Nico Hillenbrand (Magen-Darm-Infektion), Jörn Neumeister (Knochenstauchung) und Damir Vrancic (im Bundesliga-Kader) standen nicht zur Verfügung. Außerdem fehlte der aus dem Profi-Kader ins Regionalliga-Team beorderte Bajram Sadrijaj erkrankt. ***
Aber all´ das wirkte sich nicht negativ aus. Die Borussen boten einen beherzten Kampf, überraschten die Preußen förmlich durch unentwegten Einsatz und feierten letztlich einen verdienten Dreier, der die Mannschaft auf den zweiten Tabellenplatz klettern ließ. Imponierend, wie sich Debütant Marcus Piossek und A-Junior Daniel Ginczek ins Team einfügten, überzeugend, wie Julian Koch - auch noch ein
A-Junior - diesmal auf der rechten Außenbahn die Szene beherrschte, glänzend, wie Sebastian Tyrala im Mittelfeld das BVB-Spiel eröffnete und unentwegt Druck entwickelte.
Der Lohn blieb nicht aus. Julian Koch (10.), der Piosseks hervorragende Vorarbeit zum Dortmunder 1:0 nutzte, Christopher Kullmann, der nach Ginczeks Steilpass auf 2:0 für den BVB erhöhte (32.), und schließlich Tyrala, der nach einem Solo das 3:1 markierte (90.), hießen die BVB-Torschützen. Für die Preußen traf Julian Loose zum 1:2 (83.).
Von Beginn an zeigte der BVB sein Kämpferherz, nahm jeden Zweikampf an und gewann fast alle. Die neuformierte Abwehr um Uwe Hünemeier ließ alle Improvisationen vergessen, einzig Borussias Torhüter Lukas Kruse ließ einige Schwächen erkennen, die sich aber nicht negativ auswirkten.
Der Gast aus Münster fand nie ein Mittel, die Borussen-Aktionen entscheidend zu durchkreuzen. Die Preußen wirkten unentschlossen im BVB-Strafraum, aber auch ideenlos im eigenen Mittelfeld. So blieb der westfälische Nachbar nur optisch ein gleichwertiger Partner. Wenn es aber zur Sache ging, war Schwarzgelb zur Stelle.
Nach den vielen Ausfällen mussten wir improvisieren. Das ist uns erfolgreich gelungen. Die ganze Mannschaft verdient ein Riesenkompliment, ganz besonders Julian Koch und Marcus Piossek, die in der Offensive und der Defensive enorm viele Akzente setzten. Jetzt wollen wir diese Leistung am nächsten Samstag in Essen gegen Rot-Weiss krönen, sagte BVB-Trainer Theo Schneider, der seinem Team zwei trainingsfreie Tage spendierte. Einziger Wermutstropfen beim BVB: Julian Koch muss nach seiner fünften Gelben Karte in Essen pausieren. ***
BVB II:
. Tore: 1:0 Koch (10.), 2:0 Kullmann (32.), 2:1 Loose (83.), 3:1 Tyrala (90.). ***
Quelle: Ruhr Nachrichten, Autor: Harald Gehring ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
29.11.2008 19.14 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Wie in einem schlechten Film ***
Münster. Der Preußenfreitag ist doch keine Garantie für ein entspanntes Fußballfest. Gestern Abend zumindest tat sich der heimische Regionalligist vor 3477 fröstelnden Zuschauern auf der Preußen-Baustelle gegen einen starken Gegner aus Oggersheim schwerer als im Vorfeld erwartet. Drei Punkte hatte Trainer Roger Schmidt im Vorfeld unbescheiden gefordert. Als sein Team nach 90 Minuten mit schlotternden Knien und einem glücklichem 1:1 (1:1)-Remis vom Platz schlich, durfte der Preußen-Trainer mit diesem einen Pünktchen sogar noch hoch zufrieden sein. ***
Wer das Schützenfest gegen Bayer Leverkusen vor 14 Tagen an gleicher Stelle noch als szenische Vorlage im Sinn hatte, der musste sich schnell an ein neues Drehbuch gewöhnen. Zwar hatte Schmidt das Sturmzentrum mit Mehmet Kara, Weller Wilson Pereira und Julian Loose prominent und ungewohnt zahlreich besetzt, doch die Gäste aus der Pfalz waren ganz offensichtlich nicht als stumme Statisten angereist, sondern übernahmen nach wenigen Minuten der Eingewöhnung schnell die tragenden Rollen im Freitagskrimi. So gab Matteo Monetta nach 19 Minuten eindrucksvoll den Vorbereiter, Martin Gollasch glänzte als Vollstrecker. Aus elf Metern Entfernung beförderte er das Leder unhaltbar für Preußen-Keeper David Buchholz in die Maschen und sorgte für die Gästeführung, die zu diesem Zeitpunkt durchaus detailgetreu den Spielverlauf wiedergab. Die Preußen brauchten in der Folge viel Zeit, um wieder zurück ins Spiel zu finden, und es bedurfte schon eines beherzten Auftritts des Mannschaftskapitäns, um den Spannungsbogen neu aufzubauen. Orhan Özkara hatte erst vor wenigen Tagen seinen Vertrag mit den Preußen vorzeitig bis 2011 verlängert und besiegelte seine Unterschrift nach 38 Spielminuten mit einem dicken Stempel: Den Eckball von Massih Wassey drückte der Spielführer per Kopf zum 1:1 über die Linie.
Im zweiten Abschnitt sorgte Michael Erzen für Verstärkung im Preußensturm, weil Julian Loose nach überstandenen Magenproblemen offensichtlich doch noch nicht so herzerfrischend aufspielte wie vom Trainer erhofft. Doch die Gäste ließen sich auch durch diese Neubesetzung im Preußen-Ensemble nicht beeindrucken. In ihren kurzärmligen Trikots blieben sie schon aus reinem Selbstschutz ständig in Bewegung und beschäftigten die nicht immer sattelfeste Preußen-Abwehr. Während Gäste-Torwart Kevin Knödler einen vergleichsweise schlechten Blick auf das zumeist weit entfernte Spielgeschehen hatte, war David Buchholz allzu oft mittendrin, statt nur dabei.
Um den offensiven Ambitionen noch mehr Nachdruck zu verleihen, brachte Oggersheims Trainer Sascha Koch nach 63 Minuten seinen siebenfachen Saisontorschützen Alan dos Santos ins Spiel. Auf der Gegenseite drehte auch Roger Schmidt wie schon in der Vorwoche das Stürmerkarussell: Für Weller stürmte in der Schlussviertelstunde Marius Sowislo. Doch auch Angreifer Nummer fünf konnte seinen Berufsstand nicht aus der Kritik schießen. Am besten vertrat noch Michael Erzen die Stürmerzunft, sein Schuss klatschte nach 79 Minuten an die Latte. Auf dem Weg in Liga drei haben die Preußen gestern zwei Schritte zurückgemacht. ***
VON ANSGAR GRIEBEL, MÜNSTER ***
28 11 08 *** |
 |
|
Datum des Eintrags:
22.11.2008 23.32 |
 |  |  | | | Online-Echo aus dem Saarland
http://www.saarbruecker-zeitung.de
| |  | *** Herzig schießt SVE auf Platz fünf ***
Dank des Tores von Denny Herzig in der 56. Minute gewann Fußball-Regionalligist SV Elversberg mit 1:0 gegen Preußen Münster und machte in der Tabelle einen großen Sprung nach vorne. ***
Von SZ-Mitarbeiter Heiko Lehmann ***
Elversberg. Es läuft die 56. Spielminute im Spiel der Fußball-Regionalliga zwischen der SV Elversberg und Preußen Münster. Nach viel Gebolze auf nassem Rasen und teilweise stürmischen Schneeböen an der Elversberger Kaiserlinde kommt SVE-Spieler Denny Herzig am Gästestrafraum an den Ball. Herzig legt sich die Kugel noch einmal vor und schiebt dann ganz souverän an David Buchholz, dem Torwart des SC Preußen Münster, vorbei ins Tor - das 1:0-Siegtor für die SV Elversberg.
Vor und nach dem Tor des SVE-Kapitäns sahen die 300 Zuschauer in Elversberg viel Krampf und Kampf und nur wenig durchdachte Aktionen. Wir wussten, dass wir nur wenige Chancen bekommen werden. Wir haben eine davon genutzt, und unser Kampf ist belohnt worden, sagte Herzig nach dem zweiten SVE-Sieg in Folge. Trainer Djuradj Vasic hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg beim VfR Worms nur auf einer Position verändert. Für Manuel Rasp rückte Stürmer Andreas Haas nach überstandener Magen-Darminfektion wieder in die Mannschaft.
Die SVE tat sich vor dem Seitenwechsel sehr schwer. Preußen Münster startete mit drei Stürmern in die Partie, was den Saarländern gar nicht schmeckte. Immer wieder leisteten sich die Elversberger Fehler im Spielaufbau, was den Gästen in der 18. Minute die ersten Möglichkeit bescherte. SCP-Spielmacher Massih Wassey kam 17 Meter vor dem Tor an den Ball und zog direkt ab, scheiterte jedoch am sicheren SVE-Torhüter Adnan Masic.
Auf der anderen Seite kam die SVE meist nur nach Standardsituationen von Nico Zimmermann gefährlich vor das Preußentor.
Herzig köpfte nach einer Zimmermann-Ecke knapp über das Tor (30.), vier Minuten später scheiterte Zimmermann mit einem Freistoß aus 20 Metern an SCP-Schlussmann David Buchholz.
Nach dem Seitenwechsel und der SVE-Führung durch Denny Herzig lief bei den Gästen nichts mehr zusammen, und die SVE machte das, was sie am besten kann - verteidigen. Wir haben heute gegen eine spielerisch bessere Mannschaft gewonnen. Aber wir waren schon oft das bessere Team und haben verloren. Von daher ist es ausgleichende Gerechtigkeit, analysierte Djuradj Vasic. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
17.11.2008 23.45 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen Münster fegt Leverkusen mit 5:1 vom Platz ***
Münster - Toller Auftakt für den SC Preußen im Meisterschaftsspiel der Regionalliga gegen die zweite Mannschaft des TSV Bayer Leverkusen, doch die Ernüchterung folgte zunächst auf dem Fuße. ***
Mehmet Kara brachte die Gastgeber vor gut 3400 Zuschauern im Stadion an der Hammer Straße schon nach zwei Minuten in Führung. Ein Foul von SCP-Abwehrspieler Massimo Ornatelli an Naki im eigenen Strafraum ahndete Schiedsrichter Daniel Siebert mit Strafstoß. Den verwandelt Selmani sicher zum 1:1-Ausgleich in der 12. Spielminute.
In der 23. Minute stellte Sebastian Loose mit seinem Tor zum 2:1 das Kräfteverhältnis aus Sicht des SC Preußen jedoch wieder richtig. Und mehr noch: Robert Magos erhöhte mit einem spektakulären Tor auf 3:1 (29.). Es sollte aber noch besser kommen: Erneut Loose (52.) und Özkara (71.) per Foulelfmeter erhöhten auf 5:1.
Die Fans auf der Stadion-Baustelle skandierten Oh, wie ist das schön... Eine Woche nach dem trostlosen 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach waren die Münsteraner dem Platz an der Sonne ein gehöriges Stück näher gekommen und verpassten nur aufgrund des gleichzeitigen 3:1-Erfolgs von RW Essen gegen Mönchengladbach den Sprung an die Tabellenspitze. ***
14 11 08 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
10.11.2008 17.59 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Mönchengladbach
http://www.borussia.de
| |  | ***
09.11.2008 ***
Remis im BORUSSIA-PARK ***
Mit etwas Glück verteidigte Borussias U23 im Heimspiel gegen Preußen Münster ein 0:0-Unentschieden. Schmerzhaft ist allerdings die Verletzung von Oliver Neuville.
Der Angreifer, der auf eigenen Wunsch in der Regionalliga-Partie eingesetzt wurde, stieß in der 85. Minute so unglücklich mit dem gegnerischen Torhüter zusammen, dass er ausgewechselt und vom Platz geführt werden musste. Die genaue Diagnose steht noch nicht fest und wird morgen, nach eingehender Untersuchung von Mannschaftsarzt Dr. Stefan Hertl, bekannt gegeben.
Bis zu seiner Auswechslung zeigte sich der Nationalspieler wie die gesamte Offensive um die Profis Moses Lamidi und Marcel Ndjeng einsatzfreudig. Doch das Spiel nach vorne lief insgesamt nicht so flüssig wie es sich Trainer Horst Wohlers gewünscht hätte: Der letzte Pass kam nicht an, da waren wir oft etwas überhastet. Trotzdem konnte sich die Mannschaft einige Chancen erarbeiten. Die beste Möglichkeit vergab Christian Schlösser als er allein auf das Tor zulief, den Ball aber nicht im selbigen unterbringen konnte. Der Punktgewinn war dann auch eher der wieder einmal sehr jungen Abwehr zu verdanken. Die Defensive, in der keiner der eingesetzten Akteure älter als 21 Jahre war, spielte zum fünften Mal infolge zu Null. Und das trotz einiger guter Möglichkeiten der Preußen, vor allem in der Schlussphase. Wir haben heute gegen die wohl spielstärkste Mannschaft der gesamten Liga gespielt, umso bemerkenswerter ist diese Leistung, lobte Wohlers. Dass seiner Mannschaft in der einen oder anderen Situation das Glück zur Seite stand, wollte der Trainer dabei gar nicht verhehlen. Wir können mit diesem 0:0 gut leben und haben uns diesen Punkt mit unserer kämpferischen Leistung auch verdient.
Mit diesem Ergebnis bleibt die Mannschaft mit Platz sechs in der Tabelle auf Tuchfühlung zur Spitze. Am nächsten Spieltag kommt es zum nächsten Highlight-Spiel gegen Rot-Weiss Essen. Vor mehr als 8.000 Zuschauern an der Hafenstraße zu spielen ist für viele unserer jungen Spieler etwas ganz Besonderes, weiß Wohlers.
***
Tore: Fehlanzeige. ***
Zuschauer: 1.114. *** |
 |
|
Datum des Eintrags:
02.11.2008 22.56 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Magos trifft vom Punkt - SCP siegt 1:0 über Kleve und ist Zweiter ***
Münster - Der SC Preußen Münster hat das Heimspiel gegen den 1. FC Kleve mit 1:0 gewonnen. Der erst 20 Jahre alte Robert Magos verwandelte dabei in einer hitzigen Partie nach 67 Minuten einen Foulelfmeter vor 3340 Zuschauern. Münster rückte damit vorerst auf den zweiten Rang der Regionalliga West vor und ist punktgleich mit Spitzenreiter RW Essen und der drittplatzierten Reserve des 1. FC Kaiserslautern, die allerdings noch eine Partie in Lotte nachholen muss. ***
Letztmals vor dem Umbau agierte der SCP vor der 60 Jahre alten Haupttribüne. Die Abrissgenehmigung liegt vor, eine 4,8 Millionen teure neue Sitztribüne für 3000 Zuschauer wird in den kommenden fünf bis sechs Monaten entstehen. Nach dem Heimerfolg über Kleve feierten einige hundert Fans Abschied.
Die Partie gegen Kleve begann mit einer Gedenkminute, Ex-Präsident Günter Wellerdieck (1970 bis 1978) war am vergangenen Mittwoch im Alter von 74 Jahren verstorben. Der SCP nahm, als Referee Markus Wingenbach (Mainz) die Partie angepfiffen hatte, das Zepter in die Hand. Doch beste Chancen wurden von Julian Loose (Pfosten) sowie zwei Mal Robert Magos und dann Michael Erzen nicht genutzt. Zudem verschoss Mehmet Kara (4.) einen Foulelfmeter, Kleves Tormann Christoph Müller hielt den Ball. Vor der Pause hatte SCP-Schlussmann David Buchholz nur eine Großchance der Gäste von Mark Zeh zu entschärfen.
Gegen die spielstarken Klever drückte der SCP auch nach der Pause aufs Tempo. Doch die Elf von Trainer Arie van Lent hatte nach 56 Minuten durch Patrick Schnier und Marcel Podzus eine Doppelchance zur Führung, Münster im späteren Verlauf aber seinerseits wieder Möglichkeiten. Es dauerte aber bis zur 67. Minute, ehe der Schiedsrichter zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt zeigte, als Mehmet Kara von Umut Akpinar beim Schuss im Strafraum gehindert wurde. Magos schnappte sich den Ball und traf zum 1:0, bereits vor sechs Tagen beim 3:1-Erfolg über RW Essen hatte er das vorentscheidende 2:1 markiert. In der Schlussphase nutzten die Hausherren weitere große Chancen nicht.
Nach der Partie lieferten sich die Trainer ein heißes Wortgefecht. Der erste Elfmeter war fragwürdig, der zweite Elfmeter war eine Unverschämtheit, moserte Kleves Coach Arie van Lent. Nach so einem Spiel mit so vielen Chancen für meine Mannschaft und mit zwei solch glasklaren Elfmetern ist es eine Unverschämtheit, solche Kommentare abzugeben, knurrte SCP-Trainer Roger Schmidt. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
31 10 08 *** |
 |
|
Datum des Eintrags:
30.10.2008 20.26 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Mainz
http://www.allgemeine-zeitung.de
| |  | *** Sportnachrichten aus Ihrer Zeitung ***
Nur im Angriff fehlt 05ern Konsequenz ***
Regionalliga-Fußballer erkämpfen sich ein 0:0 gegen Titelkandidat Preußen Münster ***
Vom 30.10.2008 ***
Kein Tor geschossen, aber einen Punkt gewonnen. Die Amateure des FSV Mainz 05 erkämpften sich in der Fußball-Regionalliga West gegen Preußen Münster vor rund 500 Zuschauern am heimischen Bruchwegstadion ein 0:0-Unentschieden. ***
Von Dennis Rink ***
Ein Ergebnis, mit dem Trainer Peter Neustädter durchaus zufrieden war. Schließlich setzte sein Team gegen den Tabellenvierten all das um, was es bei der deutlichen Derbyschlappe in Worms vermissen ließ. Aggressiv in den Zweikämpfen, eine hohe Laufbereitschaft im Mittelfeld und vor allem sicher in der Abwehr - es war eine gute Leistung der 05er, denen lediglich die letzte Konsequenz im Angriff fehlte. Vorne waren wir nicht zwingend genug. Aber das ist zweitrangig. Wichtig ist, dass wir hinten gut gestanden und kein Gegentor bekommen haben, schilderte Neustädter, der den eigentlich offensivstarken Gästen mit seiner defensiven Aufstellung den Zahn zog.
Gerade die Stürmer Michael Erzen und Mehmet Kara, die zusammen bisher neun Tore erzielten, waren bei der Mainzer Innenverteidigung abgemeldet. Vor der Viererkette erstickten die beiden Sechser Marco Tautenhahn und Viktor Riske, der erstmals in der Startelf stand, sämtliche Angriffsbemühungen der Gäste im Keim. Wir haben alle auf die Zähne gebissen und gekämpft bis zum Umfallen. Wir wollten unbedingt hinten dicht machen und hätten mit ein wenig Glück sogar fast noch gewonnen, berichtete Tautenhahn und sprach vor allem die zweite Halbzeit an, in der die Mainzer die Münsteraner schon früh attackierten und durch zahlreiche Ballgewinne die ein oder andere Kontermöglichkeit hatten. So erkämpfte sich Riske in der 50. Minute den Ball, passte schnell auf den durchgestarteten Oliver Heil, der jedoch zu früh den Abschluss suchte und mit seinem Schuss aus 18 Metern an Münster-Torwart David Buchholz scheiterte. Die beste Gelegenheit hatte jedoch zwanzig Minuten später der eingewechselte Aleksandar Petreski. Der Stürmer umspielte seinen Gegenspieler Simon Talarek, lief alleine auf Keeper Buchholz zu und spitzelte die Kugel an diesem vorbei in Richtung des leeren Kastens. Als die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen hatten, rauschte Artur Matlik heran und klärte, kurz vor der der Linie zur Ecke.
Es war die beste Phase der 05er, die es jedoch versäumten, ihre Möglichkeiten konsequent auszuspielen und so am Ende im zweiten Spiel hintereinander ohne Torerfolg blieben - eine Tatsache, die am Bruchweg aber niemanden so richtig störte. Schließlich holte der Aufsteiger gegen einen Titelkandidaten einen wichtigen Punkt und hatte eine der stärksten Angriffsreihen der Liga über 90 Minuten hinweg im Griff. Wenn die 05er im nächsten Spiel in Essen ähnlich gut in der Abwehr stehen und dazu noch ihre Chancen im Angriff besser nutzen, winkt ihnen im Georg-Melches-Stadion vielleicht sogar der zweite Auswärtssieg der Saison. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
27.10.2008 20.36 |
 |  |  | | | Preussen in "Reviersport online"
http://www.reviersport.de
| |  | *** 26.10.2008 ***
Münster: Oben ist oben, wollen kein Mittelmaß sein ***
Matlik sah RWE-Statisten ***
Preußen Münsters Kapitän Artur Matlik hatte nach dem Sieg über RWE sichtlich seinen Spaß und flog von Umarmung zu Umarmung. ***
Das war doch alles nur eine Kopfsache, analysierte der 31-Jährige die 90 Minuten gegen RWE. Münster traf dreimal, Essen nur einmal, so dass der SCP den alten Rivalen in der Tabelle der Regionalliga West auch hinter sich ließ. Matlik: Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, ich weiß nicht, was mit unserem Gegner war.
Der wollte bestimmt auch, dezimierte sich aber kurz vor Schluss selbst und stand dann bei einer Aktion kollektiv neben der Spur, rannte danach noch in einen Konter. Matlik: Die RWE-Spieler waren für uns in diesem Match nur Statisten. Naja! Der ehemalige Wattenscheider bescheinigte seiner Truppe, sehr kompakt gestanden zu haben, wir wussten durch unsere Beobachtungen vorab, dass RWE dagegen wenig Mittel hat. Vorne agierte Münster mit den eher kurzen aber mächtig fixen Mehmet Kara und Michael Erzen gegen die
RWE-Innenverteidigung Stefan Lorenz und David Czyszczon. Schnelle Spitzen, bescheinigte Matlik. Wobei Kara vor dem 1:0 Kai von der Gathen weglief, der im direkten Laufduell kein Rot kassieren wollte. Später ging er dann doch noch zweifarbig - allerdings durchaus diskussionswürdig. Was Matlik nicht interessieren musste. Das war genau unser Spiel, bei diesem schnellen Umschalten hatte RWE keine Chance.
Der ehemalige Wattenscheider über die weiteren Aussichten der Preußen in der Regionalliga West. Fußball ist kein Wunschkonzert, wenn wir viele verletzte Akteure haben, können wir auch keine Wunder vollbringen. Aber wenn wir komplett sind, können wir oben mitspielen. Auch ganz oben? Matlik: Oben ist oben. Mittelmaß wollen wir nicht sein. ***
Oliver Gerulat ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
27.10.2008 20.19 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Alles super, alles Preußen ***
Münster. Nicht alle, doch fast alle lagen sich in den Armen. Es war 15.48 Uhr an diesem 26. Oktober. Die Blockade hatte sich verflüchtigt, die Negativserie war beendet, der SC Preußen wieder da. Münster drei, Essen eins: Oh, wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön.
Genauer gesagt sieben Jahre nicht, und deshalb wurde dieses Liedgut für Fußballfans auch inbrünstig angestimmt. Ein Sieg der Adlerträger im Westschlager gegen die Rot-Weißen aus Essen. Endlich. Waren es wirklich nur drei Punkte, die in diesem 61. Aufeinandertreffen seit 1948 vergeben wurden? Oder war es mehr, ein richtungsweisender Triumph, mit dem für die kommenden 25 Spieltage eine glasklare Richtung vorgegeben worden ist?
Ob wir ein Titelaspirant damit sind? Wir sind auf jeden Fall eine der Mannschaften, die die Meisterschaft mitentscheiden können. Aber vor allem ist es ein glücklicher Tag für uns Preußen, meinte Präsident Dr. Marco de Angelis nach einem aufwühlenden und rassigen Spitzenspiel.
Letzte Woche noch, nach der Niederlage gegen Verl, waren wir keiner. Wenn wir die Leistung wie heute gegen Essen konstant bringen, dann sind wir einer, versuchte sich Trainer Roger Schmidt an einer schamanenhaften Deutung der Zukunft. Er hatte seine Elf mit einer außergewöhnlichen Strategie in die Spur gebracht. Und: Insgesamt haben wir verdient gewonnen. Unsere Dynamik war siegbringend, und das war die beste Mannschaft der Regionalliga, gegen die wir bislang gespielt haben. Unseren Fans gibt das ein Riesengefühl.
Durchaus war das so, keine Frage, der SCP, aber auch Essen, hatten 8691 Zuschauer durch ein Feuerwerk der Emotionen geführt. Mehr kann man von einer Fußballpartie in der vierten Liga nicht erwarten, eine schnelllebige, offensivfreudige und intensive Balltreterei war das.
Den Hausherren gehörte die erste halbe Stunde, doch Uwe Seggewiß (15.), Robert Magos (17.) und Michael Erzen (34.) verpassten die Führung. Die Gäste setzten vor allem ihre Physis dagegen, und einen Heber von Tugrul Aydin (16.) nach Fehler von Arthur Matlik, der fast das 0:1 bedeutet hätte. Münsters verdiente Führung resultierte aus einer Passgala von Massimo Ornatelli und Michael Erzen, innerhalb von zwei Augenblicken war das Spielfeld überbrückt, Mehmet Kara purzelte deshalb der Ball in den Lauf und mit seinem sechsten Saisontor nach 42 Minuten hob er das Preußenstadion erstmals aus den Angeln.
Nach dem Wechsel muckte RWE auf, wurde stärker und rührte die SCP-Verteidigung einige Male wie einen Teekuchenteig durcheinander. Zwar resultierte der Ausgleich durch Sascha Mölders (54.) aus einem Foulelfmeter, doch Münsters Defensive stellte sich im Vorfeld dermaßen ungeschickt an bis hin zum letzten Tackling vom Simon Talarek an Robert Mainka, dass der umsichtige Referee Günter Perl fast schon als erziehungstechnische Massnahme auf Strafstoß entschied.
Keiner konnte nach einer Stunde sagen, wie sich die Dinge noch drehen und wenden würden, alles war möglich, die Waage kippte leicht gen Essen. Doch der SCP war zur Stelle, als es ernst wurde. Als Kai von der Gathen per Gelb-Roter Karte in die Kabine beordert wurde, flatterten die Schmidterlinge im abschließenden akademischen Viertel der Partie beschwingt durch den Raum. Robert Magos (83.) und der brasilianische Joker Weller (87.) nutzten den numerischen Vorteil radikal aus. Münster drei, Essen eins mancher reibt sich wohl jetzt noch die Augen. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
26 10 08 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
20.10.2008 16.13 |
 |  |  | | | Preussen in "Neue Westfälische"
http://www.nw-news.de
| |  | *** LOKALSPORT GÜTERSLOH *** 20.10.2008 *** "Wir hatten die bessere Spielanlage" ***
SC VERL: Coach Mario Ermisch sieht Umstellungen durch Leistung bestätigt ***
Münster (kra). Mario Ermisch musste vor dem Anpfiff wegen der drei Umstellungen in seiner zuletzt überzeugenden Elf erstaunte Fragesteller beruhigen. Vertraut doch einfach dem Trainer, dass er weiß, welche Spieler gut drauf sind. Nach dem allemal verdienten 1:0 in Münster sah sich der Verler Coach bestätigt. An Bernhard Venker sei kein Weg mehr vorbeigegangen und auch Ishan Kalkan habe er aufstellen müssen, um glaubwürdig zu bleiben.
Der Vorstopper fühlte sich für Ermisch bei seinem Saisondebüt sogar schon ein bisschen zu sicher. Kritik stand an diesem angenehmen Samstag für Ermisch aber nicht im Vordergrund. Wir hatten schon die bessere Spielanlage, ehe wir durch die Platzverweise ein anderes Spiel bekamen. Er habe dann nur Angst gehabt, dass sein Team das Tempo zu sehr herausnehmen würde und natürlich hätte auch er gerne noch Chancen gesehen. Aber die Situation war gefährlich, erinnerte der SCV-Trainer daran, wie seine Truppe nach Gelbrot für Saur die Partie gegen Dortmund gedreht und sich diesen Kick geholt hätte, der sie nun in Münster zum Sieg und in der Tabelle nach vorne brachte.
Unsere Aggressivität reichte nicht, um die nötige, schnelle Balleroberung zu schaffen. Roger Schmidt sprach sympathisch ehrlich von einem schwachen Spiel der Preußen. Der Trainer des Favoriten trauerte zwar den ausgelassenen Chancen hinterher, lamentierte aber nicht über die durch die Auswechselungen von Lars Remmert (Nackenprobleme) und Guerino Capretti (Übelkeit) verlängerte Ausfallliste. Anders als sein Präsident Marco de Angelis, der sich über einen Skandal-Schiedsrichter empörte, gab Schmidt auch nicht Thorsten Kinhöfer die Schuld: Die Entscheidung gegen Wissing war regelkonform. Wir hatten uns nicht im Griff und mussten leiden. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
20.10.2008 15.59 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen Münster verliert 0:1 -
Gute Kunde aus der Nachbarschaft ***
Münster. Nein, diesem Samstagnachmittag konnte man an der Hammer Straße nun wahrlich nichts Positives abgewinnen. Das eigentlich Erfreuliche spielte sich woanders ab: In Mönchengladbach, wo Tabellenzweiter 1. FC Köln verlor, in Dortmund, wo Lotte gegen den Tabellenvierten vom BVB gewann, in Elversberg wo Spitzenreiter Kaiserslautern unterlag und in Leverkusen, wo die Bochumer Reserve 2:3 verlor. Allein: Die Preußen konnten kein Kapital aus dieser geballten Salve von Schützenhilfe schlagen, verloren 0:1 (0:0) gegen den SC Verl und verspielten eine mögliche tolle Ausgangsposition vor dem Top-Spiel nächsten Sonntag gegen RW Essen.
Es war eine dieser typischen Begegnungen, aus der der beste Arbeiter als Sieger hervorgehen würde. Verl stand defensiv gut und in der taktischen Ausrichtung noch besser: Mit Christian Knappmann beschäftigte die vorderste Sturmspitze die Abwehr des Gastgebers über 89 Minuten. Mit dem maltesischen Nationalspieler Etienne Barbara und Enrico Maaßen stellten zwei Außen die Preußen in der Absicht kalt, eben über die Linien mit Flanken in den Rücken der Verler Abwehr für Gefahr zu sorgen. Ein Knackpunkt, dass dies nicht gelang, denn damit waren die beiden Stürmer Weller Wilson Pereira, der ein eher unauffälliges Debüt im SCP-Trikot gab, sowie Marius Sowislo ohne Bindung zu den Schaltstationen im Mittelfeld. Und weil es hier an Kreativität Mehmet Kara wurde von seinen Gegnern beinahe komplett aus dem Spiel genommen , Inspiration und Laufbereitschaft mangelte, kam es, wie es kommen musste.
Die Preußen waren vor 3522 Zuschauern nicht in der Lage, zu agieren. Sie reagierten vornehmlich. Beschleunigungsfußball beherrschen die Preußen nicht, sind diesmal leicht ausrechenbar, auch wenn das Chancenverhältnis durchaus auf einen möglichen Sieg hingedeutet hatte: David Lauretta scheitert an Fatih Kalintas im Verler Tor (30.), fünf Minuten später knallt Wissing einen Freistoß an die Latte des Gäste-Tores. Das sind die ausgelassenen Möglichkeiten, die Trainer Roger Schmidt später in seiner Analyse bedauert. Indes: Rettet SCP-Keeper David Buchholz nicht unglaublich bravourös gegen Flottmanns Kopfball, siehts ganz anders aus.
Der zweite Durchgang beginnt mit einem Verler Warnschuss: Christian Knappmann trifft aber nur den Pfosten. Die Preußen sind jetzt wach. Im direkten Gegenzug verbaseln aber Kara, Seggewiß und Wissing (48.) aus jeweils kurzer Distanz. Die eigentlichen Knackpunkte aus Preußen-Sicht folgen jedoch: Erst fliegt Jens Wissing nach Foul (Gelbe Karte) und anschließendem Ballwegschlagen damit ist für Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer das Maß voll mit Gelb-Rot vom Platz. Kurz darauf erzielt Knappmann das vermeintliche 0:1, aber der Linienrichter winkt ab: Abseits, aber wars das wirklich?
Vielleicht ists eine Konzessionsentsheidung, die Schiri Kinhöfer (zwei Bundesliga-Einsätze, ein Champions Leage-Spiel in dieser Saison) zum anschließenden Elfmeterpfiff treibt? Nein. Ornatelli lässt das Bein stehen, weil er zu spät am Mann ist, Knappmann fällt fraglich, ob im Strafraum oder davor und Verls Kapitän Uilacan verwandelt (74.). Danach gehts für Orhan Özkara frühzeitig zum Duschen, weil er die Stollen voran Bernhard Venker an der Mittellinie abgrätscht. Gelb-Rot ist angemessen. Die Preußen versuchen danach noch viel, kaum etwas gelingt. Die aus Münsteraner Sicht positiven Dinge spielen sich an diesem Tag ohnehin woanders ab. ***
VON JÜRGEN BECKGERD ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
09.10.2008 21.25 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Worms
http://www.wormser-zeitung.de
| |  | *** VfR Wormatia am Tiefpunkt ***
Regionalligist kassiert ernüchternde 0:3-Heimniederlage gegen Münster ***
Vom 06.10.2008 ***
Der VfR Wormatia Worms ist in der Fußball-Regionalliga West am Tiefpunkt angekommen. Nach der 0:3 (0:2)-Heimniederlage vor 2035 Zuschauern gegen den SC Preußen Münster steht die Mannschaft von Trainer Bernhard Trares auf dem letzten Tabellenplatz. Vor allem in der ersten Halbzeit war ein Klassenunterschied zu sehen. ***
Von
Bardo Rudolf ***
Die einen ließen sich einfach hinfallen, die anderen blickten konsterniert auf den Boden. Der Frust der Wormatia-Spieler nach der Niederlage gegen Münster war deutlich zu spüren. In den 90 Minuten zuvor hatten die Gastgeber teilweise eine Lehrstunde erhalten, die auch Trainer Bernhard Trares nicht schönredete: Unsere Leistung heute ist nicht zu entschuldigen. Münster hat uns unsere Grenzen aufgezeigt.
Zu naiv fand der Ex-Profi seine Spieler und nannte als Beispiel dafür das erste Gegentor. Erst verloren die Wormaten den Ball in der Vorwärtsbewegung, dann griffen drei Spieler den Preußen-Akteur Mehmet Kara nicht richtig an, so dass dieser den frei in den Strafraum laufenden David Lauretta zum 1:0 bedienen konnte (10.). Danach wirkten die Gastgeber noch nervöser als schon in den ersten Minuten und produzierten schon im Spielaufbau jede Menge Fehlpässe. Eine Unsicherheit war da. Ich weiß auch nicht, warum, sagt Matthias Lang, der diesmal im Abwehrzentrum auch nicht die nötige Ruhe ausstrahlte. Deshalb vermisste Trares den gesperrten Dennis Probst sträflich. Er ist jemand, der der Mannschaft Stabilität gibt. Verzichten musste der Coach auch auf Mahir Sahin, dessen Oberschenkelmuskel im Abschlusstraining wieder zugemacht hatte. ***
Müller zeigt gute Paraden ***
Als einziger Wormate zeigte Torhüter Thorsten Müller eine gute Leistung und verhinderte mit guten Paraden weitere Gegentreffer. Schon früh riefen die rund 300 Gästefans Hier regiert der SCP und fanden niemanden, der widersprach. Bald drückte sich dies auch noch deutlicher im Ergebnis aus. Eine Flanke köpfte Lars Remmert an die Latte. Den Abpraller verwertete Orhan Özkara zum 2:0 (41.). Und in der 77. Minute machte der technisch überragende Kara dann alles klar, als er einen über Julian Loose vorgetragenen Konter zum Endstand abschloss.
Im Gegensatz zu Münster war von der Wormatia-Offensive fast nichts zu sehen. Marcel Gebhardt setzte als offensiver Mittelfeldspieler diesmal keine Akzente. Auch die Taktik mit Marco Vorschneider und dem erstmals nach seiner Verletzungspause wieder aufgebotenen Manuel Helmlinger als Außenstürmer brachte keinen Erfolg. Dazu vergaben die Gastgeber die einzige richtig gute Chance, als erst Gebhardt und dann Vorschneider den Ball in aussichtsreicher Position nicht ins Tor brachten. Es wäre der Anschlusstreffer kurz vor der Pause gewesen. ***
Selbstvertrauen gesucht ***
So gehen die Wormser aber mit einem deftigen Misserfolg in die Spielpause, die erst am 17. Oktober mit dem Auswärtsspiel in Essen endet. Wir müssen schauen, dass wir wieder Selbstvertrauen aufbauen, sagt Trares.
Trares will auch überlegen, was er im Team ändern kann.
Es ist qualitativ nicht so, dass wir die Gegner an die Wand spielen können. Also müssen wir uns mehr auf Kampf und das Verhindern von gegnerischen Torchancen konzentrieren, sagt er. ***
Klubchef wirbt um Ruhe ***
Schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff hatte Trares mit der Aufbauarbeit angefangen, als er noch auf dem Feld mit den Spielern redete. Ich habe gesagt, dass wir uns zusammenraufen und eng zusammenstehen müssen, was ja auch durch den gebildeten Kreis symbolisiert wurde, erklärte Trares die Aktion.
Wir müssen in Ruhe weiterarbeiten, anders geht es nicht, sagt der Wormatia-Vorsitzende Jürgen von Massow. Zumindest im Vorstand ist also keine Unsicherheit zu spüren. Auf dem Feld war das anders. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
09.10.2008 21.22 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | *** Preußen besiegen den Drachen ***
Worms. Vielleicht, wenn es ihn denn wirklich gibt, ist der Schatz der Nibelungen im Rhein nahe Worms versunken. Die Expedition des SC Preußen Münster fand das sagenumwobene Geschmeide, welches Hagen unheilwitternd schnell noch vor der rachsüchtigen Krimhild in den Fluten des Flusses verschwinden ließ, bei der zweitägigen Dienstreise zwar nicht, doch die drei Punkte glänzten schon wie Gold, als der Regionalligist gestern die Heimreise antrat.
Nach dem eindrucksvollen 3:0 (2:0)-Auswärtssieg über Wormatia Worms hat sich die Elf von Trainer Roger Schmidt wieder ein Stück weiter nach vorn geschoben. Vierter sind die Preußen nun, ungeschlagen in Siegfried-Manier als einziges Team der West-Staffel, man hat Sichtkontakt zum Spitzenreiter Kaiserslautern 2 im Übrigen nur vom SCP in dieser Saison niedergerungen. Das stellt sich gut da, aber ich bleibe dabei, erst nach zehn Spieltagen wissen wir genau, wo wir stehen. 13 Punkte aus sieben Spielen ist nicht schlecht, doch wir haben noch Luft nach oben.
Schmidts Worte klangen nach der souveränen Vorstellung, die in dieser Art und Weise gegen einen zugegebenermaßen maroden Gastgeber leicht von der Hand ging, kraftvoll wie von Siegfried ausgerufen. Worms, der Club mit dem Drachen im Vereinsemblem, hätte in der deutschen Sagenwelt mit so einem Kampfgebaren nicht lange überlebt, im Hier und Jetzt ist die Wormatia Abstiegskandidat Nummer eins.
Das sollte die Leistung der Gäste aus Münster aber nicht schmälern. Denn 90 Minuten lang dominierte der SCP das Geschehen im Stil einer Spitzenelf. Stabile Abwehr, gleichermaßen kreatives wie kompaktes Mittelfeld, jede Menge Chancen im Angriff. Es passte, es lief zusammen bei den Preußen. Einzig die Chancenverwertung war vielleicht noch zu bemängeln, fand Trainer Schmidt doch noch ein Haar in der Suppe. Mehmet Kara und Michael Erzen hätten das halbe Dutzend voll machen können, gemurrt hätte in Worms keiner, weil die Lage von Minute eins bis Abpfiff dermaßen klar war. Münster spielte Fußball, Worms versuchte sich irgendwie zu retten.
Schon nach neun Minuten traf David Lauretta fulminant nach einem gescheiten Rückpass von Mehmet Kara zum 1:0. Eine halbe Stunde später köpfte zunächst Lars Remmert nach einer Ecke an die Latte, die Resteverwertung von Orhan Özkara markierte das 2:0. Rund um diese beiden Eckpfeiler sah auch der letzte auf den Rängen den Klassenunterschied. Nach dem Wechsel war die Wormatia bemüht, doch die Sturm- und Drangphase war nicht mehr als eine kleine Rauferei für die harten Männer aus Münster. Sie gewährten dennoch vorerst Gnade und damit Hoffnung für die unterlegenen Wormser, weil erst nach 77 Minuten Mehmet Kara mit seinem fünften Saisontor das 3:0 erzielte. Er eilte prompt in die Fankurve und ließ sich feiern, als ob der SCP nun tatsächlich den Nibelungen-Nachlass aufgestöbert hätte. Das war pure Erleichterung, denn das war kein einfaches Spiel, erklärte Kara seine Luftsprünge vor dem Preußen-Anhang. Was wird der Mittelfeldregisseur erst machen, wenn die Preußen Meister werden?
Soweit ist es noch lange nicht, aber der SCP beißt sich oben fest. Und geht mit einer glänzenden Ausgangsposition in die kommenden beiden Heimspiele. Das wird den einen oder anderen mehr ins Stadion locken, zumal es nun gegen Verl und Essen geht, freute sich auch Teammanager Carsten Gockel über die gestrige Anschubhilfe für höhere Zuschauerzahlen bei Auftritten im Preußenstadion. Es ist kein Märchen oder eine Sage, die Drachentöter aus Münster sind nach durchwachsenem Saisonstart offenbar bereit für die großen Schlachten. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
05 10 08 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
30.09.2008 19.13 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Cloppenburg
http://www.nwzonline.de
| |  | *** 29.09.2008 ***
BV Cloppenburg verpasst in Münster Überraschung ***
Regionalligist verliert unglücklich mit 2:3 nach 2:1-Pausenführung Koitka sieht Gelb-Rot ***
Sie haben am Sonnabend im Gastspiel bei Preußen Münster kräftig an einer Überraschung geschnuppert. Am Ende standen die Regionalliga-Fußballer des BV Cloppenburg aber mit hängenden Köpfen und leeren Händen auf dem Rasen. Nach einer 2:1-Pausenführung des BVC hatten die Westfalen der Elf von Trainer Frank Schulz beim 3:2 den Sieg noch entrissen. Wir hätten uns mindestens mit einem Punkt belohnen müssen, sagte Cloppenburgs Trainer Frank Schulz nach dem Abpfiff fassungslos.
Vor 3200 Zuschauern setzten die Gäste ihr Vorhaben, beim selbst ernannten Titelanwärter lange ein zu Null zu halten, glänzend um. Münster fiel nichts ein. Zudem steckten die hohen Aufwand betreibenden Gäste den Rückstand durch Michael Erzen nach Münsters erster gefährlicher Situation (34.) exzellent weg.
Im Gegenzug köpfte Bernd Gerdes den Ball mit viel Wucht ein. Und es kam noch besser: Nach einer schlampige Abwehr der verunsicherten Preußen schoss BVC-Kapitän Maarten Schops den Ball aus 30 Metern flach ins Eck (38.). Sekunden davor hatte Edin Terzic Münsters Tor nur um Zentimeter verfehlt.
Obwohl nicht mehr so ballsicher wie noch in der ersten Halbzeit, hatte Cloppenburg das Geschehen auch nach dem Seitenwechsel unter Kontrolle. Bedient von Norman Seidel hätte Kai Koitka das 3:1 machen müssen. Er verzog aber freistehend vor Preußen-Torwart David Buchholz (59.). Das war die größte Chance im ganzen Spiel, grollte Schulz.
Dieser Fehlschuss hauchte Münster neuen Mut ein. Ausgerechnet nach einer eigenen Ecke lief der BVC in einen Konter zum 2:2. Mehmet Kara hatte keine Mühe am zweiten Pfosten zu vollenden (67.).
Jetzt kam es knüppeldick. Fünf Minuten später sahen die Cloppenburger sich einer Unterzahl ausgesetzt. Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) zeigte dem bereits wegen Meckerns verwarnten Koitka wegen einer vermeintlichen Spielverzögerung die Gelb-Rote Karte. Schließlich kam es, wie es kommen musste: Münsters Druck wurde größer. Bedient vom starken Kara traf Julian Loose aus 17 Metern zum 3:2 (77.). *** |
 |
|
Datum des Eintrags:
26.09.2008 20.19 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Trier
http://www.eintracht-trier.com
| |  | *** SV Eintracht Trier 05 : Preussen Münster 1:1 (0:0) 19.09.2008 ***
Punkteteilung bei Baslers Heimspieldebut ***
Am Freitagabend trennten sich Eintracht Trier und Preussen Münster vor 2780 Zuschauer leistungsgerecht 1:1 Unentschieden. Die Führung der Gäste konnte Gustav Schulz mit seinem zweiten Saisontreffer egalisieren.
Seit langem herrschte im Trierer Moselstadion wieder einmal echte Fussball-Atmosphäre, die dem Kräftemessen der beiden Traditionsvereinen einen würdigen Rahmen gab. Dafür sorgten auch die 200 mitgereisten Preussen-Fans, die zum ersten Mal in dieser Saison die Öffnung des Gästeblocks wirklich rechtfertigten. Das Spiel begann mit einer längeren Abtastphase, bei der beiden Mannschaften der Respekt voreinander anzumerken war. Münster präsentierte sich als spielstarke Mannschaft, die in der 15. Minute nach einem schnellen Konter die Chance zur Führung hatte. Miletic konnte aber per Fußabwehr klären. Danach kam Trier besser ins Spiel und hätte durch Wittek das 1:0 machen können, doch der SVE- Kapitän scheiterte freistehend am Preussen-Keeper Buchholz. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend und Lacroix hatte in der 45.Minute die letzte Torchance der ersten Halbzeit, als sein Kopfball nur hauchdünn am Münsteraner Tor vorbeistrich. Mit einem leistungsgerechten 0:0 wurden die Seiten gewechselt.
Nach der Pause fand Münster besser ins Spiel und drängte die Eintracht in die Defensive. Folgerichtig fiel auch dann das 1:0 für die Gäste: Erzen nutzte eine Konzentrationsschwäche der SVE-Abwehr nach einer Ecke und schoss aus kurzer Distanz an Miletic vorbei zur Führung ein. Trier reagierte keineswegs geschockt, sondern erhöhte den Druck und drängte auf den Ausgleich. Mit der Einwechslung von Hentschke für Müller setzte SVE-Trainer Basler auf Offensive und die EIntracht wurde belohnt. In der 64.Minute traf der wunderschön frei gespielte Schulz per Flachschuss zum 1:1. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, doch Tore sollten keine mehr fallen. So blieb es beim leistungsgerechten 1:1 in einem spannenden und hochklassigen Regionalliga-Spiel. Eintracht Trier bewies erneut Moral und zeigte, dass man mit einem Titelkandidaten wie Preussen Münster durchaus mithalten kann.
Am kommenden Samstag steht das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenführer und Krösus der Liga Rot-Weiss Essen an. Sollte das Team von Mario Basler sich weiter wie in den letzten beiden Spielen steigern können, ist aber auch an der Essener Hafenstrasse ein Punktgewinn durchaus im Bereich des Möglichen. ***
Eintracht Trier: Miletic, Dingels (76. Schottes), Cinar, Lacroix, O´Connor, Bradasch, Hartung, Schulz, Wittek (82. Schäfer), C. Müller (60. Hentschke), Risser ***
Preußen Münster: Buchholz, Ornatelli, Capretti, Özkara, Wissing, Kara, Matlik, Lauretta (87. Bakalorz), Seggewiß (71. Talarek), Sowislo (71. Loose), Erzen ***
Tore: 0:1 Erzen (59.), 1:1 Schulz (64.) ***
SR: Robert Kampka ***
Zuschauer: 2780 ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
16.09.2008 15.57 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Ein David in jeder Halbzeit ***
Münster. Jede Halbzeit hatte ihren David: David Lauretta sorgte mit seinem Traumtor nach 26 Minuten für den 1:1-Ausgleich der Preußen und den optischen Leckerbissen der Partie.
Doch der vielversprechende Auftakt fand im zweiten Abschnitt keine Fortsetzung. Da war es dann leider wieder der andere David, nämlich Keeper David Buchholz, der zum wiederholten Male Gelegenheit bekam, sich in die Reihe der besten Preußen-Spieler zu schieben. Sein toller Reflex nach 60 Minuten gegen den Schuss von Marius Laux und seine gute Strafraumbeherrschung zwölf Minuten später beim Solo von Mike Wunderlich retteten den Preußen diesen einen Punkt, der durch den Treffer von David Lauretta erst möglich gemacht worden war.
Während Gästetrainer Frank Schaefer nach dem Abpfiff sehr zufrieden mit diesem einen Punkt war, gab Preußen-Coach Roger Schmidt unumwunden zu, sich mehr vorgenommen zu haben. Wir wollten heute gewinnen und deswegen kann ich nicht zufrieden sein, so Schmidt, der während der Partie alles versuchte, dem Spiel die richtige Richtung zu geben.
Dazu scheute er auch nicht vor unpopulären Maßnahmen zurück. Laute Pfiffe begleiteten die Auswechslung von Stürmer Michael Erzen nach 62 Minuten. Erzen war bis dahin nicht immer effektiv, aber allemal auffällig einsatzfreudig unterwegs. Dennoch brachte Schmidt nach gut einer Stunde Julian Loose ins Spiel. Ich habe mir davon einige schnelle Vorstöße versprochen.
Die Kölner Innenverteidigung war nicht die schnellste, begründete Schmidt diesen Wechsel, dem 14 Minuten später der nächste folgte, weil sich Loose nicht wie erhofft in Szene setzen konnte. Jetzt musste auch der zweite Stürmer, Marius Sowislo seinen Platz räumen. Für ihn rückte Mehmet Kara in die Spitze, seinen Platz im Mittelfeld übernahm der eingewechselte Selcuk Dede. Mehmet ist immer für eine gefährliche Situation gut. Deswegen habe ich ihn am Ende von seinen Defensivaufgaben befreien wollen und vorne reingestellt, so Schmidt. Doch auch Kara blieb erstmals in der noch jungen Saison ohne Torerfolg.
Alle drei Sturmvarianten der Preußen blieben am Samstag wirkungslos, was bleibt war das Traumtor von Mittelfeldspieler David Lauretta. der sich aber nach der Partie nicht so recht darüber freuen wollte: Was bringt uns das Tor, wenn wir das Spiel nicht gewinnen. ***
VON ANSGAR GRIEBEL, MÜNSTER ***
14 09 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
01.09.2008 15.51 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Bochum
http://www.vfl-bochum.de
| |  | Bericht ***
U23 mit Remis gegen Preußen ***
In einer hart umkämpften Regionalligabegegnung musste sich unser Team nach einer 3:1-Führung mit einem Remis zufrieden geben. Schmidtgal (28.), El-Nounou (32.) und Schmitz (39.) brachten unsere Mannschaft in Führung, die wir leider nicht über die gesamten 90 Minuten halten konnten. In der zweiten Hälfte erarbeitete Münster sich ein durchaus verdientes 3:3-Unentschieden.
Am 3. Spieltag der Regionalliga-West traf unsere U23 auf die Preußen aus Münster. Die von Nico Michaty als Aufstiegsaspiranten gehandelten Gäste bestimmten von Beginn an das Geschehen und störten das Aufbauspiel unserer Mannschaft früh in der eigenen Hälfte. Erstmals gefährlich wurde es nach neun Minuten, als die Preußen im Strafraum zum Schuss kamen, der aber knapp am Tor vorbei segelte. Unser Team kam nur schwer in Tritt und dementsprechend selten in Strafraumnähe. Nach 15 Minuten brachte Aydin die erste Flanke in den Münsteraner-Sechzehner, die jedoch an Freund und Feind vorbei flog. Nur Minuten später musste Michatys Team tief durchatmen, als ein Freistoß von Julian Loose mit voller Wucht unser Lattenkreuz malträtierte.
Dann, wie aus dem Nichts, fiel das 1:0 für unsere Mannschaft. Mirkan Aydin hatte sich auf der rechten Seite gegen zwei Münsteraner durchgesetzt und den Ball in den Rücken der Abwehr auf Heinrich Schmidtgal gespielt, der die Kugel mit einem fulminanten Schuss in die Maschen drosch (28.). So überraschend unser Team in Führung ging, so überraschend fiel auch das 2:0. Nur vier Minuten später bekam Sami El-Nounou einen wunderbaren Pass von Schmidtgal vor die Füße und netzte kaltschnäuzig zum 2:0 ein. Die bis zum 1:0 dominierenden Gäste ließen sich jedoch nur bedingt einschüchtern und schlugen zurück in der 34. Minute verkürzte Oezkara zum 2:1, sodass die gut 800 mitgereisten Preußen-Fans wieder Morgenluft schnupperten.
Doch der Morgen sollte bald erneut in eine zwei Tore weite Ferne rücken. Der nun wie entfesselt aufspielende Schmidtgal setzte sich auf der linken Seite gegen etwas müde wirkende Münsteraner durch und trat seine zweite passgenaue Flanke des Abends. Der Abnehmer, Lukas Schmitz, verwertete diesen Traumpass genauso perfekt wie zuvor El-Nounou und brachte unser Team mit 3:1 in Führung. Begünstigt wurden unsere Treffer von einer sich im Tiefschlaf befindenden Gästeabwehr, die nach 45 Minuten also mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabinen trotteten.
Beide Teams schienen zu Beginn der zweiten Hälfte dem hohen Laufpensum der ersten Halbzeit Tribut zu zollen. Münster kam nach zehn Minuten erneut besser ins Spiel als unsere Mannschaft und erhöhte den Druck. So kam es wie es kommen musste: Mehmet Kara war dem Bochumer Mittelfeld enteilt und unsere Hinterleute konnten ihn nur noch unfair bremsen - Elfmeter! Oezkara verwandelte sicher und die Gäste waren wieder dran (61.). Unsere Elf, die sich scheinbar schon als sicherer Sieger fühlte, musste nun aufwachen, tat es aber nicht. In der 65. Minute setzte sich Kara gegen unsere Hintermänner durch und konnte den machtlosen Andreas Luthe gekonnt zum Ausgleichstreffer überwinden.
Fortan spielten wir nicht mehr um den Sieg, sondern gegen die Niederlage. Doch unser Team hielt hinten dicht und hatte sogar noch Chancen, den Siegtreffer zu erzielen, aber auch die Gäste passten auf. Betrachtet man beide Halbzeiten, können sich beide Mannschaften nicht beklagen, mit einem Punkt den Rasen verlassen zu haben. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
24.08.2008 17.08 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Kaiserslautern
http://www.fck.de
| |  | FCK II UNTERLIEGT PREUßEN MÜNSTER MIT 0:2 ***
Der Großteil des Spiels gehörte uns - dann fälllt das 1:0 und kurz drauf der zweite Treffer, das war bitter, fasste Coach Alois Schwartz zusammen. Die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern dominierte das Geschehen im Preußenstadion über weite Strecken, konnte letztlich aber kein Kapital aus der Überlegenheit schlagen, da vor allem gute Möglichkeiten ungenutzt blieben. Die Treffer für Preußen Münster erzielten Mehmet Kara (53.) und Michael Erzen (65.). Nach dem Rückstand wechselte das Trainerteam zweimal aus und brachte mit Julien Jemmely für Torsten Reuter und Christian Henel für Marc Gross zwei Angreifer (66.), was jedoch nicht den erhofften Erfolg mit sich brachte.
Der Torhüter der Münsteraner hat mehrfach sehr gut gehalten, wir hatten allein in der ersten Hälfte drei hervorragende Chancen, aber leider ging der Ball nicht über die Linie, so Schwartz. Trotz der Niederlage in Westfalen zog der Trainer jedoch ein positives Fazit aus der ersten Auswärtspartie der zweiten Mannschaft des FCK: So wie die Mannschaft aufgetreten ist, müssen wir absolut zufrieden sein. Sie hat bestimmend gespielt, einen erfahrenen Gegner auf fremdem Platz an den Rand einer Niederlage gebracht - wenn wir jetzt einen Schritt weiter kommen und unsere Fehler abstellen, dann sind wir auf einem guten Weg. ***
SC Preußen Münster - 1. FC Kaiserslautern II 2:0 (0:0) ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
19.08.2008 16.13 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Elfmeter gehalten Buchholz lernt dazu ***
-hef- Gelsenkirchen. Als sich David Buchholz vor gut einer Woche in der raren Situation eines Elfmeterschießens wiederfand, da baute sich vor dem 25 Jahre alten Torwart des SC Preußen eine Art Chinesische Mauer auf. Der Kampf mit dem Unbekannten begann. Sieben Bochumer traten gegen ihn an, sechs verwandelten sicher, einer verschoss, bei keinem Ball hatte er eine wirkliche Abwehrchance. Doch seitdem oder auch erst durch diese Partie hat die Nummer eins im Preußenkasten offenbar dazugelernt. Als Schalkes Danny Latza nach 75 Minuten zum Strafstoß anlief, ahnte Buchholz nicht nur die richtige Ecke, er hielt obendrein den Schuss und die 1:0-Führung seines Teams fest zumindest noch für zwei Minuten.
Das war sowieso niemals ein Elfmeter, eher ein Witz. Aber da ich gehalten habe, ist die Sache jetzt auch abgehakt, meinte Buchholz. Nicht Schiedsrichter Christian Fischer, sondern sein Assistent Frederick Assmuth hatte Sekunden zuvor bei einer Torchance von Björn Traufetter ein Tackling von Buchholz am Schützen gesehen. Die Linienrichter sah dabei irgendetwas, was keiner sonst unter den 5237 Zuschauern gesehen hatte. Im Übrigen sollen mindestens rund 3500 Menschen aus Münster angereist sein, an den nur spartanisch geöffneten Kassenhäuschen der riesigen Arena bildeten sich Schlangen. Bundesliga-Spiele sind mit 61 673 Zuschauern regelmäßig ausverkauft, trotzdem werden die Partien stets pünktlich angepfiffen. Gestern kam der SCP mit seiner Entourage, und mit sechs Minuten Verspätung ging es erst los. Ein kleiner Achtungserfolg für Preußen Münster in Schalke.
Zurück zum Sport: Wir haben wirklich nicht gut gespielt, aber wenn man 1:0 führt und ein später Elfmeter abgewehrt wird, dann sollte das zu Sieg reichen, zeigte sich Innenverteidiger Guerino Capretti enttäuscht. Mehmet Kara, der in der ersten Halbzeit im allgemeinen Preußen-Wirrwarr untergetaucht war, agierte nach dem Wechsel aus dem Mittelfeld heraus wesentlich agiler und wertvoller. Er wollte das Unentschieden nicht als gefühlte Niederlage verstanden wissen: Das war das erste Saisonspiel, wir haben einen Punkt und können damit gut leben. ***
17 08 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
11.08.2008 19.27 |
 |  |  | | | Der DFB-Pokalkrimi in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | An Schlaf war nicht zu denken ***
Münster. Die Nacht war kurz, aber in einen geruhsamen tiefen Schlaf konnte wohl kein Preußen-Spieler fallen. Denn ein solch aufwühlendes und gleichzeitig kräftezehrendes DFB-Pokal-Spiel hatte wohl keiner der aktuellen Adlerträger bislang erlebt.
Nur ein paar Zahlen zur Gedächtnis-Auffrischung: 15 050 Zuschauer im ausverkauften Preußenstadion, 120 dramatische Spielminuten, null Tore. 14 Elfmeter, drei tragische Helden am Punkt. Und, und, und.
Am Ende setzte sich der Erstligist VfL Bochum mit 6:5 im Elfmeterschießen gegen den Herausforderer Preußen Münster durch, dramatischer kann eine Erstrundenpartie im DFB-Pokal wohl kaum verlaufen. Keiner, wirklich keiner, konnte sich auf dem Heimweg kurz vor Mitternacht über die Entwicklung der Dinge in irgendeiner Art und Weise beschweren. Die Mannschaft geht gut damit um. Schnell wird das Gefühl Oberhand gewinnen, zu einem Super-Fußballspiel beigetragen zu haben, meinte Trainer Roger Schmidt. Er hielt nur eine kurze Ansprache vor dem so genannten Auslaufen nach der Pokalschlacht am Samstagmorgen um 10 Uhr. Alles Wesentliche hatten seine Spieler ein paar Stunden zuvor auf dem Rasen des Preußenstadions erzählt.
Selten tat eine Niederlage der Preußen-Elf wie auch dem stimmgewaltigen Anhang mehr weh, selten schmeckte ein Aus im Pokal süßer. So war es, eine süß-saure Sache. Wer die Begegnung zwischen dem haushohen Favoriten aus dem Ruhrgebiet und dem krassen Außenseiter aus Münster vor Ort verfolgt hatte, dessen Geschmacksnerven goutierten immer noch diesen Pokal-Riesenhappen. In diesen wenigen Stunden hat der SCP die beste Werbung in eigener Sache gemacht.
In einem mitreißenden Spiel fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen. Münsters Kapitän Orhan Özkara vergab beim ersten Schuss, später sollte der 13. Versuch die Entscheidung herbeiführen, als Lars Remmert an Bochums Schlussmann Daniel Fernandes scheiterte. Anther Yahia machte für den VfL mit dem 6:5 alles klar.
Die Mannschaft ist eine starke Gemeinschaft, glaubt Teammanager Carsten Gockel. Özkara und Remmert würden von ihren Teamkollegen wieder aufgebaut werden. Schuldzuweisungen, so Gockel, würde es keine geben, vielmehr habe der SCP 2008 Charakter. Schmidt: Aus den verschossenen Elfmetern machen wir kein großes Ding.
Diese Nehmerqualitäten muss der SCP im Meisterschaftsbetrieb der Regionalliga bestätigen. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr geht es nach Schalke, in der Arena kommt es zu Aufeinandertreffen mit der Reserve der Königsblauen zum Saisonstart. Der Oberliga-Meister der Vorsaison aus Münster trifft auf den Vize aus Gelsenkirchen. Auch das ist ein besonderes Spiel für uns, wenn wir in der Arena spielen dürfen, versucht Schmidt gleich einen neuen Spannungsbogen zu zeichnen.
Und Teammanager Gockel hofft auf eine kleine Völkerwanderung aus Münster am nächsten Sonntag. Inspiriert von den Pokal-Preußen sollen jetzt die Meisterschafts-Münsteraner unterstützt werden. Mit einer Anhängerschaft von rund 2000 rechnet Gockel deshalb.
Und auch die magische 1000er Marke soll diese Woche fallen. Wurden bereits vor dem Pokalknaller 850 Dauerkarten gekauft, so soll der Schwung nun möglichst beibehalten werden. Schließlich ist das erste Saison-Heimspiel gegen die Zweitvertretung des 1. FC Kaiserslautern (22. oder 23. August) nicht mehr fern. Zeit zur Trauer bleibt nicht wirklich. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
10 08 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
28.07.2008 16.34 |
 |  |  | | | Online-Echo aus Ingolstadt
http://www.fcingolstadt.de
| |  | 28.07.08 07:06 ***
Schanzer auch in Münster erfolgreich ***
SC Preußen Münster vs. FC Ingolstadt 04 1:3 (1:2) ***
Ingolstadt, den 28. Juli 2008 - (SB) Mit einem 1:3 (1:2) Auswärtssieg beim Regionalligisten SC Preußen Münster ist den Schanzern für die bevorstehende Generalprobe gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg im umgebauten ESV-Stadion ein Motivationsschlag geglückt. Vor rund 1000 Zuschauern bewiesen die Ingolstädter Stärke und erkämpften sich den Sieg über ungewohnt heiße 90. Spielminute. Nach einer Woche Dauerregen im Trainingslager Windischgarsten, ein plötzlicher Wetterumschwung, an den sich die Kicker erst gewöhnen mussten.
Mit einigen Umstellungen in der Startelf präsentierte sich die Mannschaft von Thorsten Fink am gestrigen Sonntag in Münster von Beginn an überlegen. Abwehr-Riese Malte Metzelder war vor der Abwehr gesetzt, während Neuzugang Jaime Braganca neben Steffen Wohlfarth als zweite Spitze glänzte. Marcel hat Probleme und Malte hat die Position schon öfter im Training gespielt, der kann das. Jaime brauchte den Einsatz als Motivation. Mit dem Ball am Fuß kam das Leuchten in seinen Augen zurück, so Thorsten Fink nach dem Sieg in Münster. Was die Spieler noch so alles Können, zeigten sie bereits in der 3. Minute nach Anpfiff der Partie, als Stürmer Steffen Wohlfarth nach einem Zuspiel von Daniel Jungwirth den Ball im gegnerischen Tor versenkte. Die frühe Führung ließen sich die Schanzer allerdings schon vier Minuten später wieder durch einen Ausgleichstreffer des Münsteraners Mehmet Kara nehmen. Die ersten zwanzig Minuten blieben temporeich und hart umkämpft von beiden Seiten. Zahlreiche Konter, Freistöße und Ecken reihten sich aneinander, ein weiterer Treffer gelang jedoch keiner der beiden Mannschaften. Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit schafften die Ingolstädter durch einen direkten Freistoß von Daniel Jungwirth das 1:2.
Nach der Pause wechselte Trainer Thorsten Fink kräftig durch. Neben Schneider (46.), Karl (46.) und Sejna (46.) bekamen auch Demir (67.), Lemos (67.), Fink (79.) und Rama (79.) eine Chance sich zu beweisen. Mit Erfolg versuchten die Ingolstädter in der zweiten Halbzeit die Räume enger zu machen und schneller auf den Gegner drauf zu gehen, um somit das Spiel der Münsteraner früher zu unterbrechen. Außer in der 79. Minute durch einen Pfostenschuss von Michael Erzen und einen Nachschuss von Weller Wilson Pereira kam es von Seiten der Münsteraner so nicht mehr zu torgefährlichen Chancen. Die Einwechslungen brachten insgesamt noch mal frischen Wind ins Spiel der Donaustädter. Verantwortlich für den 1:3 Endstand, also das dritte und letzte Tor der Partie, war das Steffen-Sturmduo. Nach einem Querpass von Steffen Wohlfarth direkt in den Strafraum, musste Steffen Schneider nur noch den Fuß hinhalten und erzielte somit den Treffer in der 61. Minute. Thorsten Finks Einschätzung zum Spiel: Nach dem Trainingslager ist so ein Spiel immer schwierig. Die Mannschaft ist müde und es war heute noch sehr heiß. Wir hätten auch 1:4 oder 1:5 gewinnen können, aber ich bin zufrieden mit der Umsetzung. ***
Anstoß: 27.07.08 14:30 Uhr ***
Austragungsort: Münster ***
Zuschauer: 1000 ***
Tore:
0:1 Wohlfarth (3.)
1:1 Kara (7.)
1:2 Jungwirth (42.)
1:3 Schneider (61.)
|
 |
|
Datum des Eintrags:
14.07.2008 17.50 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | So schön kann verlieren sein ***
Münster. So sehr haben sich die Preußen schon lange nicht mehr über eine Niederlage gefreut. Wenige Minuten nach der 0:1-Niederlage Sonntagabend gegen die Glasgow Rangers bastelten die Verantwortlichen des Regionalligisten mit vereinten Kräften an einer verkehrten Fußballwelt. ***
Alles prima, bilanzierte Clubchef Marco de Angelis. Eine rundum gelungene Veranstaltung, befand Teammanager Carsten Gockel, und Preußen-Trainer Roger Schmidt versah die Niederlage abschließend mit dem überraschenden Fazit: Das war ein schöner Tag. Und das Erstaunlichste an dieser nicht ganz repräsentativen Umfrage: Alle hatten völlig Recht.
Einzig die Spieler, das verriet der Trainer im Nachklapp, seien enttäuscht gewesen, weil gegen den Champions-League-Teilnehmer, Uefa-Pokal-Finalisten und schottischen Rekordmeister vor 5211 zufriedenen Zuschauern Sonntag sogar noch mehr drin gewesen wäre, als diese ehrenvolle Niederlage.
Auf ihrer Homepage hatten sich die Rangers im Vorfeld dieses Testspiels im Wesentlichen auf die längst vergangene Bundesliga-Saison der Preußen des Jahres 1963 konzentriert. Sonntag mussten sie feststellen, dass auch die Preußen des Jahres 2008 etwas zu bieten haben. Respektlos und sehr selbstbewusst zwangen die Adlerträger die Schotten vor allem dazu, hinten dicht zu machen.
Preußen war 45 Minuten lang die tonangebende Mannschaft. Und immer, wenn es vor dem Tor des dreifachen schottischen Nationalkeepers Neil Alexander lichterloh brannte, hatte Neuzugang Julian Loose auf der rechten Seite als sehr effektiver Brandbeschleuniger gezündelt. Loose ließ sich von großen Namen nicht schrecken und setzte sich wie auf der anderen Seite auch Mehmet Kara immer wieder gegen einen oder bei Bedarf mehrere Gegenspieler in Szene.
Leider brachten die Gastgeber in dieser Phase das Leder nicht im Gästetor unter. Stattdessen nutzte Glasgow nach 34 Minuten die einzige Einschussgelegenheit der ersten Halbzeit. Preußen-Torwart David Buchholz verdarb sich einen ansonsten tadellosen Arbeitstag, als er bei einem Steilpass wenige Zentimeter zu spät kam, und sich der bullige Schottenstürmer Jean-Claude Darcheville clever über den Keeper fallen ließ, den Strafstoß verwandelte Charlie Adam sicher. Das ist schon ein Wermutstropfen, ärgerte sich Buchholz über diese Situation, zumal er ansonsten bis zum Wechsel kaum gefordert wurde.
Im zweiten Durchgang war er gegen nun doch stärkere Briten immer auf dem Posten und verhinderte eine höhere Niederlage, die die Preußen aber auch nicht verdient gehabt hätten. Wenn man so gut spielt, und den Ball laufen lässt, muss man sich auch ein bisschen über diese Niederlage ärgern, so Roger Schmidt. Aber das wollte gestern so Recht niemand. ***
Preußen 1. Hz: Buchholz Ornatelli, Capretti, Özkara, Wissing Loose, Lauretta, Wassey, Talarek Kara, Sowislo 2. Hz.: Buchholz Ornatelli (61. Remmert), Matlik, Özkara (61. Pufal), Wissing (61. Magos) Dede, Lauretta (67. Bakalorz), Ivicevic, Kara (67. Melzer) Erzen, Scherping ***
Glasgow Rangers: Alexander Whittaker, Dailly, Weir, Papac McCulloch, Thomson (46. Novo), Adam (83. Fleck), Beasley (74. Furman) Miller, Darcheville ***
VON ANSGAR GRIEBEL, MÜNSTER ***
13 07 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
03.06.2008 11.19 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Letzter Spieltag für Preußen - Der Adler ist gelandet ***
Münster. Als Schiedsrichterin Nicole Schumacher um 16.48 Uhr abpfiff, endete damit auch eine Saison der Superlative, zumindest für den SC Preußen Münster. Neun Monate und vier Tage zuvor war der Fußball-Oberligist unter Trainer Roger Schmidt angetreten, den Flurschaden der Saison 2006/07 zu beheben und die für das sportliche sowie wirtschaftliche Überleben so wichtige Qualifikation für die Regionalliga zu schaffen.
Gestern, als endgültig abgerechnet wurde, verabschiedete sich der Meister standesgemäß. Kein Bruder Leichtsinn war mit von der Partie, RW Ahlen 2 wurde vor 5400 Zuschauern mit 2:1 (0:0) bezwungen. Vielleicht waren alle noch beeindruckt von Alaska, dem Weißkopf-Seeadler, der vor Spielbeginn majestätisch etwas von seinen Flugkünsten zeigte, da konnte nicht so einfach mit einem Sommerkick nebst Niederlage in die Spielpause gegangen werden. Adler verpflichtet.
Letzter Titelträger der Oberliga Westfalen, Regionalliga-Qualifikant, Einzug in die ersten Pokal-Hauptrunde, Westfalen- und Kreis-Pokalsieger, mit Abpfiff durch Frau Schumacher wanderte das erreichte in den Trophäenschrank sowie das Vereinsarchiv. Das Image des Clubs ist aufpoliert, der wieder positive Rückhalt in der Stadt zu spüren, in Münster könnte etwas gehen mit Fußball. Jetzt nur nicht durchatmen, sondern am besten gleich so weitermachen.
Schon eine Woche zuvor in Hamm hatte Fußball-Ausbilder Schmidt mit seinen Schützlingen das letzte mögliche Saisonziel erreicht. Meister. Gestern bevölkerten trotz der für Münster belanglosen Gesamtkonstellation 5400 Zuschauer das Stadion an der Hammer Straße. Später durfte jeder auf dem Rasen und nach Spielschluss mitfeiern. Sponsor Warsteiner hatte Ein-Liter Bierkelche füllen lassen, an den nur genippt und das meiste über Köpfen ausgeschüttet wurde. Wie bei den Großen in der Bundesliga fühlte sich das an. Sekt war bereitgestellt worden für die launischen Duschen zwecks Titelgewinn. Massih Wassey, umringt von auffallend vielen Mädchen, schrieb sich die Finger wund mit Autogrammen. Hüpfen, tanzen, jubeln, alles noch einmal auskosten. Mehmet Kara musste sogar seine Unterhose rausrücken, alle Spieler zeigten sich mit blanker Brust, weil Fans unbedingt genau diese Meister-Trikots haben wollten. Entspannt und losgelöst war das.
Und keinen störte es dann mehr, dass vor der Pause gepflegte Langweile herrschte. Nach dem Wechsel wurde es besser, weil zunächst die Gäste ordentlich aufs Tempo drückten. Doch Marius Sowislo entpuppte sich nach 64 Minuten als Resteverwerter zum 1:0, weil Sven Krause aus nächster Distanz nicht zur Führung traf. Sieben Minuten später zelebrierte der SCP einen Konterangriff der Extraklasse. David Lauretta, Massih Wassey, Ahmet Aktas und am Ende Torschütze Michael Erzen bescherten den Zuschauern ein tollen Augenblick. Erzen beschenkte sich damit selbst, es war sein 13. Saisontor, kein Preuße traf in dieser Saison häufiger als er.
Und nun? In den frühen Morgenstunden startete ein 24-köpfiger Tross der Preußen nach Mallorca, für vier Tage wir in Cala Ratjada das Erreichte verarbeitet. Danach geht es in den Urlaub, Assistenz-Trainer Tobias Stock wird jedem Spieler einen individuellen Trainingsplan an die Hand geben. Am 7. Juli geht es weiter, dann ist die Oberliga längst Geschichte. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
01 06 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
26.05.2008 19.07 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Preußen machen ihr Meisterstück ***
Münster. Einen Spieltag vor Saisonende hat der SC Preußen Münster gestern Abend vorzeitig sein Meisterstück in der Oberliga gemacht. David Lauretta und Marius Sowislo trafen zum 2:0-Auswärtserfolg der Preußen bei der Hammer SV. Der Vorsprung auf die Schalker Zweitvertretung beträgt jetzt uneinholbare vier Punkte. Schalke hatte die vorzeitige Meisterfeier der Preußen durch ein 1:1-Remis gegen die Sportfreunde Oestrich-Iserloh eingeleitet. ***
25 · 05 · 08 |
|
Datum des Eintrags:
18.05.2008 16.39 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Preußen mit den besten Karten: 2:0 gegen Delbrück ***
Delbrück - Es war ein Spiel der Torleute, und natürlich die Partie des Massih Wassey. Fußball-Oberliga war jedenfalls schon mal spannender, spektakulärer und unterhaltsamer. Wie auch immer, am Ende des Tages durfte Roger Schmidt zufrieden sein.
Der Trainer des SC Preußen Münster war es sogar sehr: Das war ein Klassespiel von uns. In den entscheidenden Situationen waren wir giftiger, über 90 Minuten haben wir das Geschehen kontrolliert. Der Tabellenführer geht nach dem 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg beim Delbrücker SC, gesichert durch zwei Treffer von Massih Wassey (24./58.), mit breiter Brust in die Partien des Saisonfinals gegen Hamm und Ahlen. Die Mitkonkurrenten aus Schalke und Bochum, die nur zu gerne auch den Meistertitel holen würden, stehen nun unter Druck. Die besten Karten hat weiter der SCP.
Zwischenzeitlich erinnerte es ein wenig an Rasenschach, wie Münster die Partie bei den Ostwestfalen vor 1282 Zuschauer bestimmte. Vielleicht nicht garniert mit einer Vielzahl von Möglichkeiten, aber stets Herr der Lage, und das eine Mal, als es wirklich brenzlig wurde, war Michael Joswig zur Stelle. In der 55. Minute wehrte er einen Foulelfmeter von Peter Berhorst ab, es wäre das 1:1 gewesen. Dass ich das noch erleben darf, nachdem ich zehn Jahre mit Michael gespielt habe und jetzt sein Trainer bin, grinste Roger Schmidt schelmisch nach der Glanztat seines Schlussmannes. Joswig als Elfmeterkiller, für Schmidt ein rarer Moment in der gemeinsamen Zeit.
Ansonsten diktierte der SCP das Geschehen. Taktisch diszipliniert in der Verteidigung, mit einem Übergewicht im Mittelfeld, aber ohne großes Esprit in der Offensive. So oder so ähnlich musste man die Dinge sehen. Ein auf der ersten Blick leichter Sieg, weil auch Delbrücks Schlussmann Marco Kirchhoff einen rabenschwarzen Tag erwischte. Beim 0:1 von Massih Wassey war das so, allerdings brach ausgerechnet der Torschütze mit dem besonderen Gefühl im linken Fuß eine Lanze für den Tormann: Wir hatten gerade diesen direkten Abschluss extra im Training geübt, für den Schlussmann ist es besonders schwer, so einen Ball dann zu halten.
Wassey, der letztmalig in der vergangenen A-Junioren-Saison ein Doppelpack erzielt hatte, legte auch noch seinen siebten Saisontreffer nach. Bei einem Freistoß aus gut und gerne 30 Metern stellte Kirchhoff seine Mauer dermaßen ungenau, dass Wassey ein schmaler Korridor blieb. So eine Schusstechnik besitzt nicht jeder X-beliebige. Und da Joswig drei Minuten zuvor den Elfmeter gehalten hatte, war schon nach 58 Minuten alles geklärt zwischen den beiden Teams. Hier noch ein Solo von David Lauretta, da noch ein Schuss von Marius Sowislo, viel mehr Action vor dem Delbrücker Tor gab es nicht. Musste es auch nicht geben, weil die Hausherren einfach kein Mittel fanden, Gefahr vor das Preußen-Tor zu transportieren.
Nun also geht der Blick nach vorn, mit 65 Pluspunkten und dem besten Torverhältnis aller Oberligisten haben es die Münsteraner weiter in der Hand, sich mit der Meisterschaft in Richtung Regionalliga zu verabschieden. Ein Sieg dürfte reichen, glaubt Schmidt. Und erntet Widerworte ausgerechnet von Massih Wassey: Ich gehe davon aus, dass die Meisterschaft erst am letzten Spieltag entschieden wird. Ob ich weiter Tore dazu beitrage oder nicht, ist mir egal. Hauptsache wir werden Meister. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
17 05 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
12.05.2008 15.53 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Scherping drei Fichte null: SCP ist Pokalsieger ***
Münster - Und dann kam der junge Mann mit dem Lockenkopf. Tor in der 93. Minute, Tor in der 112. Minute und Tor in der 117. Minute. Tatsache, am Ende gewann der SC Preußen Scherping mit 3:0 das Verbandspokalendspiel gegen den VfB Fichte Bielefeld.
Mehr Mühe, als dem Team aus Münster lieb war, musste aufgewendet werden, um den krassen Außenseiter in die Schranken zu weisen. Timo Scherpings Torriecher sei dank, dass es am Ende zum zugegebenermaßen verdienten Erfolg reichte. Doch fast schon wie eine Strafe mutete für das Team von Roger Schmidt nach torlosen 90 Minuten in der regulären Spielzeit die Verlängerung an. Mein Gott, was soll´s, dachte sich wohl der Trainer nach der Partie, als er von der kleinen Schar Journalisten umringt wurde und Rede und Antwort stehen sollte, und gleich allen Kritikern vorsichtshalber versuchte, den Stecker zu ziehen: Ich bin zufrieden, wir haben den Pokal gewonnen und das Wie spielt am Ende keine Rolle mehr.
Zuletzt vor elf Jahren sicherte sich der SCP den Triumph im wertvollsten Pokal-Wettbewerb des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes. Damals wurde die TSG Dülmen mit 4:1 bezwungen. Denkwürdige Tage sind aber etwas anderes. Schließlich hatten beide Mannschaften, Münster wie Bielefeld, schon mit den Halbfinalsiegen im Krombacher-Pokal das Ticket für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal (9. und 10. August) gelöst. Bleibt die bange Frage, gegen wen es geht. Das ist mir völlig egal, sagte Schmidt entspannt. Nach dem Kreispokalerfolg im Juli vergangenen Jahres mit dem 5:1 über den TuS Hiltrup war dies sein zweiter Titelgewinn. Erst im Kreis erfolgreich, dann auf Verbandsebene, als nächstes müsste man im DFB-Pokal-Finale doch nach Berlin
Na ja, die Vorstellung vor der Pause machte da wenig Hoffnung. Pomadig und überheblich agierten die Preußen gegen einen bissigen Gast aus Bielefeld. Die Ostwestfalen brachten zwar nach vorne wenig zustande, ackerten sich aber mit aggressiver Spielweise in die Partie und bauten Stück für Stück Respekt vor den Hausherren ab. Ehe die Preußen merkten, dass es die Bielefelder wirklich ernst meinten, war es zu spät. So einfach lässt sich keine Schalter umlegen von selbstgefälligem Gekicke hin zu einer konzentrierten Leistung. Es dauerte, ehe der Klassenunterschied zwischen Oberliga-Tabellenführer und Landesliga-Sechstem deutlich wurde. Nach genau 37 Minuten und fünf Sekunden schoss Massih Wassey für den Favoriten erstmals aufs Tor. Bedenklich.
Erst dann wurde es besser, Münster hatte vor der Pause durch Mehmet Kara, David Lauretta, noch mal Kara und Uwe Seggewiß beste Chancen. Die Führung hätte die Dämme brechen lassen können, doch sie sollte auch nach dem Wechsel nicht kommen. Nach der guten ersten Viertelstunde nach dem Wechsel wurde es wieder langatmiger, Simon Talarek, Marius Sowislo und Talarek per Kopf hätten, man weiß es schon, fast getroffen.
Glücklicherweise hatte Roger Schmidt ein gutes Händchen. Er brachte Michael Erzen nach der Pause und Timo Scherping in Minute 63. Alles in allem musste man sich dennoch bis in die Verlängerung schleppen, um die Entscheidung zu erleben. Alle drei Tore, also ein lupenreiner Hattrick, erzielte Scherping. Jeden Treffer bereitete Erzen vor. Es hat super gepasst. Ich musste ja nicht viel tun, weil Michael die Bälle perfekt vorbereitet hat, wollte Scherping seinen Torinstinkt nicht überschwänglich betrachten. Es war geschafft, Münster hatte gewonnen, drei von fünf Saisonzielen erreicht nach dem Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde und der Regionalliga-Qualifikation. Fehlen nur noch die Oberliga-Meisterschaft und der Kreispokalerfolg. In letztgenannter Übung scheint der SCP in dieser Saison offenbar unbezwingbar. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
12 05 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
03.05.2008 21.41 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Wacklige Tabellenspitze ***
Münster - Möglicherweise wird der SC Preußen Münster am Ende der Saison genau an dieses Remis denken, vielleicht kostet das den Titelgewinn in der Oberliga Westfalen. Am Ende, als die Sportfreunde aus Lotte aus dem letzten Loch pfiffen und den Schlusspfiff fast schon flehentlich herbeisehnten, hieß es nur 1:1. Münster hatte in letzter Konsequenz zwei Zähler verloren, die Gäste mit einer Energieleistung glücklich einen Punkt geholt.
Der Sündenbock war dabei schnell gefunden: Schiedsrichter Andreas Stattrop aus Krefeld, der frühzeitig die Linie verlor und sich in der Folge Kraut und Rüben zusammenschiedste. Tatsächlich, Stattrop war der schwächste Mann auf dem Feld.
Wenn ich sehe, wie mit meiner Mannschaft umgegangen wird, dann kommen mir die Tränen, da bin ich fassungslos, kommentierte Preußen-Coach Roger Schmidt die Darbietung des Referees aus Krefeld. Schon häufiger fühlte sich der 41-Jährige von den Männern in Schwarz im Laufe der Saison benachteiligt, gestern, so Schmidt, wäre es der Höhepunkt gewesen. Stattrops Rolle war unstrittig umstritten.
Münster ging nach 20 Minuten mit 1:0 in Führung, als Simon Talarek sein zweites Saisontor nach Freistoß von Massih Wassey markierte. Da hatten Lottes Offensivkräfte die Schwächen beim Schiedsrichter bereits erkannt. Wer ein blaues Trikot trug und fiel, der bekam einen Freistoß zugesprochen.
Also lagen die Akteure wie Eisprinzessinnen nach einem verpatzten Rittberger auf dem Rasen, wann immer die Möglichkeit bestand. Das war clever von den Gästen, das war nervig für die Zuschauer, und das war peinlich für den Referee, der die chronische Fallsucht der Lotter mit einer Batterie von Freistößen belohnte.
Beim Zweikampf (18.) zwischen Preußen-Verteidiger Ivica Ivicevic und Philipp Böwing-Schmalenbrock zögerte der Schiedsrichter, zeigte nicht auf den Elfmeterpunkt und nicht die Gelbe Karte. Die große Unsicherheit. Und das war der Beginn aller unlauteren Versuche. In der 23. Minute zeigte sich Andreas Stattrop den Gästen wohlgesonnen und wies auf den Punkt, als Artur Matlik Furkan Gueraslan am Fuß traf. War das ein Elfmeter? Jedenfalls verwandelte Lars Schiersand sicher zum 1:1.
Nicht vergessen werden sollte dabei, dass der Tabellenvierte vor der Pause die bessere Spielanlage und die besseren Chancen hatte. Münsters suchte dagegen vergebens den Schwung, der die Mannschaft zuletzt im Spitzenspiel in Bochum (1:0) beflügelte. Und die Frage bleibt, wie die Preußen einen 1:2-Rückstand verdaut hätten, wäre Philipp Böwing-Schmalenbrock in der Nachspielzeit noch erfolgreich gewesen.
Doch nach der Pause erwachten die Lebensgeister des Titelaspiranten. Er wurde aggressiver, die Zweikämpfe wurden gewonnen, Einbahnstraßen-Fußball, weil Lotte nach einer Stunde fix und fertig war. Uwe Seggewiß, Marius Sowislo, Mehmet Kara, Simon Talarek Chancen gab es genug, nur das Runde passte nicht mehr ins Eckige. Schmidt: Wir hatten das Spiel komplett in der Hand.
Aber Saisonsieg Nummer 18 wollte nicht gelingen vor 5124 Zuschauern. Münster verteidigt zumindest bis Sonntag die Tabellenführung, allerdings können Schalke 04 und der VfL Bochum wieder am SCP vorbeiziehen, wenn sie ihre Partien gewinnen. Die Tabellenspitze steht auf wackligen Beinen. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
02 05 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
28.04.2008 22.54 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Regionalliga, wir kommen ***
Münster - Und dann, um 16.44 Uhr, tanzten die Preußen, drückten sich die Preußen, jubelten die Preußen, ließen sich feierten, feierten sich selbst. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Geschafft, der SCP hat endgültig Klarheit. Regionalliga, wir kommen. Druckfrische weiße T-Shirt mit Masematte-Einschlag (Wir flemmen wieder Regionalliga) wurden flugs unter die Spieler gebracht und angezogen, eine paar Flaschen Sekt aus dem Auto geholt und geleert sowie selbstredend die Ovationen entgegengenommen.
Dann war der Chef dran. Roger Schmidt hat wohl auch ein Gespür fürs Szenische, wiegelte erst ab, ehe Tausende Stimmen den Trainer forderten. Neun Minuten waren seit dem Schlusspfiff vergangenen, und immer noch war das Rewirpower-Stadion zu Bochum fest in Münsters Hand. Die bislang schönsten Minuten dieser Saison, mancher hatte Gänsehaut. Auch in der Bundesliga kann das nicht besser sein. Fast schon meisterlich. Wenig später ging es rüber in die Bochumer Kabine, Verbrüderung oder so lautete das Motto, schließlich schaffte auch der VfL den Sprung in Liga vier. Der Tag endete in der Nacht im Ristorante La Frasca, Dortmund, Massimo Ornatellis Vater hatte geladen. Doch die ganz große Party soll noch kommen.
Mit dem 1:0-Auswärtssieg im Spitzenspiel der Oberliga bei der Reserve des VfL Bochum räumten Schmidts Schützlinge nicht nur letzte Zweifel an der Ligazugehörigkeit 2008/09 aus, nein, sie übernahmen auch vier Spieltage vor Saisonende wieder die Tabellenspitze. Mehmet Kara, ein Mittelfeldspieler zumindest für Oberliga-Verhältnisse zwischen Genie und Wahnsinn, hatte nach 43 Minuten das Tor des Tages geschossen. Uwe Seggewiß hatte mit einem raumgewinnenden Pass über gut und gerne 50 Meter Kara in Szene gesetzt. Sein Treffer riss die knapp 3000 mitgereisten Anhänger Münsters von den Sitzen. Sensationell, so viele eigene Fans bei einem Auswärtsspiel. Man, ist das schön, war Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis gerührt.
Kein Tag, kein Spieltag wie jeder andere war das. Natürlich war damit zu rechnen, dass irgendwann im Frühling der SCP reinen Tisch machen würde in Sachen Regionalliga-Qualifikation. Irgendwie konnte sich jeder darauf vorbereiten, aber als Schiedsrichter Kloppenburg abpfiff, spürte man die Exklusivität des Moments. Jeder, der dabei war, konnte die Erleichterung, das Befreiende spüren. Vieles fiel ab von der Mannschaft, die furios in die Saison gestartet war, einen Durchhänger im Herbst hatte, mühsam nach der Winterpause in Fahrt gekommen war und nun in Bochum genau im richtigen Moment eine der besten Saisonleistungen abrief.
Ein Klassespiel, eine fantastische erste Halbzeit von uns. Auf jeden Fall ist das ein großer Tag für uns. Dass wir bereits im April unsere beiden großen Saisonziele erreicht haben, ist nicht selbstverständlich. Diese Mannschaft genießt den höchsten Respekt, man kann ihr nur gratulieren, verneigte sich Roger Schmidt um kurz nach fünf und zollte Tribut. Erstmals seit elf Jahren stehen die Preußen in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals, am Sonntag wurde das über allem stehende Ziel erreicht, der Sprung in die neue vierte Liga. Damit nicht genug, so der 41 Jahre alter Trainer, der vor der Saison vom Delbrücker SC losgeeist worden war: Wir sind Erster und wollen das jetzt auch bleiben.
Bochum und Schalke sitzen aber dem SCP weiter im Nacken. Das Trio hat die Hausaufgaben erledigt, nun geht es um die Kür. Vier Spieltage Schaulaufen, zwei Partien (Lotte und Ahlen) noch vor eigenem Publikum Schmidts Prophezeiung, dass es eine wundervolle Saison werden kann, war offensichtlich so falsch nicht. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
27 04 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
24.04.2008 21.30 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | 5:0-Sieg für die Preußen: Kara strahlt und lässt die Kollegen glänzen ***
Münster - Sollte es am Dienstagabend irgendwelche Fragen zur Richtigkeit der Aufstellung des SC Preußen Münster gegeben haben, so wurden sie nach genau 80 Sekunden hinreichend beantwortet und die Aufstellung nach 13 Minuten mit einem dicken Ausrufezeichen versehen.
Preußen-Trainer Roger Schmidt hatte nach der schlechten Vorstellung am Sonntag gegen Herne sein Team auf drei Positionen umgestellt. Michael Erzen und David Lauretta mussten als Feldspieler ihren Platz in der Startelf räumen, Selcuk Dede und Simon Talarek bekamen stattdessen ihre Chance, die sie eindrucksvoll zu nutzen wussten. Dede traf nach 80 Sekunden zur 1:0-Führung, Talarek war nach 13 Minuten zum 3:0 zur Stelle.
Der dritte Wechsel im Team ging aus nachvollziehbaren Gründen eher unauffällig vonstatten. Torhüter Michael Joswig hatte seine Verletzung auskuriert und löste Max Schulze-Niehues nach fünf Spielen Pause zwischen den Pfosten ab, wo es gestern kaum Gelegenheit gab, mit spektakulären Paraden zu glänzen. Naja, zwei Bälle kamen auch aufs Tor, hatte Joswig durchaus Muße, die Lippstädter Chancen mitzuzählen. Außerdem habe ich viel geredet. So ganz unschuldig bin ich an dem Sieg also auch nicht.
Nicht neu im Spiel, aber wie neu spielte dagegen der auffälligste Preußenspieler, Mehmet Kara. Kara sorgte an den Würstchenständen im Stadion für einen spürbaren Umsatzrückgang, weil sich schon nach wenigen Minuten kaum ein Zuschauer mehr von seinem Platz traute aus Angst, einen Treffer zu verpassen. Binnen 13 Minuten initiierte Kara die Treffer eins bis drei. 2. Minute: Kara legt auf zum 1:0. 5. Minute: Karas Eckball führt zum 2:0. 13. Minute: Karas Freistoß wird zum 3:0 verlängert. Anschließend dauerte es immerhin bis zur 26. Minute, ehe der Spielmacher erneut auffällig wurde. Dann besorgte er das 4:0 höchstpersönlich.
Natürlich war Mehmet Kara, der sich zuletzt ebenfalls in der Kritik sah, nach dem Spiel rundum zufrieden. Der Trainer hat mir gesagt, dass ich einfacher spielen und Geduld haben soll, dann bekomme ich irgendwann auch meine Chancen, so Kara. Also spielte er einfach und einfach gut, bekam seine Chance und nutzte sie. Heute haben wir sehr gut gespielt, aber man darf auch nicht vergessen, dass wir 20 Spiele in dieser Saison gut gespielt haben und vielleicht sechs Mal schlecht. Also war das heute für mich nicht so überraschend.
Dennoch kam dieses deutliche Erfolgserlebnis pünktlich vor dem Schlagerspiel in Bochum gerade recht: Dieses Spiel gibt uns natürlich Selbstvertrauen für das Spiel gegen Bochum, so Kara. ***
VON ANSGAR GRIEBEL, MÜNSTER ***
23 04 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
21.04.2008 22.54 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | SCP spielt 1:1 gegen Herne: Das war von A bis Z nichts ***
Münster - Der Präsident war spürbar angefressen, und er gab sich denn auch gar nicht erst die Mühe, seine schlechte Laune zu kaschieren. So geht es nicht. Wenn man ein Spiel nach großem Kampf verliert, denn kann ich damit leben. Nicht aber, wenn man so auftritt, wie wir es heute getan haben, redete Marco de Angelis nach dem 1:1 gegen Westfalia Herne Tacheles.
Das war von A bis Z nichts, konstatierte Preußens Chef. Er vermisste vor allem Leidenschaft, jene grundlegende Tugend, die man eigentlich voraussetzen muss, wenn man den Anspruch hegt, um die Meisterschaft mitzuspielen. Am Sonntag war das allenfalls in Ansätzen zu erkennen. Auf die Frage, ob er das der Mannschaft in dieser Deutlichkeit sagen werde, antwortete er: Nein, da wird der Trainer sicherlich die richtigen Worte finden.
Auch Roger Schmidt sprach hinterher von einem glücklichen Punktgewinn. Allerdings relativierte er die Dinge, in dem er darauf verwies, dass es im Fußball oftmals ausgleichende Gerechtigkeit gibt. Uns fehlte in einigen Spielen das Quäntchen Glück, das wir heute mal hatten. Deshalb werde ich mich für dieses Unentschieden nicht entschuldigen, betonte Schmidt.
Ganz anders vorgestellt hatte sich Michael Erzen das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Teamgefährten. Für den Angreifer war die Partie bereits zur Pause beendet, weil für ihn Simon Talarek eingewechselt wurde. Fortan nahm Erzen nicht auf der Preußen-Bank Platz. Vielmehr stand er am Spielertunnel, von wo er das Geschehen verfolgte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Michael nochmal ins Spiel zurückfindet, begründete Schmidt hinterher die Auswechslung seines Angreifers.
Für Frank Schulz war es angesichts des Spielverlaufes schwierig, die passenden Worte zu finden. Was die Jungs Woche für Woche abrufen, ist einfach phänomenal, sprach der frühere Profi seinen Akteuren ein pauschales Lob aus. Freilich hatte er seinen Humor nicht verloren, als es darum ging, die vergleichsweise bescheidenen Möglichkeiten des Herner Vereins aufzuzeigen: Wie schon im vergangenen Jahr sind wir mit dem Linienbus angereist, um hier drei Punkte mitzunehmen. Seinen Akteuren konnte und wollte er keinen Vorwurf machen. Wir haben uns im Laufe des Spieles immer mehr freigeschwommen. Dass wir schließlich noch auf diese Art und Weise um den Erfolg gebracht wurden, ist fast schon unglaublich. ***
VON HEINER GERULL ***
20 04 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
16.04.2008 23.52 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Preußen im Stile einer Klasse-Elf ***
Iserlohn - Tatsächlich entwickeln die Preußen richtige Nehmerqualitäten. Ein Rückstand in Iserlohn? Kein Problem für den Fußball-Oberligisten, jedenfalls nicht am Mittwochabend. Als es ernst wurde, legte Münster richtig zu. Am Ende wurde ein souveräner 3:1-Auswärtserfolg notiert. Selbst der Niederschlag des 0:1-Rückstandes schleuderte den Fußball-Oberligisten im Gastspiel bei den Sportfreunden Oestrich-Iserlohn nicht in die Seile. Nichts da von einem angeknockten Boxer, die Adlerträger zeigten ein Kinn aus Stahl. Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat eine gute Leistung abgerufen. Nach dem Gegentor, das aus dem Nichts fiel, haben wir uns gut erholt. Wir sind im Aufwärtstrend, und das macht mich optimistisch für die nächsten Spiele, fasste Trainer Schmidt die Dinge zusammen.
Münsters Übungsleiter vertraute der Mannschaft, die zuletzt beim mühsamen 2:0-Erfolg über Schlusslicht TSG Sprockhövel nicht gerade Vertrauen geweckt hatte. Doch am Mittwoch wurde Münster anders gefordert, und das Team reagierte wie eine Klasseelf. Nicht, dass alles perfekt lief und jede Aktion einen Jubelsturm hervorrief, aber der SCP zeigte eine rundum solide Partie in der Verteidigung mit Arthur Matlik und Ivica Ivicevic sowie mit einigen wirklich positiven Ausschlägen auf der nach oben offenen Fußballskala im vorderen Bereich.
Vielleicht war es die kompakteste Vorstellung, die die Preußen nach der Winterpause ablieferten. Von Beginn bestimmte Münster das Geschehen gegen einen Gegner, der durchaus mitzuhalten wusste. Marius Sowislo (19.) hatte das 1:0 auf dem Fuss, doch Levent Gökcek fischte den Ball von der Linie. Wenig später klärten die Preußen-Spieler Arthur Matlik und Jens Wissing vereint auf der Torlinie, bewahrten die Gäste vor einem Rückstand, um wenige Augenblicke später ungläubig das 0:1 durch einen Kopfball von Aschilleas Courtouglu zu bestaunen. Schmidt: Wir waren nach der Rettungsaktion noch unsortiert, es fehlte die Zuordnung.
Doch Münster antwortete, vor allem Marius Sowislo und Michael Erzen erhöhten die Schlagzahl in der Offensive. Sie rannten und rannten und rannten, als ob es Bonusmeilen zu gewinnen gäbe und setzten damit die Verteidigung der Hausherren dermaßen unter Druck, dass der Ausgleich nur eine Frage der Zeit war. Erzen erzwang praktisch den Ausgleich, weil er verbissen um den Ball sprintete gegen Oestrichs Schlussmann Daniel Limberg. Dessen Tackling am Preußen-Stürmer ließ Referee Dominik Nowak (Bottrop) keine Wahl, Elfmeter. Und Massih Wassey (31.) verwandelt sicher zum 1:1.
Es sollte die Wende sein, denn von nun an regierte der SCP auf dem Feld. Jens Wissing, deutlich verbessert, hatte nach einem Solo auf der linken Seite den Ball fast schon verloren, wurde angeschossen und produzierte dabei eine Bogenlampe, die Sowislo (39.) nur noch einköpfen musste zum 2:1. Wir wollten den Sieg, und wir wollen die Meisterschaft. Das sage ich schon die ganze Zeit. Jetzt die nächsten beiden Spiele gewinnen und gegen Bochum kommen zum Topspiel über 5000 Zuschauer, blickte der überragende Sowislo überaus selbstbewusst in die Zukunft.
Er war es auch, der nach 70 Minuten endgültig alle offenen Fragen mit dem 3:1 beantwortete. Einwurf Wassey, Kopfball-Ablage von Erzen, Sowislo trocken von der Strafraumgrenze so einfach war das. Dass Münster noch eine Reihe guter Möglichkeiten ausließ, und viele gute Konterchancen etwas zu behäbig verstreichen ließ, störte am Ende niemanden. Rückstand verdaut, klar gewonnen, den Abstand zu Spitzenreiter Bochum und die zweitplatzierten Schalker minimalisiert. Bis hierin passt es wieder. Die Frühjahrsmüdigkeit hat der SCP wohl aus den Kleidern geschüttelt.
Auf jedenfall scheint das Team von Trainer Roger Schmidt bestens gerüstet für die Dinge, die in den nächsten Wochen kommen. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
16 04 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
16.04.2008 23.49 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Freude über den Schlusspfiff ***
Hagen - Viel einfacher ist der SC Preußen Münster in dieser Saison nicht zu drei Punkten gekommen. Als Schiedsrichterin Marina Wozniak aber um 21.12 Uhr das Oberliga-Punktspiel zwischen der TSG Sprockhövel und dem Tabellendritten aus Münster im Hagener Ischelandstadion abpfiff, waren wirklich alle Beteiligten froh.
Die Hausherren, das Schlusslicht der Klasse, nur mit 0:2 (0:2) verloren zu haben. Die Gäste, weil der Pflichtsieg in trockenen Tüchern war. Die Zuschauer, weil am Ende keine Sekunde mehr noch zumutbar war. Man sollte das alles ganz schnell vergessen, denn bis auf die beiden Tore von Massih Wassey (28.) und Michael Erzen (33.) sowie die statistischen Werte für die Ewigkeit wird kaum etwas von dieser Begegnung im Gedächtnis hängen bleiben.
Oder vielleicht doch? Erstmals pfiffen drei Frauen eine Begegnung der Oberliga. Schiedsrichterin Marina Wozniak (Herne) und ihre Assistentinnen an den Seitenlinien, Kathrin Heimann und Sylvia Kuhn, machten alles richtig und wenig Aufhebens um die Sache. Unscheinbar und gut, kein Tamtam um irgendeinen Pfiff. Jawohl, sie bekamen beim Weg in die Kabine zurecht Szenenapplaus von der Tribüne.
Und denn hätten sich die Preußen auch verdient, wenn sie den Anfangsschwung gegen die biederen Feierabendkicker aus Sprockhövel über die gesamte Spielzeit konserviert hätten. Das wäre nicht zuviel verlangt gewesen. Doch Stück für Stück näherten sich die beiden Teams mit ihren Darbietungen an. Rumpelacker hin oder her. Am Ende war es nur noch ein Gebolze und Gekicke ohne Ideen und Esprit. Glücklicherweise endet jedes Spiel irgendwann einmal.
Es ist eine Eigenart, eine durchaus positive, von Münsters Coach Roger Schmidt, dass er nie den Stab über seine Mannschaft bricht. Sein Fazit: Die beiden Tore vor der Pause gaben uns Sicherheit. Fußball zu zelebrieren war unmöglich auf diesem Platz. Und selbst die Nachfrage, warum denn in der zweiten Halbzeit gänzlich auf Spielkultur verzichtet wurde und wirklich nichts mehr geschah, forderte den 41-Jährigen nur zu einer schnippischen Antwort heraus: Gehen sie doch auf den Platz, und versuchen sie dort Fußball zu spielen. Wir haben kein Gegentor kassiert und den Sieg nach Hause gebracht. So fand er Positives an Halbzeit zwei.
So konnte man das auch sehen, Pflicht erfüllt, auf die Kür verzichtet. Münster rückte bis auf drei Zähler an Spitzenreiter VfL Bochum 2 heran mit dem ersten Auswärtssieg des Jahres. Und vor dem Wechsel hatte der SCP wirklich die Dinge im Griff. Ein Schuss von Michael Erzen (13.), ein Pfostentreffer von Mehmet Kara (15.) sowie ein gefährlicher Freistoß von Massih Wassey (22.) kündigten praktisch die Führung an. Nach Vorarbeit von Marius Sowislo war Massih Wassey mit seinem dritten Saisontreffer zur Stelle. Wenig später schon sorgte Michael Erzen für die Vorentscheidung.
Nein, niemand konnte ernsthaft glauben, dass Sprockhövel den SC Preußen nun noch aus der Fassung hätte bringen können. Keine Torraumszene vor der Pause, eine in der 83. Minute, als Max Schulze Niehues gegen einen Kopfball von Sinan Haira glänzend klärte das Schlusslicht hatte nicht wirklich viel zu bieten. Die Preußen aber leider nach dem Wechsel auch nichts. Marius Sowislo hatte noch die beste Chance, da lief schon die 90. Spielminute. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
11 04 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
07.04.2008 16.56 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Preußen Münster gegen Arminia: Ein kurzweiliges Spektakel ***
Münster. Anfangs, nach den ersten drei, vier Minuten, dachte so mancher, die Hausherren wollten eine neue Zeitrechnung einführen. Wie die Hunnen fielen die Preußen über die Arminen her, Fußball im Sekunden-Rhythmus hieß das erste Nachmittags-Programm am Sonntag. Schneller hatte keiner in dieser Saison eine Führung für den SCP gesehen.
Genau 22 Sekunden dauerte es, bis Marius Sowislo bereits zum 1:0 traf. Und Schiedsrichter Rene Kunsleben (Hamm) zeigte nach 238 Sekunden erneut zum Mittelkreis, weil Michael Erzen per Kopf auf 2:0 erhöhte hatte. Wenn dass so weitergegangen wäre doch im Fußball nehmen die Dinge oft eine andere Wendung, Gewissheiten gibt es nicht. Später dann, so gegen 16.45 Uhr, wollten die drei Minuten Nachspielzeit gar nicht mehr enden. Gefühlte Stunden waren es fast schon für den Preußen-Anhang, ehe der Schlusspfiff dann endlich ertönte. Unter dem Strich stand ein 3:3 (2:1) zwischen Münster und Bielefelds Reserve, ein unglaubliches Hin und Her, beide Teams hätten den Sieg verdient gehabt, keines eine Niederlage, als große Gewinner durften sich am Ende vor allem die 3962 Zuschauer sehen.
Fast schon salmonisch beurteilte Preußen-Trainer Roger Schmidt das Unentschieden: Wenn wir vor der Pause diese Begegnung nicht entscheiden können, dann haben wir den Sieg auch nicht verdient. Und sein Gegenüber, Bielefelds Übungsleiter Detlev Dammeier, drückte sich fast um eine abschließende Einschätzung: Ein kurioses 3:3, meine Gefühle befinden sich auf einer Achterbahnfahrt. Mit dem Punkt bin ich zufrieden nach dem 0:2-Rückstand und auch von dem Blickwinkel, dass es bei uns um die Ausbildung der Spieler geht. Blicke ich auf die Tabelle und auf unsere 3:2-Führung, bin ich natürlich nicht zufrieden.
Ballgewinn, Michael Erzen, Mehmet Kara, Marius Sowislo. Tor. Nach 22 Sekunden führte Münster. Keine vier Minuten später köpfte Erzen zum 2:0 nach Ecke von Kara ein. Wenig später Kara selbst mit einer Schusschance, dann rettete David Lauretta gegen Stefan Aigner, ehe die Möglichkeit von Marius Sowislo von einem Bielefelder geblockt wurde. War das ein Spektakel in der ersten Viertelstunde.
Münsters Schwächen in der Organisation der Defensivehauchte Bielefeld letztlich weiteres Leben und Mut ein, Daniel Scherning (20.) traf zum 1:2. Dennoch wäre die Vorentscheidung zugunsten des SCP vor der Pause möglichgewesen. Viele Chancen, die besten durch einen Lattentreffer von Massih Wassey und Michael Erzen, wurden vergeben, die Rache folgte nach dem Wechsel.
Die Gäste glichen aus, als die SCP-Verteidigung von allen guten Geistern verlassen schien. Nach einem Freistoß von Oliver Zech köpfte Scherning mutterseelenallein zum 2:2 ein. Schlimmer noch, zehn Minuten später erwischte Preußen-Schlussmann Max Schulze Niehues kein gutes Timing, rannte zur Rettungstat aus dem Tor, räumte Mitspieler Massimo Ornatelli (Gehirnerschütterung und Oberschenkelprellung) ab und machte den Weg frei für Thilo Versick. 2:3.
Was blieb? Münster schien nun stehend K.o., Erzens Ausgleichstor war auch eher ein Zufallsprodukt, ein abgefälschter Ball, der sich in die Maschen senkte. Der Rest war Kampf, Kampf und noch mal Kampf. Das Positive am Ende? Wir haben nach der Niederlage von Schalke gegen Lotte es wieder in der eigenen Hand, Meister zu werden, kommentierte Roger Schmidt die Resultate des Spieltags. Es hätte tatsächlich schlimmer kommen können. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
06 04 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
21.03.2008 17.47 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Nach 2:1-Sieg: Preußen sind in der Los-Trommel ***
Münster - Auch wenn der SC Preußen lange darauf warten musste: Geschichte wiederholt sich doch. Elf Jahre nach der letzten Teilnahme zog der Fußball-Oberligist Donnerstagabend wieder in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein. Im Halbfinale des Verbandspokals bezwang Münster den Liga-Konkurrenten SC Wiedenbrück 2:1 (0:0).
Anfang August werden die Adlerträger vermutlich eine fette Einnahme machen. Als Amateurverein genießen sie in der ersten Runde Heimrecht gegen einen Erst- oder Zweitligisten. 55.000 Euro hat der SCP bereits durch das Erreichen des lukrativen Cup-Wettbewerbs eingespielt.
Der Sieg über Wiedenbrück hing lange am seidenen Faden. Gegen den Tabellenvorletzten der Oberliga tat sich der Gastgeber vor allem in den ersten 45 Minuten schwer. Die Geschichte dieser unansehnlichen Halbzeit ist schnell erzählt. Es gab weder Chancen noch zündende Ideen. Im Dauerregen plätscherte alles irgendwie trostlos dahin.
3420 Zuschauer froren bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Anzeichen dafür, dass dort zwei Mannschaften um eine Chance spielten, die sich Viertligisten wahrlich nicht oft bietet, gab es nur selten.
Trainer Roger Schmidt zog zur Pause die Konseqenzen, er nahm zwei Wechsel und eine Umstellung vor und machte damit vieles richtig. Lauretta, der aus der Viererkette ins Mittelfeld vorgeschoben wurde, hatte auf der neuen Position viele positive Momente. Im Angriff sorgte Erzen als zweite Spitze neben Sowislo für einigen Wirbel allein vor dem Tor des Gegners offenbarte der 25-Jährige erneut eklatante Schwächen.
Ob der Steigerung war die Führung der Preußen in der 54. Minute zumindest ein bisschen verdient. Schützenhilfe leistete Wiedenbrücks Manndecker Kretschmer, der nach Wassey-Flanke über den Ball schlug und Sowislo den Weg zum Tor frei machte.
Kurz darauf hatte Erzen die Vorentscheidung auf dem Fuß. Doch als er das Leder nur noch ins leere Tor schieben musste, zögerte er eine gefühlte Ewigkeit. Die Gäste klärten die prekäre Situation und schlugen nach 66 Minuten ihrerseits zurück. Urplötzlich tauchte Flock mutterseelenallein im SCP-Strafraum auf und erzielte den Ausgleich.
Aufregung auf der prall gefüllten Hauptribüne, alles begann noch einmal von Neuem. Doch schon zwei Minuten später schlug die Stimmung erneut um, als Sowislo (aus stark abseitsverdächtiger Position) seinen zweiten Tagestreffer markierte und die Grünen wieder in Führung brachte.
Dabei blieb es, weil der Hausherr weitere Konterchancen teilweise stümperhaft vergab und Wiedenbrück die Kraft zur Wende fehlte. In der zweiten Halbzeit haben beide Mannschaften mit offenem Visier gekämpft. Wir hatten das glückliche Ende. Es freut mich sehr, dass wir nun in der Lostrommel sind, sagte Trainer Roger Schmidt. ***
Preußen: Schulze Niehues Lauretta, Özkara, Matlikm Wissing Ivivevic (46. Aktas), Seggewiß Ornatelli (46. Erzen), Kara, Wassey Sowislo (90. Dede). *** Wiedenbrück: Strzys Dallmann, Kretschmer, Scharpenberg, Hofbüker (36. Röber) Knezevic, Zodrow, Flock, Strickmann Castilla, Herrmann (76. Bortolozzo). *** Tore: 1:0 Sowislo (54.), 1:1 Flock (66.), 2:1 Sowislo (68.) *** Zuschauer: 3420 ***
VON WILFRIED SPRENGER, MÜNSTER ***
20 03 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
17.03.2008 18.06 |
 |  |  | | | Preussen in "WAZ-Online"
http://www.DerWesten.de
| |  | Die Niederlage war verdient ***
WAZ Gladbeck, 17.03.2008 ***
Pressestimmen vom Gladbecker Spiel gegen den SC Preußen Münster, das der Außenseiter mit 1:0 gewann. Fachblatt Kicker Sportmagazin schreibt: Germania hätte bei guten Konterchancen noch erhöhen können.
FUSSBALL OBERLIGA *** Unter den Zuschauern, die am Sonntag das Oberliga-Spiel zwischen der Germania und Preußen Münster beobachteten, befanden sich viele Sportjournalisten. Nachfolgend lesen Sie Auszüge der Berichterstattung von der Partie.
Schon nach sechs Minuten kamen die Gladbecker gegen den Tabellenzweiten zum Führungstreffer. Erst nach einer halben Stunde fand Münster besser ins Spiel, zwingende Aktionen blieben aber Mangelware. Germania hätte bei guten Konterchancen noch erhöhen können und gewann am Ende gegen den Favoriten verdient. *** Kicker: Die Preußen fahren in der Rückrunde weiter Achterbahn. Eine Woche, nachdem der SCP Anschluss an die Spitze gefunden hatte, rückte diese nach dem 0:1 in Gladbeck wieder in weite Ferne. Am liebsten wären sie alle im Gladbecker Matsch versunken, doch dann entschlossen sich die Verlierer doch unter den Pfiffen der rund 700 mitgereisten Preußen-Fans zum Gang in die Kabine. Ein Schweigemarsch. Der SCP verliert völlig überraschend in Gladbeck. Damit gelang den Gladbeckern das, was bisher noch keinem Team gelang: Nämlich nach dem Hinspiel-0:0 nun 180 Minuten gegen den SCP ohne Gegentor geblieben zu sein. ***
Münstersche Zeitung: Am Anfang gab es ein bisschen Niederschlag, später setzte Dauerregen ein. Und so fügte es sich nahtlos ins Bild dieses so tristen Sonntagnachmittags ein, dass die Preußen am Ende wie begossene Pudel vom Platz schlichen. Nein, es war nicht der Tag des SCP. 0:1 (0:1) verlor er am Sonntag in Gladbeck, die Niederlage war verdient, niemand durfte sich darüber beschweren. ***
Westfälische Nachrichten: Germania Gladbeck wird ganz sicher nicht mehr zum Lieblingsgegner der Adlerträger. Nicht mehr in dieser Saison. Denn nach der Nullnummer im Hinspiel blieb der SC Preußen auch heute ohne Torerfolg. Erneut zu einem Remis aber reichte auch das nicht. Denn da die Abwehr in der Anfangsphase nach einem Freistoß nicht auf der Höhe war und den frühen Rückstand (6.) kassierte, stand das Team von Trainer Roger Schmidt zum dritten Mal mit leeren Händen da. Ob es der frühe Rückstand war, ließ sich nicht klären. Auf alle Fälle aber kamen die Gäste nur schwer in die Partie. Sie benötigten beinahe eine halbe Stunde. ***
|
 |
|
Datum des Eintrags:
10.03.2008 14.38 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Wir gewinnen Sowislo ***
Münster. Und dann stimmten es einige tausend Kehlen im Preußenstadion an, wie aus dem Nichts: Wir gewinnen, wir gewinnen, wir gewinnen Sowislo. Verneigung vor dem Torschützen, dem Goldköpfchen, mit einem Wortspiel. Ob man nun sowieso gewinnt oder Sowislo ins Tor trifft, am Ende des Tages ist das einerlei. Denn Preußen Münster hat das Titelrennen in der Oberliga Westfalen wieder ganz spannend gemacht nach dem 1:0-Heimsieg über die Reserve von Schalke 04. Aber die 6311 Zuschauer mussten in Demut auf die Entscheidung warten, ehe Marius Sowislo in der 87. Minute einen Freistoß von der linken Seite von Massih Wassey zum Siegtor verwertete: Manchmal sind andere Dinge als Fußball in solchen Spielen gefragt. Hauptsache gewonnen und den Abstand auf Schalke auf einen Punkt verkürzt. Ein geiles Gefühl. So sah es Marius Sowislo.
Münster gegen Schalke war ein Kampf auf Biegen und Brechen, ein Hauen und Stechen mit einer gewissen Hollywood-Attitüde bei den Gästen aus Gelsenkirchen. Denn einerseits loteten die Spieler von Trainer Mike Büskens die Grenzen des von Schiedsrichter Christian Erbs (Holzheim) erlaubten leidlich bis zum letzten Fitzelchen aus. Andererseits hörte man vornehmlich die in weiß gewandeten Königsblauen bei jedem Tackling dermaßen laut schreien und jaulen, dass man um die Gesundheit eines jeden gefoulten Schalker hätte fürchten müssen wenn man nicht System dahinter vermuten durfte.
Bei den Hausherren hinterließ das zumindest in der ersten Halbzeit Spuren, weil die Preußen vom gleichermaßen energischen Stil wie auch dem steten Wehklagen beeindruckt waren. Mann und Memme in einem, gemixt mit häufiger Zeitschinderei. Es wurde getreten, geholzt, gejammert und geheult. Dass mit dem Fußball dagegen klappte auf beiden Seiten so gut wie nicht. Torchancen auf beiden vor dem Wechsel: null.
Eigentlich will ich nichts zum Schiedsrichter sagen, bevorteilt hat er keine Mannschaft. Aber ich werde es noch 1000 Mal wiederholen, dass mir diese Theatralik der Schalker fast schon peinlich war, sagte ein aufgebrachter Preußen-Coach Roger Schmidt. Die Retourkutsche von Schalkes Mike Büskens ließ nicht auf sich warten, er lachte laut auf, als sein Trainerkollege die Schauspielerei der Schalker tadelte. Münster hat gewonnen, ich habe Roger zum Sieg gratuliert. Wir werden nicht allzu lange liegen bleiben und schnell wieder aufstehen, versuchte er so etwas wie Normalität nach der Klopperei von Münster wieder herzustellen.
Nach dem Wechsel wurde es ein besseres Spiel. Marc Lorenz (46.) hatte nach einem Solo die Führung für Schalke auf dem Fuß, er traf aber nur das Außennetz. Münsters Offensive traute sich jetzt mehr, ohne allerdings glasklare Chancen herauszuspielen. Nach 63 Minuten blieb der Elfmeterpfiff von Referee Erbs aus, als Mehmet Kara im Strafraum von Jens Grembowietz am Knöchel getroffen wurde. Massih Wassey hatte nach 71 Minuten somit die wirklich erste gut Chance, doch seinen Freistoß aus 25 Metern lenkte Torwart Tono Topalovic über die Latte. Vier Minuten später hastete Schalkes Tormann aber übermotiviert vielleicht wollte er es seinen Kollegen auf dem Feld gleichtun aus dem Kasten und rannte dabei Michael Erzen um. Dafür gab's die Rote Karte.
Der Rest war schnell erzählt, weil Wassey einen Freistoß maßgerecht auf den Kopf von Sowislo zirkelte, das war sie, die späte Entscheidung. Absolut verdient, weil wir in der Defensive immer die Ordnung gehalten haben und am Ende den größeren Willen hatten, während Schalke gar nichts versucht hat, ließ Schmidt nach dem knorrigen Spitzenspiel Dampf ab.
Aber absolut verdient? Keiner hätte sich wirklich über ein torloses Remis beschwert, aber mit dem Ohrwurm Wir gewinnen Sowislo und drei Punkten ließ sich der Heimweg irgendwie schöner bewältigen. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
09 03 08
|
 |
|
Datum des Eintrags:
02.03.2008 00.20 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Preußen Münster gegen Schermbeck - Ich kann mit dem Punkt leben ***
Wesel / Münster - Bevor Emma begann, über das Land zu fegen, zeigte noch eine andere, wer Herr im Hause ist. Bester Akteur beim Oberliga-Punktspiel zwischen SV Schermbeck und Preußen Münster war eine Frau. Nicole hatte alles im Griff, Nachname Schumacher, sie pfiff ohne großes Aufheben ruhig, abgeklärt und ohne Spektakel. Ohne Vereinsbrille durfte man das so sehen. Und ein Fußball-Spektakel war eigentlich den insgesamt 26 Spielern vorbehalten. Selbst wenn man erschwerende Bedingungen attestieren musste, am Ende stand unter dem Strich ein unansehnliches Gebolze. Was für ein Ergebnis, wenn nicht ein 0:0, hatte dieses Gekicke verdient? Stürmisch wurde es erst im Anschluss, als Sturm Emma dem ungemütlichen Fußball-Abend die entsprechende Note gab.
Wir wollten hier gewinnen, aber am Ende kann ich mit dem Punkt leben. Es ist ein gerechtes Ergebnis, sagte SCP-Trainer Roger Schmidt nach der Begegnung. Ja, es war gerecht. Es war ein Spiel ohne große Höhepunkt, ergänzte Schermbecks Übungsleiter Martin Stroezel. Selbst beim anschließenden Smalltalk der Trainer herrschte Einigkeit. Unentschieden zwischen den Coaches.
Es dauerte ein paar Minuten, ehe sich die Dinge sortierten bei extrem schwierigen Bedingungen. Wind, Regen, glatter Boden, nichts, was einem flüssigen Spielaufbau förderlich wäre. Aber nach gut einer Viertelstunde übernahm der SCP zumindest irgendwie das Zepter, versuchte etwas mehr Ordnung in die Offensivaktion zu bekommen, allerdings ohne große Durchschlagskraft. Das meiste blieb irgendwo zwischen Mittelkreis und Schermbecker Strafraum stecken. Und nur einmal, wirklich einmal, hatten die Preußen die Führung auf dem Fuß. Marius Sowislo setzte sich auf der rechten Seite durch, flankte in den Rücken der Abwehr, aber Michael Erzen traf mehr das Erdreich als den Ball und vertändelte das kostbarste Gut der SCP-Offensive in Halbzeit eins leichtfertig. Hätte Erzen getroffen, hätten sich die Dinge vermutlich ganz anders entwickelt.
Und Schermbeck? Es war das nicht wesentlich schlechter als das, was der SCP in den ersten 45 Minuten zu bieten hatte. Lecker Fußball ist was ganz anderes.
Und die Wahrheit nach dem Wechsel war, dass sich gar nichts zum Besseren wendete. Gar nichts. Natürlich bemühten sich die Preußen, der Einsatz stimmte, doch man wartete vergeblich auf einen Geistesblitz von Mehmet Kara oder ein Solo von Marius Sowislo oder irgendwas anderes. Die beste Möglichkeit der Gäste resultierte vielmehr aus einem Schuss von Uwe Seggewiß (66.), den Michael Erzen mit dem verlängerten Rücken bedrohlich gen Schermbecker Gehäuse bugsierte.
Die Hausherren aus Schermbeck, die im Weseler Auestadion vor 2000 Zuschauern selbst eine Art Gastspiel bestreiten mussten, machten ihre Sache gut. Solide in der Verteidigung, beharrlich und gleichermaßen vergeblich auf Konterchancen wartend, arbeitete sich der SVS förmlich in die Partie herein und gab am Ende keinen Millimeter preis. Zehn Minute vor dem Ende hatte Jakub Köse sogar die Führung auf dem Fuß, doch seinen Schuss parierte SCP-Schlussmann Michael Joswig im Nachfassen. Durchatmen.
In der Nachspielzeit brachte David Lauretta eine Ecke hoch und weit in Richtung Strafraum, der Wind drehte den Ball dann aber brandgefährlich und zwang Schermbecks Torwart Stefan Schröder zur größten Rettungstat der Partie. Es wäre eine Art Glückstreffer gewesen, Emma hätte Pate gestanden, gerecht wäre es nicht gewesen. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
29 · 02 · 08 |
 |
|
Datum des Eintrags:
23.02.2008 19.56 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Erfolgreich und Spitze ***
Münster. Zurück an der Spitze, zurück in der Erfolgsspur, die sportlich und spielerische Auszeit dauerte nur eine Partie an. Zum Glück. Preußen Münster jedenfalls gewann verdient das Münsterland-Derby gegen den FC Eintracht Rheine mit 2:0 (1:0) vor 3835 Zuschauern, die vor allem nach dem Wechsel mit einer temporeichen und gleichzeitig abwechslungsreichen Begegnung verwöhnt wurden.
Mit gutem Willen Sven Krause nach fünf Minuten und ganz eindeutig Mehmet Kara sieben Minuten vor dem Ende rahmten die Angelegenheit mit ihren Treffern ein, das Dutzend ist jetzt voll, es war Münsters zwölfter Saisonerfolg. Das ist doch mal eine vernünftige Tabelle, schmunzelte Trainer Roger Schmidt beim Blick auf die aktuelle Hackordnung der Oberliga, Schalke liegt zumindest bis Sonntag einen Zähler hinter Münster. Ein gutes Gefühl.
Die Preußen begannen beschwingt, mit viel Elan. Die Führung wurde praktisch erzwungen, als Rheines Martin Roling den Ball an seinem herauseilenden Tormann Daniel Brink vorbei ins eigene Tor bugsierte. Preußen-Angreifer Sven Krause, der von Beginn das Vertrauen von Trainer Roger Schmidt erhielt, hatte für die notwendige Unruhe gesorgt und geschossen. Mein Tor, ganz klar. Ich schieße ihn an und er fälscht ihn ab ins Tor, stellte der Torschütze klar. Hauptsache drin.
Und Krause hätte mit einer Direktabnahme zuvor schon für ein klares Signal sorgen können. Doch nach gut einer Viertelstunde war überraschend der große Dampf bei den Adlerträgern raus, und enttäuschenderweise entwickelte der SCP in der Offensive bis zur Pause keinerlei zwingende Aktionen mehr. Es war eine Mischung aus Ratlosigkeit und Rumgewurschtel. Schmidt: Gefallen hat es mir nicht.
Die Roten aus Rheine sammelten ihren Mut, wurden frecher und aggressiver. Der Rückstand war ein Weckruf. Und im gleichen Maße wie Münster passiver wurde, regte sich die Angriffslust der Gäste. Gleich zwei Mal köpfte Ex-Preuße Marcus Fischer (32. und 33.) brandgefährlich, zumindest bei einer Szene waren die Reflexe von Schlussmann Michael Joswig gefragt. Und neun Minuten vor der Pause hatten die Gastgeber Glück, als Schiedsrichter Andre Berger (Wermelskirchen) ein Tackling von Simon Talarek an Martin Roling nicht in den Strafraum verlegte der Pfiff führte nicht zum Elfmeter, Münster durfte sich nicht beschweren. Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre und der Schiedsrichter den Tatort nicht außerhalb des Strafraums gelegt hätte. Für mich war das ein klarer Elfmeter, schimpfte Rheines Trainer Hans-Dieter Jürgens.
Nach dem Wechsel verpassten die Preußen nur eines: sie nutzten ihre Chancen mal wieder nicht. Geduld war gefragt, und das Auslassen der viele Möglichkeiten gab den Gästen zudem den Glauben, in Münster einen außerplanmäßigen Punkt holen zu können. Rheine, der Außenseiter, wehrte sich mit Händen und Füßen. Und die Hausherren verdaddelten ihre Tormöglichkeiten in Serie: Mehmet Kara (54.), Marius Sowislo (56.), Orhan Özkara (57.), David Lauretta (63. und 71.), und so weiter, und so weiter. Das hätte ins Auge gehen können, wenn der agile Marcus Fischer kurz vor Schluss den Ausgleich markiert hätte. Michael Joswig reagierte erneut glänzend mit dem Fuß. Puh.
Und so ging es bis zur Minute 83, ehe Mehmet Kara mit einem eiskalten Dribbling den Ball fast schon ins Tor trug. 2:0, endlich, und verdient, keine Frage. Die Schmach von Gütersloh, das peinliche 0:2 vom Vorsonntag, war aus der Welt. So schnell geht das.
Mit einer gewissen Portion Gelassenheit kann man bei den Preußen den Rest des 21. Oberliga-Spieltages verfolgen. Zwölf Zähler beträgt der Vorsprung auf Rang fünf, so dick ist das Polster in Sachen Regionalliga-Qualifikation bereits. Damit kann man leben, gut sogar. ***
VON ALEXANDER HEFLIK, MÜNSTER ***
22 · 02 · 08 |
 |
|
Datum des Eintrags:
18.02.2008 17.20 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Einfaches Handwerk siegt: SCP verliert 2:0 gegen Gütersloh ***
Gütersloh - Nur einen Moment hielt Roger Schmidt an der Seitenlinie des Heidewaldstadions inne. Dann stapfte er entschlossen aufs Feld, drückte jedem Spieler die Hand, klopfte hier und da auf die Schulter, und verschwand dann unter der Tribüne im Kabinentrakt. Und nur der Blick auf seine Wangen verriet, dass der Trainer des SC Preußen hart an der Niederlage zu nagen hatte. Seine Zähne malmten aufeinander, sein Blick war auf den Boden ins Nichts gerichtet, ein an Deutlichkeit nicht anders zu interpretierendes Zeichen für versteckte Enttäuschung und Frust.
Schmidt, der Erfolgsverwöhnte, hatte seine zweite Niederlage in einer Pflichtbegegnung in der Saison kassiert. Münster unterlag mit 0:2 (0:2) bei FC Gütersloh und zeigte die mit Abstand schlechteste Leistung dieser Saison. Von Kreispokal über Verbandspokal bis hin zu den vorherigen 19 Punktpartien war nie ein solch enttäuschender Auftritt mit dabei. Ein neues Gefühl, etwas, woran sich Schmidt keinesfalls gewöhnen will.
Also, sprach der Übungsleiter der Preußen in einer ersten Aufarbeitung der Ereignisse gefasst: Die Basis fehlte. Wir konnten nichts von dem durchdrücken, was wir uns vor der Partie vorgenommen hatten. Gütersloh hat den Sieg verdient gehabt. Weil die Hausherren genau die richtigen Mittel wählten, und die Preußen in allen Belangen nur zweiter Sieger waren. Zum Beispiel das Schuhwerk passte, kein Witz, auf dem teilweise gefrorenen Spielfeld, während die Preußen teils schlitterten und teils stolperten und häufig alles andere als rund liefen. Süffisant merkte Schmidt an: Die Spieler wollen immer die neusten Modelle, die neuste Farbe, vielleicht sollten sie einfach die richtigen Schuhe aussuchen. Nicht das es an den Schuhen in Wirklichkeit lag, aber es passte ins Bild.
Aber Gütersloh wählte auch die korrekte Vorgehensweise: Zweikämpfe gewinnen, Kopfbälle vernünftig verarbeiten, schlichte Pässe an den Mann bringen, keine Schnörkel, null Schnickschnack, einfache Dinge des Fußballs halt gepaart mit Kampfgeist. Das war die Grundlage, und für den Spitzenreiter reichte das.
Denn, ganz ehrlich, großer Fußball mit Chancen auf beiden oder zumindest einer Seite wurde nicht geboten, guter Fußball sieht anders aus. Diese Oberliga-Begegnung wurde mit simplem Handwerk gewonnen, und diese Fähigkeiten hatten die vom Ex-Preußen Alfons Beckstedde betreuten Hausherren intus. Nach einer zerfahrenen Anfangsphase fiel das 1:0 praktisch auf Zuruf. Nach einer Ecke köpfte Abwehrspieler Maximilian Heinrich (25.) aus gut und gerne 14 Metern an Freund und Feind vorbei ins Preußen-Tor. Münsters Zuordnung war eine Katastrophe, Tormann Michael Joswig kam zu spät.
Und auch beim zweiten Tor durch Pierre Paulin Halle sah SCP-Abwehrchef Orhan Özkara alles andere als gut aus. Zu allem Überfluss hatte Referee Sebastian Moritz (Bielefeld) die von ihm selbst angezeigte einminütige Nachspielzeit um 25 Sekunden überschreiten lassen. Schmidt nahm das Missgeschick lakonisch: Selbst wenn er früher abgepfiffen hätte, hätte uns das heute nicht geholfen. Bis zum Ende reichte es dem FCG, das Ergebnis zu verwalten.
Und Münster? Was machte eigentlich die Oberliga-Torfabrik an diesem traumhaften Wintertag? Eigentlich nichts. David Lauretta schoss nach 22 Minuten nicht ungefährlich am Tor vorbei. Mehmet Kara zirkelte nach 44 Minuten einen Freistoß gen Torwinkel, wobei Güterslohs Tormann Alexander Kuschmann spektakulär klärte, und dann vergab noch Marius Sowislo in der Nachspielzeit. Das wars, zu wenig. Mehmet Kara, dem in der Regel eigentlich immer das eine oder andere Gewinn bringende Kunststück gelingt, brachte es auf den Nenner: Bei dieser Leistung fehlen einem die Worte. Das war einfach Scheiße. ***
VON ALEXANDER HEFLIK ***
17 · 02 · 08 |
 |
|
Datum des Eintrags:
10.02.2008 00.16 |
 |  |  | | | Preussen in "WN-Online"
http://www.westfaelische-nachrichten.de
| |  | Preußen dem DFB-Pokal einen Schritt näher ***
Münster - Der SC Preußen Münster hat am Samstagabend im heimischen Stadion die SG Wattenscheidt 09 im Viertelfinale des Krombacher-Verbandspokals mit 3:2 besiegt. Damit fehlt nur noch ein Sieg bis zum Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals.
Vor gut 2661 Zuschauern ging man als klarer Favorit in die Partie und wusste gegen den Tabellenführer der Verbandsliga gleich die erste Torgelegenheit zu nutzen. Mit einem schönen Freistoss aus 18 Metern erzielte Mehmet Kara bereits in der vierten Spielminute das 1:0.
In der 27. Minute bekamen die Gäste nach Foul an Tatar vom heute viel beschäftigten Schiedsrichter Sven Rhodgess einen Foulelfmeter zugesprochen. Toku egalisiert zum Auslgeich. Doch die Freude hielt nicht lange. Bereits zwei Minuten später antwortete Preußen: Lauretta erzielte im Fünfmeterraum die erneute 2:1-Führung, mit der es in die Halbzeit ging. Vor dem Halbzeitpfiff noch eine ärgerlich Aktion. Nach einer Tätlichkeit an Schmitt sieht Preußenstürmer Erzen die rote Karte (40.).
Kurz nach Wiederanpfiff ging es erneut hoch her. Nachdem Sowislo im Strafraum von Yesilmen unsanft zu Fall gebracht wurde, gab es Elfmeter für Preußen und die rote Karte für den Wattenscheidter. Özkara verwandelte sicher zum 3:1.
In der Folge spielten die Preußen weiter drückend überlegen und kamen zu einigen guten Chacen, die jedoch ungenutzt blieben. So wurde es kurz vor Spielende noch einmal richtig spannend als der eingewechselte Merhi wie aus dem Nichts frei vor dem Münsteraner Torwart Joswig auftauchte und noch einmal verkürzte (88.). Doch auch ganze fünf Minuten Nachspielzeit halfen den Gäste am Ende nichts. Team von Coach Roger Schmidt siegte hochverdient mit 3:2. Dieser zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: Wir hatten die Wattenscheidter voll im Griff und haben trotz der sehr schlechten Schiedsrichterleistung einen kühlen Kopf bewahrt.
Nach dem Sieg in dieser hitzigen Partie - es gab insgesamt neun gelbe und zwei Rote Karten - darf sich Preußen Münster nun Hoffnungen auf den Einzug in den DFB-Pokal machen. Im Halbfinale des Krombacher-Verbandspokals treffen sie auf den Sieger aus der Partie Sportfreunde Lotte gegen SC Wiedenbrück, die am Sonntag aufeinander treffen. Nach einem weiteren Sieg stünde man in Finale des Westfalenpokals - gleichbedeutend mit dem Ticket für den nationalen Pokalwettbewerb. ***
VON MARVIN WANDERS ***
09 · 02 · 08 |
 |
|
Datum des Eintrags:
02.02.2008 20.15 |
 |  |  | | | Preussen in "Kicker-Online"
http://www.kicker.de
| |  | 28.01.2008, 10:50 ***
Westfalen: Trainer schließt Vorbereitung ab ***
Schmidts Ziel ist die Meisterschaft ***
Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, intensiv und gewissenhaft hat sich Preußen Münster auf die Restsaison vorbereitet. In einem kurzen Trainingslager in Herzlake verpasste Trainer Roger Schmidt seiner Mannschaft den letzten Feinschliff.
Da geht´s lang: Roger Schmidt will mit Preußen Münster in die Regionalliga.
Zum Abschluss kam der SCP gegen den Verbandsligisten SC Spelle-Venhaus durch ein Tor von Selcuk Dede zu einem 1:0-Sieg. In Herzlake nicht dabei war Ivica Ivicevic wegen einer Achillessehnenreizung. Mit den gleichen Problemen muss Massimo Ornatelli derzeit kürzer treten. Ansonsten hat Schmidt alle Mann an Bord. Wir haben uns in allen Bereichen verbessert, vor allem auch taktisch. Jetzt freuen wir uns auf die kommenden Monate. Ich habe den Spielern nochmals verdeutlicht, dass es ein schönes halbes Jahr werden kann, sagt er schmunzelnd. An der RegionalligaQualifikation lässt der Coach keinen Zweifel. Sie reicht ihm indes nicht, er will unbedingt Meister werden. ***
Planungen für Regionalliga beginnen ***
Parallel beginnen bald die Planungen für die Regionalliga. Schmidt denkt an etwa sieben Neuverpflichtungen. Die Rundumerneuerung war erfolgreich. Jetzt haben wir eine sehr gute Basis und ein funktionierendes Team, das müssen wir ergänzen und verstärken. Auf Zugänge im Winter hat der Sympathieträger, dessen Vertrag bis 2010 läuft, bewusst verzichtet, weil er von der Qualität des Kaders fest überzeugt ist. Korrekturen und Investitionen sind auch zur Freude des Präsidiums nicht erforderlich. Mit einem Heimsieg am Freitag gegen Wiedenbrück kehren die Preußen wieder auf Platz eins zurück, und den möchten sie bis zum Schluss verteidigen. ***
Gerd Stephan
|
 |
|
Datum des Eintrags:
23.12.2007 21.52 |
 |  |  | | | webmaster@blackeagles blackeagles@cool.ms
| |  | *** hier erscheinen ab 2008 unregelmäßig presse- und onlineberichte zur aktuellen preussen situation in der liga ohne anspruch auf vollständigkeit. *** |
|